Außerirdische Zivilisation: Kepler entdeckt Anzeichen

(Bild: T. Pyle, JPL-Caltech, NASA)

Das Weltraumteleskop Kepler sucht nach extrasolaren Planeten. Nun spekulieren Astronomen über entdeckte Strukturen, welche Anzeichen einer außerirdischen Zivilisation sein könnten.

Jahrelang beobachtete Kepler systematisch über 150.000 Sterne um Exoplaneten ausfindig zu machen. Dabei haben mehrere Teilnehmer des Projektes Planet Hunters einen besonderen Kandidaten namens KIC 8462852 als „interessant“ und „bizarr“ markiert. Grund dafür sind die heftigen Helligkeitsschwankungen. In einem wissenschaftlichen Paper wurden die genaueren Untersuchungen dazu veröffentlicht.

Hinweis: Helligkeitsschwankung

Ein dem Stern zuzuordnender Planet würde dem Weltraumteleskop als ein Helligkeitsabfall von rund einem Prozent auffallen. In diesem speziellen Fall vom Stern KIC 8462852 beträgt er bis zu 22%. Das ist eine Größenordnung, welche sich auf einfache Weise nur dadurch erklären ließe, wenn sich um den Stern ein riesiger Trümmerhaufen in vorm einer Scheibe befände.  Dies nennen Astronomen die protoplanetare Scheibe. Für die Ausbildung eines solchen Phänomens sei der Stern allerdings viel zu alt. längst hätten sich die Trümmer aus dieser Scheibe durch die Gravitation zu weinigen Planeten geformt.

(Bild: Boyajian et al.)

Die Helligkeitsschwankungen. 15% (Peak mitte), 22% (Peak rechts) (Bild: Boyajian et al.)

Außerirdische Spezies könnte Grund sein

Die Möglichkeit, dass eine hochentwickelte außerirdische Zivilisation beziehungsweise Spezies durch die Erschaffung einer solchen Megastruktur zum Beispiel solare Energie von diesem Stern bezieht, sei in diesem Fall nicht grundsätzlich abzulehnen. Zwar sei es immer noch wahrscheinlicher, dass der Effekt der Helligkeitsschwankung durch andere natürliche Vorgänge zu erklären sei, dennoch darf man laut dem Astronomen Jason Wright genau solche Anzeichen wie dieses von außerirdischen Zivilisationen erwarten. Aus diesen Gründen werde nun auch diese Hypothese geprüft. Im Januar 2016 könnte man nach weiteren Hinweisen auf technische Aktivität suchen.

Tags :Quellen:Boyajian et al.Via:heise

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