Automat in Frankreich verteilt Kurzgeschichten

(Bild: Short Edition)

Wenn wir im Alltag grade ein paar Minuten "frei" haben, also auf irgendetwas warten müssen, zücken die meisten von uns wohl ihr Smartphone, um sich via Messenger Apps oder News-Feeds auf dem Laufenden zu halten. Die Fülle an Informationen ist ungemein praktisch, aber auf die Dauer auch erdrückend. Ein Projekt in Frankreich bricht mit diesem digitalen Überangebot und setzt auf analoge Auseinandersetzung.

Tatsächlich wurden in der französischen Stadt Grenoble Automaten platziert, die Kurzgeschichten ausgeben. Das gibt einer kaum wahrgenommenen Kunstart nicht nur eine neue Bühne, sondern den Menschen die einfache Möglichkeit, sich länger als zehn Sekunden mit einer Sache auseinanderzusetzen.

Wer sich eine Kurzgeschichte rauslässt, weiß nicht wirklich, was ihn erwartet. Lediglich die Dauer kann ausgesucht werden. Explizit kann zwischen einer, drei und fünf Minuten Lesezeit gewählt werden. Anschließend gibt der Automat eine beliebige Kurzgeschichte in Form eines Kassenbons aus – klein und dementsprechend einfach zu transportieren.

Anschließend kann man sich einfach nur in die Kurzgeschichte vertiefen und über das Gelesene nachdenken. Anders als bei einem Mobilgerät lassen sich der Text und die womöglich entstehenden Gedanken schließlich nicht einfach zur Seite wischen, sondern bleiben – der beruhigende Vorteil des Analogen.

Bislang wurden die Kurzgeschichten-Automaten an acht Standorten in Grenoble aufgestellt, darunter Büchereien, die Stadthalle und das Tourismusbüro. Bei Interesse seitens der Bevölkerung könnten es sicher noch mehr werden.

Tags :Quellen:(Bild: Short Edition)Via:Tyler Lee, Übergizmo.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising