Smarte Schulranzen und Fahrräder beim Schülerwettbewerb „Invent a Chip“

(Bild: VDE)

Die Sieger des Wettbewerbs entwickelten unter anderem einen Schulranzen, der den Stundenplan kennt und an Bücher erinnert. Auch ein Wearable, das aufs Trinken hinweist, wurde ausgezeichnet. Neben Geldpreisen winken den Gewinnern die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Kontakte zu Industrie und Hochschulen.

Der an Technologie interessierte Nachwuchs soll gefördert werden. Darum lobten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Technologieverband VDE heuer zum 14. Mal den Wettbewerb „Invent a Chip“ aus. Über 2.700 Jugendliche der achten bis dreizehnten Klassen von allgemein- und berufsbildenden Schulen haben teilgenommen. Die Sieger wurden am 26. Oktober in Karlsruhe bekanntgegeben und prämiert.

Mit dem Projekt “Intelligente Kleidung” erreichte Olaf Dünkel (17) vom Ganztagsgymnasium Osterburken den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz. “Über Sensoren werden beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit oberhalb und unterhalb der Kleidung ermittelt oder der aktuelle UV-Index gemessen”, erklärt er sein Konzept. Bei zu langer Sonneneinstrahlung wird ein Warnsignal ausgelöst.

“Über eine Schnittstelle per PC kann man auch Haut-, Haar- und Augenfarbe eingeben, woraufhin dem Verwender ein entsprechender Hauttyp zugewiesen wird”, führt Dünkel seine Idee weiter aus. Im Gegensatz zu dem im Sommer vorgestellten “intelligenten Bikini” der französischen Firma Spinali Design, ist bei der Intelligente Kleidung des deutschen Schülers allerdings auch vorgesehen, dass die Kleidung auf die äußeren Einflüsse reagieren kann, indem sie die Luftzirkulation durch Öffnen und Schließen von Poren verändert.

Der mit 2000 Euro dotierte Sonderpreis des BMBF für das Projekt mit der größten Industrierelevanz geht an den 15-jährigen Max Hentges von der John-F.-Kennedy-Schule in Berlin. Er hat ein sicheres und intelligentes Fahrrad konzipiert, das Informationen über die Umweltbelastung durch den Autoverkehr und den eigenen Betriebszustand bereitstellt. “Das wird über Entfernungssensoren, Gas- und Partikelsensoren sowie Spannungs- und Stromsensoren realisiert”, sagt der Schüler. In Verbindung mit einer Smartphone-App soll so die tägliche Fahrt mit dem Rad zur Schule sicherer werden.

Einen Mikrochip für den intelligenten Schulranzen haben Karolin Lohre (17) und Christoph Sieland (16) vom Städtischen Gymnasium Steinheim entwickelt. “Er unterstützt das Packen der Schulsachen und prüft alles auf Vollständigkeit”, erklären die beiden. Dazu ist ein Stundenplan hinterlegt. Die Bücher werden über RFID-Chips identifiziert und mit dem Stundenplan abgeglichen. Wird ein bestimmtes Gewicht überschritten, ist zudem eine akustische und visuelle Warnmeldung vorgesehen. Die “School Auxiliary System” genannte Idee brachte dem Team den mit 2000 Euro dotierten zweiten Platz im Wettbewerb ein.

Ebenfalls der Gesundheit dient das “Active H2O” genannte Projekt von Bianca Hartmann (15), Franziska Raimer (15) und Sara Wallinger (15) vom Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching. Die drei haben ein Armband mit integriertem Chip entwickelt, das den Träger daran erinnert, genug zu trinken. “Es gibt sehr viele Menschen, die täglich deutlich zu wenig trinken, weil sie es im Alltagsstress vergessen”, erklären die drei jungen Frauen. Ihr Armband soll per Vibration daran erinnern. Es sichert dem Team den mit 1000 Euro dotierten dritten Platz.

Tags :Quellen:Bild: VDEVia:Mit Material von Peter Marwan, ITespresso.de

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