Studie: WhatsApp speichert Nutzerdaten

(Bild: WhatsApp)

Whatsapp speichert Nutzerdaten. Forscher der University of New Haven fanden nun heraus, welche Daten das sind.  So sichert die App zum Beispiel bei Anrufen Informationen wie Telefonnummern, Zeitpunkt, Anrufdauer und den genutzten Audio-Codec. Whatsapp selbst behauptete nie, keine Metadaten von Nutzern zu sammeln.

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Forscher der University of New Haven haben die Whatsapp-App auf Datenspeicherung untersucht. Sie fanden heraus, dass detaillierte Nutzerdaten erfasst werden. Bei Anrufen zwischen Nutzern werden Daten wie zum Beispiel Telefonnummern, Zeitpunkt, Anrufdauer und der genutzte Audio-Codec gesammelt.

Die Forscher nutzten für ihre Studie die Android-Version von Whatsapp. Mit ihr analysierten sie, welche Inhalte an WhatsApp weitergeleitet werden. Die Website Softpedia hat die Ergebnisse der Studie zusammengefasst.

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Übertragen werden die Daten per FunXMPP. Das Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP), nutzt zum Beispiel auch Google für seinen Dienst GTalk. Die Forscher gaben an, nicht nach Sicherheitslücken in FunXMPP oder der App gesucht zu haben. Sie entschlüsselten aber den Datenverkehr zwischen dem Mobilgerät und dem Server.

Whatsapp hatte nie angegeben, keine Nutzerdaten zu sammeln, daher zeigen die Ergebnisse der Forschung nur, was genau gesammelt wurde. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung würde den Inhalt der Kommunikation zwischen Nutzern auch für den zwischengeschalteten WhatsApp-Server unsichtbar machen. Allerdings bietet WhatsApp keine an.

(Bild: Shutterstock)

Die von den Forschern untersuchte Sprachtelefonie-Funktion hatte WhatsApp im April 2015 eingeführt. Wenig später berichtete ein Blogger, WhatsApp zeichne Gespräche vollständig auf. WhatsApp dementierte dies. Nur eine interne Testversion habe eine solche Option beinhaltet, um die Qualität der Gespräche zu prüfen.

Eine solche Aufnahmefunktion würde in Deutschland wohl gegen Paragraph 201 des Strafgesetzbuchs (StGB) „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“ verstoßen. Er untersagt unter anderem Aufnahmen des „nichtöffentlich gesprochenen Wortes eines anderen auf einen Tonträger“. Laut Absatz 4 ist sogar der Versuch strafbar.

Facebook (Bild: Facebook)

WhatsApp nutzen dem Stand von  April 2015 mehr als 800 Millionen weltweit. Die App speichert zum Beispiel bei Anrufen Informationen wie Telefonnummern, Zeitpunkt, Anrufdauer und den genutzten Audio-Codec sichert. Facebook kaufte die Kommunikations-App im Jahr 2014 für 19 Milliarden Dollar.

Tags :Via:Mit Material von Florian Kalenda, ZDnet.de

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