Rambus LSS – Das Internet der Dinge lernt Sehen

LSS (Bild: Übergizmo)

Der LSS (Lensless Smart Sensor) von Rambus ist dünn wie ein Haar, soll nur wenige Cent kosten und könnte in Teilbereichen bald ein ernsthafter Konkurrent von teurer Kameraoptik werden. Die Vision: Dank unzähliger LSS-Chips erkennt das Internet der Dinge seine Umgebung - es lernt Sehen. Bahnt sich also eine kleine Revolution an?

Rambus Lensless Smart Sensors

Bild 1 von 18

Rambus (Bild: Übergizmo)
Hier seht ihr den Prototyp einer Drohne mit LSS.

Der Chip hat einen Durchmesser von 55 Mikrometern und ist damit kaum dicker als ein menschliches Haar. Laut Rambus könnte ein Chip in der Massenproduktion nur 15 Cent kosten. Auch die Energieaufnahme ist so gering, dass ein LSS mit einer normalen Knopfbatterie fünf Jahre läuft.

Ein wichtiger Punkt an dem die Entwickler von Raumbus lange gefeilt haben, ist das Auslesen der Daten.  So erkennt der LSS zwar Objekte, doch er ist keine Kamera. Deutlich wird das am Vergleich dessen, was der Sensor tatsächlich sieht und was die Software daraus berechnet. Der hier zu sehende „Blob“ zeigt, was der LSS-Chip wahrnimmt.

Blob (Bild: Rambus)

Der „Blob“ wirkt wie ein verwaschener Nebel mit hellen Flecken. Die Algorithmen der Software entwickeln daraus ein deutlicheres Bild, auf dem sogar der Ehering am Mittelfinger zu erkennen ist. Hier wird deutlich, dass die Software die Linsen einer Kamera ersetzt.

LSS (Bild: Rambus)

 

In Zusammenarbeit mit den Designagenturen frog und IXDS wurden nun in nur vier Wochen verschiedene LSS-Prototypen entwickelt. Sie sollen die theorhetisch unbegrenzten Einsatzgebietete des LSS in praktischen Beispielen näher an tatsächliche Einsatzmöglichkeiten bringen.

Auf Grundlage von Umfragen entschieden sich die Forscher für diese sechs Varianten: Eine Drohne, ein Spielzeugauto, Straßenverkehrüberwachung, Eyetracking, Steuerungssensoren und Sensoren für Passformen.

Hier sind die dazugehörigen Videos, die euch die Prototypen demonstrieren. So bekommt ihr einen Eindruck davon, was mit den LSS alles möglich ist. Unsere Bilder der Prototypen findet ihr in der Bildergalerie am Anfang des Artikels.

Prototyp Eyetracking:

Prototyp Straßenverkehrüberwachung:

Prototyp Drohne:

Damit wird deutlich, wie vielseitig der LSS-Chip einsetzbar ist. Gut denkbar, dass man in Zukunft noch mehr vom LSS hören wird.

Den kompletten Vortrag mit allen Infos und allen Prototypen seht ihr hier (sorry für die schlechte Tonqualität):

 Zusammenschnitt aus dem Vortrag in San Francisco:

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising