Online-Passwortverwaltung LastPass durch LogMeIn übernommen

(Bild: Logmein)

Online-Passwortverwaltung LastPass durch LogMeIn übernommen
LogMeIn übernimmt LastPass. Mit diesem Paukenschlag hat der bisher vor allem für seine Remote-Desktop-Lösung bekannte Anbieter für ziemlich viel Verärgerung bei der Nutzerschaft von LastPass gesorgt.

LogMeIn will mit der Neuerwerbung seine Identity- und Access-Management-Lösungen (IAM) stärken. LogMeIn hatte im vergangenen Jahr mit Meldium ein ähnliches Unternehmen erworben. Die Lösungen sollen nun zusammengeführt werden, wobei vorerst die Produkte beider Unternehmen unabhängig voneinander weitergeführt werden sollen.

Lastpass bietet einen Online-Passwortmanager für Privatanwender als kostenlose und als Premium-Variante an. Letztere kostet pro Jahr 12 Dollar. Zusätzlich umfasst das Angebot der Firma auch Enterprise-Lösungen. Für kleinere Firmen kostet der Dienst pro Anwender und Jahr 24 Dollar. Ab 101 Mitarbeiter sinkt der Preis auf 20 Dollar. Große Unternehmen mit mehr als 1001 Mitarbeiter zahlen 18 Dollar.

Der Ankündigung nach zu folgen, hat LogMeIn langfristig wenig Interesse an den Nutzern des kostenlosen Angebots, sondern ist vielmehr an Kunden und Technologie des Enterprise-Service interessiert. Ihn nutzen nach Unternehmensangaben derzeit über 15.000 Firmen. Weitere hofft man bald dafür gewinnen zu können. Dafür soll auch die verstärkte Nutzung von Cloud-Diensten, Webanwendungen und Apps, für die immer wieder Passwörter benötigt werden und die Gefahren, die mit unsicheren oder mehrfach verwendeten Passwörtern einhergehen, sorgen.

Ob die Gemeinde der Nutzer des kostenlosen Dienstes LastPass auch unter dem neuen Besitzer treu bleibt, darf den ersten Reaktionen auf die Ankündigung auf der LastPass-Website nach zu urteilen, aber ohnehin bezweifelt werden: Sie fallen überwiegend negativ aus und reichen von „Worst news ever“ über „Well that sucks“ bis zu „Are you crazy?“.

Außerdem wird reges Interesse an Alternativen bekundet. Da gibt es vor allem Keepass. Nutzer schätzen daran, dass es sich um Open-Source-Software handelt und damit nicht die Gefahr besteht, dass es von einer einzelnen Firma kontrolliert wird. Eine weitere Alternative ist zum Beispiel Sticky Password. Das von der tschechischen Firma Lamantine Software entwickelte Angebot ist ebenso für private Nutzer wie für kleine Unternehmen konzipiert. Speziell an Smartphone-Nutzer richtet sich der vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informations­technologie SIT entwickelte Passwortmanager Mobilesitter. Er wird für Android und iOS angeboten und kostet jeweils 5,49 Euro.

Tags :Quellen:Mit Material von Peter Marwan, ITespresso
  1. LogMeIn hat mehrfach öffentlich versichert, das am bestehenden Modell von LastPass nichts verändert werden soll. Der Service teilt sich weiter in Free/Premium und Enterprise Kunden. Für Inhaber eines Accounts, egal welcher Kategorie, ändert sich nichts am gewohnten Service. Durch den Zusammenschluss mit LogMeIn hat das Team von LastPass (das sich nicht verändert hat) hingegen die Möglichkeiten Neuerungen und Uptdates zu veröffentlichen, die sich die Infrastruktur und das KnowHow von LogMeIn zu Nutzen machen.

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