Test: Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus

iPhone & (Bild: Übergizmo)

Apple zeigt seine neuen iPhone 6S und iPhone 6S Plus. Sie sind nun schneller, teurer und kommen mit einer besseren Kamera. Größte Neuerung: 3D Touch verwandelt das Display in einen drucksensitiven Button. Was sich am iPhone 6S (Plus) sonst noch verändert hat, erfahrt ihr im Test.

Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus - Die besten Bilder

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APPLE iPhone 6S und 6S Plus (Bild: Übergizmo)

Neben minimalen Veränderungen am Gehäuse, steckt vor allem in den iPhone 6S Modellen neue Technik. Besonders hervorzuheben ist hier das „3D Touch“. Es verwandelt das Display in einen drucksensitiven Button. Zudem verfügen das Apple iPhone 6S und das 6S Plus über den neuen A9-Prozessor, eine höher auflösenden 12-Megapixel-iSight- und 5-Megapixel-FaceTime-Kamera.

iPhone & (Bild: Übergizmo)

 

Preislich liegt das iPhone 6S in der 16-GByte-Version bei 739 Euro (64-GByte-Variante bei 849 Euro und 128 GByte Speicher bei 959 Euro). Das iPhone 6S Plus ist noch etwas teurer mit der 16-GByte-Ausgabe für 849 Euro (64-GByte-Version für 959 Euro und 128-GByte für 1069 Euro)

Design und Verarbeitung

Die iPhone Modelle 6S und 6S Plus sehen ihren Vorgänger sehr ähnlich und auch an den Abmessungen der beiden hat sich so gut wie nichts geändert. Wer sich ein kleines iPhone gewünscht hat, wird enttäuscht.

iPhone 6 (Bild: Übergizmo)

Hinzu kommt, dass sie einen Hauch dicker und etwas schwerer geworden sind. Das iPhone 6S kommt nun auf 7,1 und das 6S Plus auf 7,3 Millimeter (iPhone 6: 6,9 mm, 6 Plus, 7,1 mm). Die kleinere Variante wiegt 143 statt 129 Gramm, und die größere 192 statt 172 Gramm. Dafür ist das Gehäuse aber aus stabilerem Aluminium 7000 gefertigt. Zudem wurde es an anfälligen Punkten verstärkt, womit sich das iPhone 6S und das 6S Plus kaum mehr verbiegen lassen.

Neben den bekannten Farben Gold, Silber und Space Grau sind die neuen iPhones auch in Roségold erhältlich. Auf das sehr rosa aussehende iPhone können sich weibliche Apple-Fans freuen.iPhone & (Bild: Übergizmo)

Display

An der Diagonale und Auflösung des Retina-Displays hat sich beim iPhone 6S und 6S Plus nichts geändert. Das iPhone 6S kommt unverändert mit einem 4,7-Zoll-Display und einer Auflösung von 1334 mal 750 Pixel bei einer Pixeldichte von 326 ppi, das 6S Plus mit 5,5 Zoll und 1920 mal 1080 Bildpunkten bei 401 ppi.

iPhone 6 (Bild: Übergizmo)

Das Highlight ist die von der Apple Watch bekannte Force-Touch-Technologie, die das Unternehmen nun auch in seine iPhone-Modelle integriert hat. Apple nennt seine Bildschirmtechnik auf dem Smartphone offiziell „3D Touch“. Der Touchscreen integriert kapazitive Drucksensoren und arbeitet mit einer neuen Taptic Engine zusammen, wodurch er drei Druckstufen unterscheiden kann. Die drei Druckdimensionen ermöglichen neue Bedienmöglichkeiten und gegeben dem Nutzer haptisches Feedback. Zu den grundlegenden 3D-Touch-Aktionen zählen Quick Actions sowie Peek und Pop.

Lies auch: DIE ERSTEN 19 3D TOUCH SPIELE FÜR DAS IPHONE 6S [GALERIE]

Quick Actions wird von den meisten Apple-Anwendungen unterstützt. Drittanbieter müssen ihre Apps erst um 3D-Touch-Support aktualisieren. Dies haben bereits einige wie Instagram getan, insgesamt ist die Auswahl aber noch überschaubar. Anzumerken ist, dass Nutzer eine App, für die sie das Force-Touch-Update installiert haben, erst einmal starten müssen, damit die Quick Actions funktionieren. Sollte eine App keinen Support für die Quick Actions bieten, wird der Smartphone-Besitzer bei einem Druck auf das App-Icon durch Vibrationen darauf hingewiesen.

iPhone 6 (Bild: Übergizmo)

Während die Quick Actions dazu dienen, dass Nutzer schneller verschiedene Aktionen vom Homescreen aus ausführen können, sorgen Peek und Pop dafür, dass Anwender Aufgaben schneller innerhalb von Anwendungen erledigen können.

3D Touch ist durchaus hilfreich und hat großes Potential, das es aber bislang noch nicht voll ausschöpfen kann. Die 3D-Touch-Aktionen beschränken sich im Grunde auf die Quick Actions auf den Home Screen und Peek und Pop.

Leider liegt es auch meist in der Hand der App-Entwickler, welche Shortcuts in den Quick-Actions-Menus zur Verfügung stehen. Zudem gibt es aktuell noch nicht allzu viele Apps, die 3D-Touch-Support bieten.

iPhone 6 (Bild: Übergizmo)

Abgesehen von den iOS-Anwendungen wie Messages, Mail, Maps oder Safari haben nur einige größere App-Entwickler Apples neue Funktion in ihre Anwendungen integriert. Facebook, Instagram, Dropbox, Pinterest, Evernote oder Shazam nutzen aber beispielsweise schon 3D Touch.

In Zukunft darf man sich aber sicherlich auf smartere 3D-Touch-Menüs und vielfältigere Anwendungen freuen, die das Feature nutzen. 3D Touch kann beispielsweise auch in Spielen Verwendung finden. In das Rennspiel AG Drive von Zorg ist die Technologie schon eingebunden. Hier wird es zum Beispiel genutzt, um ein analoges Gaspedal zu simulieren. Bis 3D Touch weiter verbreitet ist, dürfte es aber noch etwas dauern.

Kamera

Apple hat die Auflösung der iSight- und FaceTime-Kamera erhöht. Diese hatte es zuletzt im iPhone 4S angehoben, das im Jahr 2011 auf den Markt kam. Bei der Hauptkameras setzt Apple beim iPhone 6S auf einen 12-Megapixel-Sensor. Außerdem ist jetzt eine 5-Megapixel-FaceTime-HD-Kamera mit Retina Flash an Bord, der das Display als True-Tone-Blitzlicht nutzt.

APPLE iPhone 6S (Bild: Übergizmo)

Dank höherer Auflösung gelingen dem iPhone 6S schärfere Bilder als dem Vorgänger. Im Vergleich mit höher auflösenden Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S6 zieht es aber immer noch in Sachen Details den Kürzeren. Dafür besticht es mit natürlichen Farben und hellen Fotos.

Eine noch deutlichere Verbesserung lässt sich bei der 5-Megapixel-FaceTime-HD-Frontkamera feststellen. Die Aufnahmen sind merklich schärfer als zuvor und dank des „Retina Flash“ wird man auch beim Selfie bei schlechten Lichtverhältnissen gut genug ausgeleuchtet, ohne dabei gleich blind zu werden. Der Retina Flash hellt einfach das Display kurzzeitig auf. Die Displaybeleuchtung wird damit schlicht und einfach als Blitzersatz genutzt.

Live Photos

APPLE iPhone 6S (Bild: Übergizmo)

Das neue Kamera Feature „Live Photos“, ergänzt normale Fotos mit Videoaufnahmen. Bei Live Photos werden unmittelbar bevor und nachdem das Foto geschossen wurde Aufnahmen gemacht. Mit einem festen 3D-Touch-Druck auf das Foto kann man auf „lebende Erinnerung zurückgreifen“, statt nur auf einen einzigen Moment.

Mit nur einem festen 3D-Touch-Druck auf das Foto kann man dann sozusagen auf „lebende Erinnerung zurückgreifen“, statt nur auf einen einzigen Moment. Außerdem verfügt das iPhone 6S über eine 12-Megapixel Kamera auf der Rückseite mit der es möglich ist 4K-Videos (3840 x 2160 Pixel) zu drehen.

Hardware

Das “S“ der neuen iPhones steht für „Speed“, also Geschwindigkeit. Diese hat Apple bei den neuen Smartphones in verschiedenen Bereichen erhöht. Im iPhone 6S und 6S Plus kommt Apples neuer A9-Prozessor, ein doppelt so großer Arbeitsspeicher, schnelles WLAN und LTE sowie ein flotterer Touch-ID-Sensor zum Einsatz.

APPLE iPhone 6S (Bild: Übergizmo)

Die wird beim Entsperren des iPhones mittels Touch-ID deutlich. Esist jetzt so schnell, dass man kaum den Lockscreen dabei sieht. Bei mehreren geöffneten Anwendungen gleichzeitig, läuft das System dank mehr Power deutlich reibungsloser.

Apples neue A9-CPU zeigt ihre Power auch in Benchmark-Tests. Apples Prozessor ist zumindest bei Single-Core-Anwendungen deutlich schneller als die Konkurrenz. Im Single-Core-Test des Geekbench 3, der die Rechenleistung eines einzelnen CPU-Kerns ermittelt, schaffte das iPhone 6S und 6S Plus 2527 respektive 2403 Punkte. Das Galaxy S6, das von Samsungs Exynos-5433-Prozessor angetrieben wird, kam beispielsweise nur auf 1371 Punkte.

Akku

Ein Bereich, der sich beim iPhone 6S leider nun schon im zweiten Jahr nicht verbessert hat, ist die Akkulaufzeit. Die Akkukapazität hat Apple bei seinen neuen Smartphones sogar reduziert, was aber nicht in einer kürzeren Laufzeit resultiert – aber eben auch nicht in einer längeren.

APPLE iPhone 6S (Bild: Übergizmo)

Bei intensiver Nutzung und gekoppelter Apple Watch muss das iPhone 6S häufig noch vor dem Abend an die Steckdose. Das iPhone 6S Plus schafft wie schon im letzten Jahr einen ganzen Tag ohne Stromzufuhr.

Bei der Video-Wiedergabe hat das iPhone 6S  im Flugmodus 10,5 Stunden durchgehalten. Das entspricht ungefähr dem Wert des iPhone 6 mit iOS 8 aus dem letzten Jahr. Im Alltag machen sich Apples neue Energiesparmodi aber bemerkbar.

Fazit

Die neuen iPhones sind unterm Strich an zahlreichen Stellen optimiert worden. Das iPhone 6S und 6S Plus ist in vielen Bereichen schneller und wurde mit besseren Kameras ausgestattet.

Die größte Neuerung ist das drucksensitive 3D-Touch-Display, das neuartige Bedienmöglichkeiten erlaubt. Bislang ist die Auswahl an kompatiblen Dritt-Anbieter-Apps aber noch überschaubar.

Zudem haben sich die Akkulaufzeit und das Design nicht verändert, womit iPhone-6-Besitzer nicht unbedingt upgraden müssen. Wer allerdings noch ein älteres iPhone besitzt, der dürfte viele Gründe für einen Kauf des neuen iPhone 6S finden.

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Pro/Con

plus Leistungsstärkerer A9-Prozessor

plusFlotteres WLAN

plusSchnellerer Touch-ID-Sensor

plusStabileres Aluminium-Gehäuse

plusBessere iSight- und FaceTime-Kamera

plusDrucksensitives 3D-Touch-Display

minusAkkulaufzeit hat sich nicht verbessert

minusKein optischer Bildstabilisator für 6S (nur 6S Plus)

Tags :Quellen:Cnet.deVia:Anja Schmoll-Trautmann und Christian Schartel

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