Microbot Push – Nun gibt es selbst für Finger eine Roboteralternative

(Bild: Naran)

Der Begriff "Fingerroboter" mag einen vielleicht zunächst an eine Prothese denken lassen - optisch und funktional das natürliche Greifwerkzeug imitierend. Nicht so der Microbot Push. Er sieht aus wie ein Fenstergriff und kann nur eins: Drücken. Das reicht aber meist, um den Haushalt ans Smarthome anzubinden.

Wenn wir die elektronischen Geräte zuhause nutzen wollen, müssen wir in der Regel nicht viel mehr tun, als sie einzuschalten, also auf den entsprechenden Knopf zu drücken. Der Microbot Push nimmt uns genau dies ab und hat den Vorteil, dass wir als Menschen nicht vor Ort sein müssen, um die Geräte zu bedienen. Übers Smartphone lassen sich die Fingerroboter jederzeit und von überall aus betätigen.

Zumindest solange der Akku nicht leer ist. Ein Microbot soll ein halbes Jahr mit seiner Stromreserve auskommen, sofern er nicht länger als eine Minute pro Tag aktiv im Einsatz ist. Die Installation desselben funktioniert im Übrigen recht leicht. Der Microbot wird mithilfe eines Tapes an die Oberfläche geklebt, sodass der bewegliche Teil den entsprechenden Knopf erreichen kann.

Der Finger kann bis zu zehn Millimeter weit ausgefahren werden, um einen Button zu drücken. Seine Kraft reicht für maximal 1,6 Kilogramm. Damit der Microbot die eigenständige Betätigung eines Knopfes nicht stört, kann er über den Knopf an der Oberseite auch manuell bedient werden – also wenn man selbst zuhause ist.

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Im Übrigen lässt sich nicht nur per App ein Instant-Push auslösen, sondern mit einer Prota Box auch bestimmte Pressings zeitlich speichern. Diese Prota Box ist auch notwendig, um die Microbots mit dem Smartphone steuern zu können, andernfalls lassen sie sich nur per Bluetooth ansteuern, also wenn man selbst zuhause ist. Der Nutzen ist dann erst recht ziemlich gering, leuchtet aber noch am ehesten ein, wenn man kränkelnd im Bett liegt und ferne Lichtschalter, Radios oder Kaffeemaschinen einschalten möchte. Nur doof, dass man trotzdem aufstehen muss, um den Kaffee zu holen.

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Im Rahmen der Indiegogo-Kampagne kostet ein Microbot 49 Dollar. Nimmt man eine Prota Box hinzu, werden 159 Dollar fällig. Viel Geld für einen elften Finger, der eigentlich gar keiner ist. Der Versand wird voraussichtlich im April 2016 erfolgen. Bis dahin lässt sich der Microbot Push auch noch auf der CES 2016 in Las Vegas bestaunen, in dessen Rahmen er bereits für den CES Innovation Award nominiert ist.

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Mehr Infos zu den Abmessungen, Anschlüssen und weiteren technischen Details kannst du der dazugehörigen Indiegogo-Kampagne entnehmen.

 

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