Dieser Paketlieferant fährt auf dem Bürgersteig

(Bild: Starship Technologies)

Einige Unternehmen, wie etwa Amazon, sehen die Paketlieferung der Zukunft in der Luft. Doch auch auf dem Boden könnten sich Roboter bewegen, die dem schnellen Konsum dienen. Zwei der Skype-Gründer starteten hierfür die Firma Starship Technologies, aus der ein autonom fahrender Paketroboter hervorgehen soll.

Der Rover könnte eigenständig auf Bürgersteigen fahren und Pakete mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 Meilen pro Stunde (etwa 6,4 km/h) ausliefern. In 5 bis 30 Minuten soll der Roboter etwa „zwei Einkaufstaschen“ voller Waren mit einem Gesamtgewicht von maximal 9 Kilogramm transportieren und dabei „10 bis 15 mal weniger kosten, als derzeitige Versandalternativen für die letzte Meile.“

Da es sich also um ein Gerät für die letzten Meter bis zum Empfänger handelt, wären auch zahlreiche Starship Hubs in jeder Stadt vonnöten – oder zumindest Kooperationen mit verfügbaren Dienstleistern. Das könnte schwierig werden, trotzdem verkündet Ahti Heinla, der CEO von Starship Technologies, die „Vision dreht sich um drei Nullen. Null Kosten, null Wartezeit und null Auswirkungen auf die Umwelt.“

Dass die Null tatsächlich eine Null bleibt, wage ich derzeit allerdings zu bezweifeln – schon alleine weil selbst die Herstellung eines High-Tech-Roboters zulasten der Umwelt geht und man für die Annahme der Pakete trotz alledem scheinbar zuhause sein muss, also vielleicht auch mal eine Minute wartet.

Der Roboter soll im Übrigen nur zu „99 Prozent“ autonom agieren, ist also trotz eigenständiger Bewegungen unter der Aufsicht von Menschen, die jederzeit die Kontrolle über den Paketlieferanten übernehmen können, falls der Roboter nicht tut, was er soll. Andernfalls hätte Heinla auch von vier Nullen sprechen müssen  – also inklusive der Vision Null Menschen.

Die transportierten Güter seien außerdem vor Diebstahl insofern geschützt, als dass der Roboter nur mit dem Mobiltelefon des Empfängers geöffnet werden. Da sich per App auch der Versandfortschritt verfolgen lässt, dient vermutlich auch die Anwendung zu eben jener Entsperrung des Roboters.

Insgesamt will Starship Technologies also eine Alternative zum Amazon Prime Now-Versand binnen einer Stunde anbieten, hinterlässt bislang aber an einigen Stellen Fragezeichen, die es zuvor noch klären sollte. So etwa der Preis eines Paketroboters, die Zulassung desselben oder wie groß der Energieverbrauch tatsächlich ist. Bislang schrieb man lediglich, der Roboter „verbrauche weniger Energie als die meisten Glühbirnen.“

Erstes Tests in Kooperation mit anderen Firmen seien im Übrigen bereits geplant. 2016 könnte man in den USA, Großbritannien und anderen Ländern also einem rollenden Paketroboter auf dem Bürgersteig begegnen.

Tags :Quellen:(Bild: Starship Technologies)Via:Aaron Souppouris, Engadget.com
  1. Nett…
    Aber so mancher Elektronik Bastler dürfte an den Teilen Gefallen finden und diese „entführen“.
    Schnell in Alu- Kiste oder in Alu-Sack eintüten, um Ortung durch faradayschen Käfig zu verhindern.
    Und dann die Teile modifizieren, z.B. in Kinder- Car, Kinderwagen, Hunde-Transporter, Skateboard- / Rollstuhl- ZiehTaktor, privaten Einkaufstüten- Schlepper, Rasenmäher, Staubsauger usw.

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