Huawei überrundet Xiaomi bei Smartphones

(Bild: Huawei)

Der Machtkampf um den chinesischen Mobilfunkmarkt geht weiter. Nun hat es Huawei geschafft, Xiaomi zu übertrumpfen und verkauft nun im Reich der Mitte die meisten Smartphones. Bei Xiaomis gingen die Stückzahlen zurück, bei Huawei stiegen sie im Jahresvergleich um 81 Prozent.

Bewegung im chinesischen Smartphonemarkt: Huawei hat es geschafft, den bisherigen Platzhirsch Xiaomi zu übertrumpfen. Die zahlen stammen von IHS iSuppli. Huawei konnte in den ersten drei Quartalen 27,4 Millionen ausliefern, während Xiaomi auf nur 18,5 Millionen Smartphones kam.

Die Analysten von Canalys kommentieren, dies sei „eine bemerkenswerte Leistung, insbesondere im Kontext eines zunehmend halsabschneiderischen, reifen chinesischen Smartphonemarkts“. Xiaomi stehe „unter gewaltigem Druck, sein Wachstum als internationaler Anbieter aufrechtzuerhalten, während es in seinem wichtigen Heimatmarkt nachlässt.“

IHS zufolge hat Xiaomi in den ersten neuen Monaten 2015 nun insgesamt 53,2 Millionen Smartphones abgesetzt. Damit scheint das fürs Gesamtjahr ausgegebene Ziel von 80 Millionen Geräten kaum noch erreichbar: Es müsste dazu im Weihnachtsquartal weltweit 26,8 Millionen Smartphones verkaufen.

Diese Woche hatte Xiaomi allerdings erstmals Pläne für einen Markteintritt in den USA öffentlich gemacht. President Bin Lin sagte, man werde dort möglicherweise das Mi Note und Mi Note Pro anbieten. Zuletzt war Xiaomi nach Brasilien gegangen, wo es nach anfänglichen Flash-Sales inzwischen in einen Regelbetrieb mit Rund-um-die-Uhr-Verkauf übergegangen ist.

Brasilien ist zugleich die Heimat von Hugo Barra, der das internationale Wachstum des chinesischen Herstellers verantwortet. Ihm zufolge könnten Vietnam und Thailand als nächste Märkte folgen. Konkrete Angaben dazu gibt es noch nicht. Xiaomis Konzentration gilt derzeit vor allem Indien, dessen Wachstum China in den Schatten stellt. Xiaomi-CEO Lei Jun hat daher das Ziel ausgegeben, bis 2020 zum führenden Smartphone-Anbieter in Indien zu werden.

Tags :Quellen:Zdnet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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