Telekom: Internet-Startups wehren sich gegen Zwei-Klassen-Internet

(Bild: Shutterstock)

Telekom-Chef Tim Höttges plant Start-Ups für schnelle Datenleitungen im Internet extra zahlen zu lassen, doch nun regt sich der Widerstand der Startups, die auch Zuspruch von der Politik erhalten. Das Zwei-Klassen-Internet dürfe es nicht geben, so der Tenor.

Die Telekom will nach einer Aussage von ihrem Chef Tim Höttges prüfen, ob man einzelne kommerzielle Nutzer, die schnellere Datenverbindungen wollen, deren Pakete bevorzugt behandelt werden, extra zur Kasse bitten sollte. Das gefällt der Zielgruppe aber auch der Politik überhaupt nicht.

„Der Telekom-Vorschlag hat keine Chance, in deutsches Recht umgesetzt zu werden“, sagte der SPD-Netzpolitiker Lars Klingbeil dem Nachrichtenmagazin Focus.

Im anstehenden Konsul­tations­verfahren bei der Bundesnetzagentur werde genau kontrolliert, dass die Kriterien für die „Spezialdienste“, die Extra-Zahlungen an Netzbetreiber vorsehen, auch eingehalten werden. Video- oder Spieleangebote gehören nach dem Bericht eindeutig nicht dazu.

Aber natürlich haben nicht nur Politiker gegen diese Handlungsweise etwas einzuwenden. Auch von den Startups kommt Widerstanf. „Wir prüfen gerade eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof, sollten die Telekom-Vorschläge tatsächlich so umgesetzt werden“, sagte Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesver­bands Deutsche Startups, zu Focus . Er hofft aber auf ein Einlenken der Telekom, die offenbar von der vehementen Kritik an ihren Vorschlägen überrascht war.

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