Erste modulare Smartwatch in unter einer Stunde über Kickstarter finanziert

(Bild: Blocks Wearables).

Die erste modulare Smartwatch für das iPhone und Android hat sein Finanzierungssziel von 250.000 Dollar in kürzester Zeit erreicht. Inzwischen haben die Kickstarter-Kampagne rund 1950 Backer mit über 550.000 Dollar unterstützt. Ab gut 200 Dollar gibt es die Baukasten-Smartwatch Namens Blocks zu kaufen. Die ersten Exemplare will der Hersteller im Mai 2016 ausliefern.

Blocks: Modulare Smartwatch für iOS und Android

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Blocks Übersicht

18 Monate hat die Entwicklung der ersten modularen Smartwatch von Blocks Wearables gedauert. Jetzt kann die Uhr über Kickstarter bestellt werden. Das besondere daran ist, dass sie sich über verschiedene Armband-Module mit zusätzlichen Funktionen wie einem Ersatzakku, NFC oder GPS je nach Wunsch erweitern lässt. Die einzelnen Module werden einfach anstatt eines herkömmlichen Armbandes an die Basiseinheit gesteckt. Sie bilden in Kombination mit einem Verschlusselement dann wiederum selbst das Armband der Smartwatch.

Der Kern der Blocks-Uhr enthält die grundlegende Technik und kommt mit einem wasserdichten Kunststoffgehäuse sowie einem runden Farb-Touchscreen mit 1,35 Zoll und 360 mal 360 Pixel. Angetrieben er wie die meisten Android-Wear-Modelle von einem Snapdragon-400-Chip von Qualcomm samt 512 MByte RAM. Für System und Daten stehen wie üblich 4 GByte Speicher zur Verfügung. Der Akku des Kerns hat eine Kapazität von 400 mAh und soll die Uhr für durchschnittliche 1,5 Tage mit Strom versorgen.Außerdem sind ein Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop für das Erfassen von Aktivitäten an Bord. Ein Mikrofon erlaubt eine Sprachsteuerung und ein Vibrationsmotor haptisches Feed. Zur Verbindung mit dem Smartphone oder einem WLAN-Netz sind Bluetooth 4.1 LE und WLAN 802.11 b/g/n integriert. Ist der Kern mit einem Mobilgerät gekoppelt, erhalten Anwender wie üblich Benachrichtigungen auf der Uhr.

(Bild: Blocks Wearables).

Wem diese Standard-Funktionen des Blocks-Core nicht ausreichen, kann die Uhr durch die verschiedenen ansteckbaren Modulen erweitern. Dabei stellt ein Modul jeweils ein Element des Armbandes dar. Die ersten geplanten Module erweitern die Blocks-Smartwatch um einen zusätzlichen Akku, einen Herzfrequenzsensor, ein GPS-Modul, NFC oder Sensoren zum Messen der Temperatur, der Höhenmeter oder des Luftdrucks. In einer zweiten Phase sollen ein Mobilfunkmodul, ein Fingerabdruckscanner, eine LED-Taschenlampe oder ein programmierbarer Button angeboten werden, die bereits in Entwicklung sind. Darüber hinaus sind weitere Module denkbar. Blocks Wearables will in Kürze ein Entwickler-Kit herausgeben, mit dem auch Dritt-Anbieter Module herstellen können. Denkbar wären beispielsweise ein Kamera- oder zusätzliches Speichermodul sowie Sensoren für Stresslevel oder Luftqualität.

(Bild: Blocks Wearables).

Die Module lassen sich auch während dem Betrieb tauschen, ohne dass die Smartwatch neugestartet werden muss. Geht der Batterie der Saft aus, lässt sich beispielsweise einfach ein Modul mit einem zusätzlichen Akku anstecken.

Das Blocks-Smartwatch ist kompatibel zum Apple iPhone sowie Android-Smartphones. Voraussetzung ist mindestens ein iPhone 4S mit iOS 8 oder Android 4.0 und höher. Windows Phone wird aktuell nicht unterstützt, wäre aber für die Zukunft denkbar. Als Software kommt offenbar ein proprietäres Betriebssystem des Herstellers zum Einsatz. Über die bereits zum Start erhältliche Companion-App für iOS und Android können Nutzer die Zifferblätter der Uhr personalisieren und die Benachrichtigungen anpassen.

(Bild: Blocks Wearables).

Anwendungen für die Uhr sollen Anwender künftig über die Begleit-App aus einem eigenen App Store herunterladen können. Ein SDK für Entwickler soll für eine größere Auswahl an Apps sorgen. Wie viele Anwendung anfangs zur Verfügung stehen werden, das bleibt allerdings offen. Blocks Wearables plant auch, die Armband-Module über den Store zu verkaufen. Nutzer sollen außerdem die Möglichkeit haben, alte Module einzutauschen.

Für 195 Dollar erhalten Backer nur den Core inklusive eines herkömmlichen Armbandes ohne Zusatzfunktionen. Für 275 Dollar legt der Hersteller vier Module bei, die sich Käufer selbst aussuchen können. Frühbucher erhalten die modulare Uhr ​​zu einem etwas niedrigeren Preis. Zudem gibt es noch ein limitiertes Premium-Modell mit Gravur und Seriennummer.

Verschiedene Größen gibt es nicht. Das Armband lässt sich dank des Stecksystems aber für die Breite des Handgelenks anpassen. Ein Armband mit vier Modulen und einem Verschlusselement soll für Anwender mit einem Umfang von mehr als 150 Millimeter passend sein. Kunden mit kleineren Handgelenken lassen einfach ein Element weg und nutzen nur drei.

Wie üblich sollten Förderer bedenken, dass es bei Schwarmfinanzierungen nicht sicher ist, dass Produkte pünktlich geliefert werden und überhaupt das Versprochene halten. Wir erinnern an die Hot Watch.

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