Sony will Bildsensoren in eigenen Geschäftsbereich ausgliedern

(Bild: Gizmodo)

Sony hat will seine Halbleitersparte, darunter die erfolgreichen Bildsensoren in ein neues Unternehmen ausliefern. Es wird Sony Semiconductor Solutions (SSS) heißen. SSS wird Forschung und Entwicklung, aber auch den Vertrieb der Halbeiter übernehmen.

Sony Semiconductor Solutions soll seine Geschäftstätigkeit am 1. April 2016 aufnehmen. Sony strukturiert auch bei Akkus und Speicherprodukten um. Akkus werden künftig vollständig von der Sony Energy Devices Corporation betreut, was auch Forschung und Herstellung umfasst.

Die Umstellungen nimmt Sony vor, um den drei Geschäftsbereichen schnellere Entscheidungen und damit schnellere Anpassungen an Trends in ihren Märkten zu ermöglichen, erklärte das Unternehmen. Zugleich werde aus Sicht der Aktionäre mehr Transparenz geschaffen, indem man die Verantwortung für bestimmte Bereiche jeweils bündle.

Im vergangenen Monat hatte Sony-CEO Kazuo Hirai einen Einstieg des Konzerns in den Automarkt nicht ausgeschlossen. Es sei etwa durchaus denkbar, dass Sony eine Partnerschaft mit einem traditionellen Fahrzeughersteller eingehe, erklärte er. Die Entwicklungen im Bereich Elektroautos hätten die Einstiegshürde deutlich gesenkt. Wörtlich sagte er: „Wenn wir grundsätzlich irgendwann glauben, dass wir im Autobereich etwas ausrichten können, dann werden wir uns das ansehen. Wir haben derzeit keine Pläne, aber man soll niemals nie sagen.“

Während die jetzt optimierte Devices-Sparte wesentlich zu Sonys zuletzt gemeldetem Gewinn beiträgt, bleibt Mobile sein Problem. Daran dürfte auch das auf der IFA in drei Varianten vorgestellte Smartphone-Flaggschiff Z5 mit 23-Megapixel-Kamera nichts ändern. Im November beginnt der Verkauf.

Im Februar rückte Sony erstmals ein Aufgabe des Mobile-Geschäfts in den Bereich des Möglichen. Damals wurde eine Profitabilitäsinitiative angekündigt, die Spiele, das Filmstudio Sony Pictures, das Plattenlabel Sony Music und das Bildsensorengeschäft für Smartphones und Digitalkameras in den Mittelpunkt stellte. In einem Atemzug damit erwähnte man Herausforderungen im Mobilbereich, der von „starken Schwankungen und einer extremen Wettbewerbssituation geprägt“ sei. Sony ließ wissen, es werde sich künftig nur noch auf bestimmte Teile des Mobilgerätemarkts fokussieren. Ein Verkauf der Sparte wurde nicht ausgeschlossen, eigentlich aber wolle Sony die Sparte selbst wieder rentabel machen.

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Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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