LG Watch Urbane im Test [Video]

(Bild: Übergizmo)

LG erkennt den Smartwatch Trend der letzten Monate und trimmt seine LG Watch Urbane auf edel. Sie kommt im Vergleich zu ihrem Vorgänger in einem etwas schmaleren Edelstahl-Gehäuse im Retro-Design und versteht WLAN – das war es auch schon fast mit den Unterschieden. Ob sich der Kauf der LG Watch Urbane dennoch lohnt, soll dieser Test klären.

LG Watch Urbane

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LG Watch Urbane-17

„Erster!“, jubelten vermutlich die LG-Verantwortlichen im koreanischen Hauptquartier, als sie Mitte 2014 die LG G Watch zeigten. Immerhin war die LG G Watch die erste Smartwatch mit dem heiß ersehnten Wearable-Betriebssystem Android Wear. Bei uns fiel die LG G Watch im Test durch, hier erfährst du warum. Hastig von LG innerhalb von drei Monaten zusammengeschustert, wirkte die LG G Watch wie der Schnellschuss, der er auch war.

Nur vier Monate später verwandelte LG diesen „Fail“ in einen „Win“. Die damals frische LG G Watch R schraubte an allen Punkten, die uns an der LG G Watch missfielen. Sie überzeugte uns dank schickem Design, toller Verarbeitung, einem runden und klaren Display und leicht besserer Akkulaufzeit. Im ausführlichen Test der LG G Watch R kannst du alle Details nachlesen.

LG Watch Urbane im ausführlichen Videotest:

Nochmal etwa vier Monate später zum MWC 2015 zeigt LG zwei weitere Smartwatch-Modelle: Die LG Watch Urbane LTE und die LG Watch Urbane. Die Smartwatch mit dem langen Namen LG Watch Urbane LTE bringt viele spannende neue Features: Ohne Android Wear, dafür aber mit eigenem Mobilfunkmodem ließ sie zahllose Geek-Herzen schneller schlagen. Hier findest du alle Infos und ein Hands On Video zur LG Watch Urbane LTE.

Ein pikantes Detail noch am Rande: Auch acht Monate nach der Präsentation kann man die LG Watch Urbane LTE nicht kaufen. Dennoch arbeitet LG vermutlich schon an einem Nachfolger. Hier findest du alle Infos zur LG Watch Urbane LTE 2.

Die uns vorliegende LG Watch Urbane dagegen kann seit wenigen Wochen für etwa 240 Euro erworben werden. Dafür hält sich hier leider der Innovationswillen in Grenzen. Die neue Smartwatch ist schicker als ihr Vorgänger und kommt mit WLAN. Das war’s, große Änderungen gibt es im Vergleich zur LG G Watch R nicht. Außer, dass sie deutlich günstiger ist. Der Vorgänger LG G Watch R kommt zu einem Internetpreis von über 300 Euro – also 60 Euro mehr als die neuere Generation. Übrigens wurde auch hier bereits ein Nachfolger angekündigt und der klingt mal richtig spannend.

(Bild: Übergizmo)

Links die LG G Watch R (mit LG-fremden Armband), rechts der Nachfolger LG Watch Urbane.

LG Watch Urbane Optik & Verarbeitung

Hat sich technisch in der Android Wear Smartwatch Welt wenig getan, bewegt sich das Design mit großen Schritten in Richtung Luxus. Das fällt besonders deutlich auf, wenn man die LG Watch Urbane mit der nur acht Monate älteren LG G Watch vergleicht. Fühlte man sich damals, als ob man sich einen kleinen Computer um das Handgelenk schnallt, wirkt die LG Watch Urbane eher wie eine klassische Uhr.

Das Metallgehäuse der uns vorliegenden silbernen Version steht im Punkt Verarbeitung einer teuren, mechanischen Uhr in nichts nach. Zwei Wochen wurde die LG Watch Urbane am Handgelenk getragen und glänzt immer noch wie am ersten Tag. Kleinere Kratzer gehören hier jedoch dazu.

(Bild: Übergizmo)

Hier sind die Aussparungen für die zwei kleinen Mikrofone zu erkennen.

Das schwarze 22 Millimeter Lederarmband wurde an den Rändern effektvoll mit einem weißen Faden abgenäht. Im Vergleich mit anderen Lederarmbänder wirkt es recht hart, es lässt sich dennoch angenehm tragen. Gewünscht hätten wir uns einen Schnappverschluss wie er bei Basis Peak (hier gehts zum Test), Huawei Watch oder Pebble Time (hier gehts zum Test) zu finden ist. Damit lassen sich Armbänder leichter wechseln.

(Bild: Übergizmo)

Das recht harte Leder wird schnell weich.

Etwas enttäuscht waren wir von der Rückseite der LG Watch Urbane. Die besteht nämlich nicht wie einige Konkurrenzprodukte aus Edelstahl, sondern aus Plastik. Die Urbane ist nach IP67-Norm wasserdicht.

(Bild: Übergizmo)

Die Rückseite besteht leider fast nur aus Plastik.

Display

Das runde von Gorilla Glas 3 geschützte AMOLED-Display misst 1,3 Zoll und löst mit 320 mal 320 Pixeln auf. Wie bereits beim Vorgänger lässt sich auch dieses Display bei allen Lichtverhältnissen ablesen, ein Helligkeitssensor, um bei dunklen Lichtverhältnissen automatisch abzudunkeln, fehlt leider.

(Bild: Übergizmo)

Auch wenn die Displayränder im Vergleich zum Vorgänger etwas schmaler geworden sind, sind sie immer noch deutlich breiter als bei der direkten Konkurrenz in Form der Huawei Watch oder Moto 360 und einigen mehr. Dadurch wirkt die LG Watch Urbane klobiger als nötig.

(Bild: Übergizmo)

Die Huawei Watch auf der rechten Seite wirkt etwas filigraner als die LG Watch Urbane auf der linken Seite.

Hardware & Performance

An der Hardware hat sich so gut wie nichts getan. Wieder kommt ein Qualcomm Snapdragon 400 unterstützt von 512 MByte RAM und 4 GByte Flash-Speicher zum Einsatz. Wieder ist ein Pulssensor an Bord, GPS fehlt. Der Akku kommt wieder auf eine Kapazität von 410 mAh und hält damit etwa zwei Tage.

Mit Android Wear 5.1 unterstützen Smartwatches nun auch WLAN – die entsprechende Hardware vorausgesetzt. Hier hat die LG Watch Urbane die Nase vor der LG G Watch R, die trotz 5.1 Update kein WLAN versteht. WLAN kann sich als wirklich praktisch erweisen. Denn wird die Funktion aktiviert, verbindet sich die Smartwatch automatisch mit den meisten Netzwerken, die im Smartphone gespeichert sind.

(Bild: Übergizmo)

Dadurch kommen auch noch Nachrichten auf der LG Watch Urbane an, wenn keine direkte Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone herrscht. Das geht sogar so weit, dass ihr euer Smartphone zu Hause lassen könnt. Sobald sich die Uhr in das WLAN zum Beispiel auf der Arbeit einloggt werden alle Smartphone-Nachrichten auf der Uhr angezeigt.

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LG Watch Urbane Fazit

Ja, die LG Watch Urbane ist eine sehr schicke Smartwatch, besonders in der goldenen Ausführung. Sie baut auf der LG G Watch R auf, ohne sich allerdings – abgesehen von der Optik und dem praktischen WLAN – deutlich vom Vorgänger abheben zu können. Beinahe die gesamte Hardware ist identisch.

Lohnt sich deswegen ein Umstieg von der LG G Watch R auf die LG Watch Urbane? Bestimmt nicht. Wer jedoch eine Smartwatch aus dem Hause LG erwerben möchte, sollte eher zur neuen Urbane greifen. Noch dazu, weil sie zumindest in Silber im Internet günstiger angeboten wird als ihr Vorgänger.

Vergleicht man die LG Watch Urbane jedoch mit Konkurrenzprodukten, ist die Sache schon weniger eindeutig. Denn auch wenn LG das erste Unternehmen mit einer Android Wear Smartwatch ist, nach nur einem Jahr scheinen die Konkurrenten aufgeholt, wenn nicht sogar überholt zu haben.

Hier sollen vor allem die Moto 360 (hier gehts zum Test) und Huawei Watch (Test folgt) hervorgehoben werden, die in unseren Augen die Nase leicht vor der LG Watch Urbane haben. Wir sind schon sehr gespannt auf den Nachfolger der LG Watch Urbane. Die soll dann wieder mit einigen spannenden Neuerungen kommen.

LG Watch Urbane-2

Pro / Con

(Bild: Übergizmo)Sehr brauchbare Hardware

(Bild: Übergizmo)Schöner Retro-Look

(Bild: Übergizmo)WLAN, Pulsmesser

(Bild: Übergizmo)Gutes Display

(Bild: Übergizmo)Kaum Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger

(Bild: Übergizmo)Konkurrenz mittlerweile in vielen Bereichen besser

LG Watch Urbane im ausführlichen Videotest:

 

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