Toyota will Autos mit künstlicher Intelligenz ausstatten

(Bild: Toyota)

Die Autos der Zukunft sollen ja bekanntlich autonom fahren - oder zumindest hochautomatisiert die Fahrgäste zum Ziel bringen. Damit das klappt, müssen die Autos schlauer werden und genau das will Toyota mit seiner neuen Firma Toyota Research Institute (TRI) erreichen. Eine Milliarde US-Dollar sollen es richten.

Künstliche Intelligenz für Autos ist Toyota eine Milliarde US-Dollar wert. Diese Summe stellt der japanische Autobauer seinem Toyota Research Institute (TRI) zur Verfügung, das selbstlenkende Autos und – sozusagen nebenbei, einen Haushaltsroboter entwickeln soll.

Toyota verfolgte bisher offiziell das Ziel, bis 2020 ein halbautomatisches Fahrzeug zu entwickeln. Von TRI scheint nun auch nicht gerade ein fertiges Produkt für die Veröffentlichung im kommenden Jahr erwartet zu werden, es soll aber „die Forschung in einer Reihe von Bereichen beschleunigen“ und „die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Produktentwicklung schließen helfen.“

Die Führung übernimmt Gill Pratt, der laut seinem LinkedIn-Profil bis August 2015 für die Forschungsagentur DARPA der US-Verteidigung zuständig war und deren Roboterwettbewerb erfand. Er trägt die Titel Executive Technical Advisor und CEO.

In einer ersten Erklärung stellt Pratt Sicherheit im Straßenverkehr, die nicht vom Fahrer abhängen dürfe, und Unterstützung für Senioren im Haushalt in den Mittelpunkt. Ausführlichere Kommentare hatte er unabhängig von der heutigen Ankündigung im Oktober gegenüber IEEE Spectrum abgegeben. „Unser langfristiges Ziel ist, ein Auto zu bauen, das nie einen Unfall verursacht, unabhängig vom Können des Fahrers.“

Dies werde auch alten Menschen ermöglichen, weiter Auto zu fahren, erklärte er. Eine halbe Million Tote im Straßenverkehr weltweit müssten verhindert werden. In Japan ist heute schon jeder fünfte Mensch 65 Jahre oder älter. 2035 wird es voraussichtlich jeder dritte sein. Eine ähnliche Entwicklung mit etwas niedrigeren Quoten vollzieht sich etwa in den USA und Deutschland.

Auf Senioren zielen auch die geplanten Haushaltsroboter ab. Toyota hat seit über einem Jahrzehnt eine Reihe so genannter „Partner Robots“ im Programm, die sich zunächst auf Rollen oder Rädern bewegten. 2009 gelang es dann aber einem seiner Androiden, mit 7 km/h einen Laufrekord aufzustellen.

Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising