iOS 9 knackt nach rund einem Monat die 60 Prozentmarke

iOS 9 (Bild: Apple und Shutterstock)

Schon nach vier Tagen lief  iOS 9 auf 50 Prozent der Apple iPhones, iPads und iPods Touch. Rund einen Monat nach dem Software-Update verfügen über 60 Prozent der Apple-Nutzer über das neue Betriebssystem. Damit verbreitet es sich schneller als der Vorgänger - Tendenz ist steigend.

Apple iPhone 6S und iPhone 6S Plus - Die besten Bilder

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APPLE iPhone 6S und 6S Plus (Bild: Übergizmo)

Apple hat eine Statistik über den Einsatz von iOS 9 auf Mobilgeräten veröffentlicht. iOS 9 läuft laut Apple schon auf 61 Prozent der Mobilgeräte. Damit verbreitet es sich schneller als der Vorgänger. Die Statistik beruht auf Geräten, die am 19. Oktober mindestens einmal im App Store aktiv waren. Zu den Apple Mobilgeräten gehören alle iPhones, iPads und die iPods Touch.

Laut Apple weist das iOS 9 die höchste Wachstumsrate aller bisherigen iOS-Versionen auf. Denn es wurde am 16. September veröffentlicht und übersprang schon vier Tage später die 50 Prozent Hürde.

iOS 9 verbreitet sich stetig unter den Apple-Nutzern. Am 5. Oktober lag der Anteil von iOS 9 auf iPhones, iPads und iPods Touch noch bei 57 Prozent. Jetzt werkelt iOS 9 schon in über 61 Prozent der Geräte.

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In Apples offizieller Statistik sind nicht nur auf iOS 9 aktualisierte Geräte, die sich schon mit dem App Store verbunden haben eingeschlossen. Auch die neuen iPhones und iPads, die bereits ab Werk mit dem aktuellen Betriebssystem ausgestattet sind, gehören dazu.

Daraus lässt sich schließen, dass iOS 8 auf ungefähr 30 Prozent aller erfassten iDevices zum Einsatz kommt. Der harte Kern von früheren Ausgaben des Betriebssystems hält sich mit einem Anteil von 9 Prozent.

Apple iPods 2015 (Bild: Apple via MacRumors)

Zum Vergleich wie schnell sich iOS 9 verbreitet sehen wir uns mal die Zahlen des Vorgängers iOS 8 an. IOS 8 stand am 17. September 2014 zu Download bereit und vier Tage später lief es auf 46 Prozent der Geräte. Also auf 4 Prozent weniger als das iOS 9. Auch bei der 50 Prozentmarke läuft iOS 9 auf der Überholspur, denn iOS 8 brauchte dafür einen ganzen Monat. Fest steht also, dass sich iOS 9 schneller verbreitet als sein Vorgänger.

Tendenziell entsprechen Apples aktuelle Zahlen zur iOS-Verbreitung den Ergebnissen unabhängiger Messungen. Mixpanel stellte am Montag sogar einen etwas höheren Verbreitungsgrad von 64,7 Prozent für iOS 9 fest. Fiksu wies zum gleichen Zeitpunkt 61,8 Prozent aus.

Wie iOS 8 machte auch iOS 9 zum Start teils schwerwiegende Probleme. Diese wirken sich wahrscheinlich negativ auf die Verbreitung aus, weil vorsichtige Nutzer erstmal abwarten, bis Apple die gröbsten Fehler behoben hat. Inzwischen sind drei Updates für die jüngste iOS-Version erschienen.

(Bild: Apple)

iOS 9.0.1 beseitigte unter anderem den sogenannten Slide-to-Upgrade-Bug, der dazu führte, dass Nutzer nach einem Upgrade auf iOS 9 den Setup-Assistenten nicht abschließen konnten. Mit iOS 9.0.2 schloss Apple eine Zero-Day-Lücke, die trotz aktiver Gerätesperre alle auf einem iPhone gespeicherten Fotos und Kontakte preisgab. Das gerade erst erschienene iOS 9.1 beseitigt weitere 49 Schwachstellen, von denen zwei vom chinesischen Pangu Team für einen Jailbreak ausgenutzt wurden. Zudem verbessert das erste größere Update für iOS 9 die Funktionen Live Photos, Kalender, Mail sowie Game Center und liefert über 150 neue Emojis.

Im Vergleich zu Android stellt ein Verbreitungsgrad von gut 60 Prozent einen Monate nach Einführung einer neuen Betriebssystemversion einen exzellenten Wert dar. Das vor knapp einem Jahr eingeführte Android 5.0 Lollipop kommt laut Googles jüngster Statistik heute erst auf knapp einem Viertel aller Android-Geräte zum Einsatz (23,5 Prozent zum 5. Oktober 2015). Seit Anfang des Monats ist sogar schon der Nachfolger Android 6.0 Marshmallow für viele Nexus-Geräte verfügbar, zu dessen Marktanteilen aber noch keine offiziellen Zahlen vorliegen.

(Screenshot: Übergizmo)

Hauptgrund für die langsamere Verbreitung von Android dürfte der im Vergleich zu Apples iOS deutlich komplexere Update-Prozess sein. Denn im Fall von iOS kontrolliert Apple sowohl die Hardware als auch die Software und damit den gesamten Update-Prozess von Anfang bis Ende. Bei Android stellt Google hingegen nur die Updates für sein Betriebssystem bereit. Gerätehersteller und Mobilfunkanbieter müssen jede neue Version zunächst testen und für ihre Geräte zulassen, außerdem haben sie alle ihre eigenen Zeitpläne und Fristen. Ferner hat Apple lediglich zwei ähnliche iOS-Produkte im Angebot – das iPhone und das iPad (drei, wenn man den iPod Touch noch dazuzählen will).

Der Android-Markt umfasst hingegen unzählige Smartphones und Tablets von vielen verschiedenen Herstellern. Immerhin werden Sicherheitsupdates seit Sommer 2014 über die Google Play Dienste ausgeliefert und erreichen damit alle sechs Wochen nahezu alle Android-Telefone.

Tags :Quellen:Mit Material von Larry Dignan, CNET.comVia:Mit Material von Björn Greif, ZDnet.de

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