Mark Zuckerberg mietet Facebook-Satellit

Eutelsat (Bild: Eutelsat)

Facebook hat zusammen mit Eutelsat eine Kooperation geschlossen, um afrikanische Länder ab der "zweiten Jahreshälfte 2016" mit Internet über Satelliten zu versorgen. Dafür werden sie für mehrere Jahre Kapazitäten des in diesem Jahr startenden israelischen Satelliten AMOS-6 buchen.

Facebook All Stats

Bild 1 von 66

Facebook
Am 04. Februar 2004 gründete Mark Zuckerberg, zusammen mit Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin das soziale Netzwerk, das anfangs auf diverse Universitäten in den USA beschränkt war. Was in Harvard klein begann erreichte nach nur einem Jahr bereits eine Million Mitglieder aus 800 Universitäten. Bild: Shutterstock

Damit soll von Facebook und Eutelsat laut einer Pressemitteilung ein großer Teil des westlichen, östlichen und südlichen Afrikas abgedeckt werden. Insgesamt sollen laut dem Telegraph 14 Nationen mit Satelliten-Internet versorgt werden.

Neben der gebuchten Bandbreite benötigen das französische Unternehmen Eutelsat und sein Partner Facebook Gateways und Terminals, um die Versorgung sicherzustellen. Auf Anwenderseite wird Standard-Hardware genügen. Satellitentechnik sei hervorragend geeignet, um Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte mit Breitband zu versorgen, heißt es.

Lies auch: BALD BEI FACEBOOK – ANIMIERTE PROFILBILDER

Eutelsat hat bereits ein Programm, das Satelliten-Internet für Geschäftskunden in afrikanischen Ländern bereitstellt. Dafür nutzt es das Ku-Band, während bei AMOS-6 Ka-Band-Kapazitäten gebucht wurden. Für den Ausbau seiner afrikanischen Aktivitäten will es nun auch eine neue Tochtergesellschaft in London gründen, die sich allein mit Breitband in Afrika beschäftigt. Als ihr Chef ist Laurent Grimaldi vorgesehen, der Gründer und frühere CEO von Tiscali International Network (Tinet).

Für Facebook bedeutet die Partnerschaft eine Fortsetzung der vor zwei Jahren gestarteten Initiative Internet.org, die sich zum Ziel gesetzt hat, die verbleibenden zwei Drittel der Menschheit, die keinen Internetzugang haben, mit erschwinglichen Zugangsdiensten zu versorgen. Die größten Fortschritte machte Facebook hier mit seiner – allerdings umstrittenen – App, die inzwischen Free Basics by Facebook heißt und die eine kostenlose Grundversorgung über gewöhnliche Handynetze liefert.

Lies auch: FACEBOOK – INTERNET FÜR SYRISCHE FLÜCHTLINGE

Zudem hatte Internet.org mit Plänen rund um Drohnen und Satelliten kokettiert. Der Traum vom eigenen Satelliten erwies sich einem Bericht zufolge als nicht realisierbar. Ende Juli konnte Facebooks britisches Connectivity Lab aber die Drohne Aquila vorstellen, die im Rahmen von Internet.org entlegene Regionen mit mindestens 10 GBit/s versorgen soll. Mark Zuckerberg bloggte über „Aquila“: „Sie hat die Flügelspannweite einer Boeing 737, wiegt aber weniger als ein Auto und bleibt monatelang in der Luft.“

Tags :Quellen:EutelsatVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising