Notrufzentralen klagen über „Butt Dials“

(Foto: Shutterstock)

Manchmal macht sich das Smartphone selbstständig und wählt in der Hosentasche einfach eine beliebige Nummer. In den USA spricht man wenig charmant von sogenannten "Butt dials" - Anrufe vom Hintern sozusagen. Wenn am anderen Ende der Leitung allerdings die Notrufzentrale ist, klingt "Butt dials" schon wieder weniger lustig.

Eine Studie von Google, die das Unternehmen zusammen mit der Stadt Francisco durchgeführt hat, zeigt: In San Francisco wird jeder fünfte Notruf unbeabsichtigt abgesetzt. In New York waren es im vergangenen Jahr gar 40 Prozent aller Notrufe.

Das Problem: Die Notrufzentralen wissen nicht, ob es sich um einen aus Versehen getätigten Anruf handelt – oder ob der Anrufer möglicherweise das Bewusstsein verloren hat oder aus anderen Gründen nicht mehr mit der Zentrale sprechen kann. Das zu klären, braucht Zeit und frisst Ressourcen.

Eine Lösung für das Problem ist nicht in Sicht, denn das einfache Absetzen von Notrufen per Smartphone ist in vielen Ländern – etwa in Deutschland – verpflichtend: Hier schreibt eine Verordnung vor, dass Notrufe auch dann getätigt werden können, wenn das eigene Handy-Netz nicht erreichbar ist oder man kein Guthaben mehr hat. Eigentlich eine sinnvolle Regelung – gäbe es nicht so viele „Butt dials“.

Tags :Quellen:Süddeutsche

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