Studie zeigt Android und iOS sammeln verschiedene Nutzerdaten

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Dass unsere Smartphone-Apps Nutzerdaten sammeln und an Dritte weitergeben ist schon lange kein Geheimnis mehr. Eine amerikanische Studie zeigte jetzt jedoch, dass sich Android-Apps für andere Nutzerdaten als iOS-Apps interessieren. Android-Anwendungen fokussieren sich auf persönliche Daten wie zum Beispiel E-Mail-Adressen. IOS-Apps geben hingegen hauptsächlich Koordinaten und Standorte weiter.
Forscher des Massachusetts Institute of Technology, der Carnegie Mellon Universität und der Harvard Universität haben gemeinsam eine Studie zur Datenweitergabe von 110 Android- und iOS-Anwendungen veröffentlicht. Untersucht wurden beliebte kostenfreien Apps wie zum Beispiel Ebay, Facebook und Skype. Dabei kam heraus, dass Android- und iOS-Anwendungen unterschiedliche Daten der Nutzer an Dritte weitergeben.

„Eine App, die diese Daten sammelt, muss den Nutzern in den aktuellen Berechtigungseinstellungen nicht darüber informieren“, heißt es in der Studie. Und wie da Daten gesammelt und weitergegeben werden. Bei 73 Prozent der getesteten Android-Apps wurden hauptsächliche persönliche Nutzerdaten übermittelt, wie zum Beispiel die E-Mail-Adresse. 47 Prozent der iOS-Anwendungen geben Koordinaten und andere Standortdaten preis.

(Bild: Shutterstock)

110 Apps wurden von den Forschern analysiert. Für beide Betriebssysteme wurden Ebay, Facebook, Facebook Messenger und Skype untersucht. Zu den Android-Apps zählten auch die Dropbox und Google Earth. Eine durchschnittliche Android-App verbindet sich der Studie nach mit 3,1 Dritt-Domains. Die iOS-Apps von Adobe Reader, Google Maps und Youtube wurden auch analysiert. Hier ergab sich, dass iOS-Anwendungen sich mit 2,6 Dritt-Domains verknüpfen.

Dritt-Domains, mit denen die Apps bevorzugt kommunizieren, sind Google.com (36 Prozent), Googleapis.com (18 Prozent), Apple.com (17 Prozent) und Facebook.com (14 Prozent). Darüber hinaus haben die Forscher festgestellt, dass sich 93 Prozent der getesteten Android-Programme mit der anonym registrierten Domain „safemovedm.com“ verbinden. Dafür machen sie einen Hintergrundprozess von Googles Mobilbetriebssystem verantwortlich.

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Auffällig ist, dass die Mobilplattformen offenbar „Vorlieben“ für bestimmte Daten haben. Während 73 Prozent der untersuchten Android-Apps persönliche Daten weitergeben, liegt deren Anteil unter iOS bei lediglich 16 Prozent. Dafür übermitteln nur 33 Prozent der Android-Anwendungen Standortdaten an Dritte, im Gegensatz zu 47 Prozent der iOS-Apps. Unabhängig vom Betriebssystem sammeln 3 Prozent von 30 Apps aus der Kategorie Gesundheit und Fitness Nutzereingaben und Suchbegriffe zu medizinischen Themen und leiten sie an Dritte weiter.

Für ihre Analyse haben die Forscher jeglichen HTTP- und HTTPS-Traffic der Apps abgefangen und darin nach persönlichen Informationen gesucht. Dabei simulierten sie über einen Zeitraum von 10 bis 20 Minuten eine typische Nutzung der Apps, richteten Nutzerkonten mit Passwörtern ein und griffen auf Grundfunktionen der Apps zu. Jeweils 55 Apps kamen aus Apples App Store und Googles Play Store. Die Tests fanden wiederum in zwei Wellen statt, vom 24. bis 26. Juni 2014 sowie vom 15. bis 22. Juli 2014.

Anzumerken ist, dass die Tests der Forscher offenbar auf iOS 7 und Android 4.4 basieren. Apple und Google haben ihre Mobilbetriebssysteme seitdem zweimal aktualisiert (iOS 8 und 9 beziehungsweise Android 5 und 6 und dabei auch die Berechtigungen überarbeitet. Der Studie zufolge gaben aber zumindest Mitte 2014 die getesteten Apps bestimmte persönliche Daten an Dritte weiter, ohne in den Berechtigungen darauf hinzuweisen.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDnet.de
  1. „Das unsere Smartphone-Apps Nutzerdaten sammeln und an Dritte weitergeben ist schon lange kein Geheimnis mehr.“ Da es sich hier um einen Konsekutivsatz handelt, hieße es korrekt: „Dass unsere Smartphone-Apps Nutzerdaten sammeln und an Dritte weitergeben, ist schon lange kein Geheimnis mehr.“ Ich hoffe, ich konnte mit meiner Anmerkung zur Steigerung der formalen Qualität Ihrer Texte beitragen.

  2. Hi Fonkeymunkey,
    vielen Dank für diese Anmerkung. In der Tat hat sich in meinen Text der Rechtschreibteufel eingeschlichen. Ich habe dies nun korrigier,t um anderen Lesern eine bessere Textqualität zu bieten.
    LG Marina

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