Facebook will Nutzer vor staatlichen Hackangriffen warnen

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Wenn Facebook meint, ein Staat versuche die Konten seiner Mitglieder zu hacken, will das Unternehmen künftig seine Nutzer zeitnah warnen. Denkbar sind geheimdienstliche Maßnahmen, die sich gegen einzelne Nutzer oder Gruppen richten. Facebook will dann die Zwei-Faktor-Authentifizierung als Gegenmaßnahme anbieten.

Es klingt zunächst etwas großspurig: Facebooks Chief Security Officer Alex Stamos will künftig Nutzer über vermeintliche staatliche Hackerangriffe informieren. Soll das eigene Konto unter Beschuss geraten, wird der Nutzer nach den Worten von Stamos gewarnt. Der Warnhinweis soll den Nutzer dazu bringen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Das ist die einzige Gegenmaßnahme, die Facebook in petto hat. Der Nutzer registriert seine Mobiltelefonnummer und erhält dann beim Anmeldevorgang per SMS einen Zugangscode, mit dem er sich einloggen kann.

„Wir haben uns entschlossen, diese zusätzliche Warnung anzuzeigen, wenn wir einen starken Verdacht haben, dass ein Angreifer im Auftrag einer Regierung handelt. Wir tun dies, weil diese Angriffe meist weiter fortgeschritten und gefährlicher sind als andere. Wir ermutigen Betroffene, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um alle ihre Online-Konten abzusichern“, so Stamos.

Facebook verrät allerdings nicht, woran genau es einen staatlichen Angriff auf einen bestimmten Nutzer erkennt. Allerdings gibt es eine Reihe bekannter Malware, die wahrscheinlich von staatlich unterstützten Hackern entwickelt wurde. Beispiele dafür sind das mutmaßlich von den USA entwickelte Stuxnet, Duqu und DarkSeoul aus Nordkorea, ShadyRAT aus China und The Dukes aus Russland.

„Um die Integrität unserer Methoden und Verfahren zu schützen, werden wir oft nicht in der Lage sein, zu erklären, wie wir bestimmte Attacken bestimmten Angreifern zuordnen können“, erklärt Stamos. „Gleichwohl wollen wir diese Warnung nur in Fällen aussprechen, in denen Beweise unsere Schlussfolgerung ausreichend stützen.“

Die Hackerwarnung ist die jüngste einer Reihe von Sicherheitsinitiativen bei Facebook. Sie ergänzt etwa die Sicherheitsüberprüfung und die in Kooperation mit Antivirenherstellern angebotenen Online-Malware-Scanner.

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Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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