Hauchdünnes Toshiba dynaPad N72 mit 12-Zoll-Display als Surface-Alternative

(Bild: Toshiba)

Toshibas dynaPad N72 ist ein Windows-10-Tablet, das sich als Alternative zum Microsoft Surface anbietet und nur 6,9 mm dick ist. Das Gerät sogar leichter als das iPad Pro und das Surface Pro.

Toshiba hat mit dem dynaPad N72 ein Tablet mit Windows 10 und Stiftbedienung vorgestellt, das über die beigelegte Tastatur auch als PC nutzen lässt und damit in direkte Konkurrenz mit dem Surface Pro und dem iPad Pro tritt.

Das Tablet mit 12 Zoll großem Display kostet in Japan umgerechnet 880 Euro, soll aber auch hierzulande im ersten Quartals 2016 auf den Markt kommen. Einen Preis für Deutschland hat Toshiba bisher aber nicht verraten.

Im Tablet-Modus misst das dynaPad 29,94 x 20,3 Zentimeter bei einer Höhe von 6,9 Millimeter. Mit 569 Gramm ist es etwas leichter als das Surface 3 von Microsoft mit 622 Gramm, das nur über einen 10,9 Zoll großen Bildschirm verfügt. Gewichtsvorteile zeigen sich auch gegenüber dem iPad Pro, das mit 12,9-Zoll-Screen 713 Gramm wiegt. Wie das iPad Pro und anders als das Surface 3 besitzt es keinen Standfuß.

Das im Lieferumfang enthaltene Tastaturdock lässt sich über Magneten am Tablet befestigen und soll das Schreiben dank eines Neigungswinkels von 120 Grad und eines Tastenanschlag von 1,5 Millimetern komfortabel gestalten. Mit Tastatur wiegt das Gerät 996 Gramm.

Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Stylus-Pen können Anwender handschriftliche Notizen oder Skizzen erstellen. Er verfügt über 2048 Druckstufen und erkennt, ob der Anwender beim Schreiben stark oder leicht mit dem Stift aufdrückt. Zudem erlaubt das Display die Auflage des Handballens während des Schreibens, ohne dass Anwendungen unabsichtlich ausgelöst werden. Der Stylus-Pen lässt sich über eine Haltevorrichtung am Tablet befestigen.

Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz. Zahlreiche Toshiba-Apps wie beispielsweise TruNote, TruCapture, TruRecorder, TruNote Clip und TruNote Share sind bereits vorinstalliert und sollen das Archivieren, Organisieren, Aufnehmen sowie Weiterleiten und Teilen von Notizen, Bildern oder Dateien vereinfachen. Ob Sprachaufnahmen eines Meetings, Erfassung eines Textes als Foto oder handschriftlicher Notizen, die Apps ermöglichen es, Inhalte nahtlos in E-Mails oder PowerPoint Präsentationen zu integrieren und auf multiple Endgeräte zu übertragen. Das dynaPad ist sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet. Apps wie TruNote passen sich beispielsweise automatisch dem individuellen Schreibstil an.

Das Tablet ist mit einem WUXGA+-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1280 Bildpunkten bei einem Seitenverhältnis von 3:2 ausgestattet und verfügt über eine Anti-Reflexionsbeschichtung, die Spiegelungen reduzieren soll. Durch eine zusätzliche Doppelbeschichtung soll das Display darüber hinaus gegenüber störenden Fingerabdrücken unempfindlich sein. Das Panel ist außerdem durch Cornings Gorilla Glass 3 geschützt. Auf der Rückseite ist eine 8-Megapixel-Kamera verbaut, auf der Vorderseite eine 2-Megapixel-Kamera für Selfies und Videotelefonate.

Angetrieben wird das Tablet von einem passiv gekühlten Intel-Atom-Quadcore-Prozessor X5-Z8300 mit 1,44 GHz Takt (Turbo 1,84 GHz), dem 4 GByte RAM zur Seite stehen. Damit dürfte es etwas langsamer arbeiten als das Surface 3, das mit einem 1,6 GHz schnellen Atom x7-Z8700 ausgestattet ist. Der wahlweise 64 oder 128 GByte große interne Speicher lässt sich mithilfe von MicroSD-Karten erweitern.

Die Datenkommunikation kann per WLAN 802.11 a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.1 erfolgen. Ein LTE-oder ein UMTS-Modul enthält das Gerät nicht. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller 7 Stunden. An Anschlussmöglichkeiten stehen am Tablet selbst eine Kopfhörer-Buchse, 2 Micro-USB-2.0-Anschlüsse und ein Micro-HDMI-Ausgang zur Verfügung. Für den Sound sind zwei Stereolautsprecher integriert, zudem verfügt das Tablet über zwei Mikrofone.

Das Tablet ist mit einem goldfarbenen Karbongehäuse ausgestattet. Die gummierte Unterseite soll dafür sorgen, dass das Gerät beim Schreiben nicht verrutscht. Die Tastatur schützt das Display beim Transport.

Tags :Quellen:Mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, CNET.de
  1. Die Anti-Reflexionsbeschichtung ist für ein Tablet bzw- Notebook mit Touchdisplay ein echter Vorteil. Dann spiegelt es draußen auch weniger.
    Der Prozessor mag energiesparend und quasi kühleros sein, aber wieviel Leistung kann hier geboten werden?

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