Umfrage: Smart-Home – Noch zu teuer aber bald Alltag

Smart Home (Bild: Schutterstock)

Im Winter auf dem Weg nach Hause schon mal per Smartphone die Heizung anschalten oder auf dem Weg zur Arbeit das Licht in der Küche ausschalten? Diese Ideen greifen Entwickler von Smart-Home-Produkten auf. GfK hat nun eine Umfrage zum Thema Smart-Home durchgeführt. Ergebnis: Viele sehen in Smart-Home die Zukunft, aber ihnen sind die derzeitigen Produkte noch zu teuer.

GfK hat eine Umfrage zum Thema Smart-Home durchgeführt. 43 Prozent der deutschen Internetnutzer gehen davon aus, dass Smart-Home in Zukunft den Alltag verändern wird. Bei der Fernsteuerung des eigenen zu Hauses sehen sie vor allem Potenzial in den Punkten Energie, Beleuchtung, Sicherheit und Steuerung. Aktuell findet die Mehrheit der Befragten die Smart-Home-Produkte jedoch zu teuer.

Die Erwartungen an Smart-Home-Angebote steigen unter den Befragten. Besonders umfangreiche Veränderungen erwarten 56 Prozent bei mobilen Bezahlarten. Jeweils ein Drittel der Befragten sieht die „Cloud“ oder den 3D-Druck an den vorderen Plätzen von der Smart-Home-Entwicklung.

Smart Home (Bild: Gfk)

Die Studie ergab, dass Verbraucher unterschiedliche Ansichten und Erwartungen an Smart-Home-Produkte haben. Nicht bei jedem Gerät halten sie eine Steuerung per App für sinnvoll. Zum Beispiel bei Geräten aus dem Entertainment-Bereich, dort wollen Verbraucher eine Vernetzung der Produkte. An der Möglichkeit sie fernzusteuern von unterwegs aus, sind Verbraucher nicht so interessiert.

Nützlich finden Smart-Home-Fernsteuerung 51 Prozent der deutschen Befragten bei Anwendungen aus den Bereichen Energie und Beleuchtung. Lampen und Heizungen von unterwegs steuern ist also sehr gefragt. Ebenfalls fast die Hälfte (49 Prozent) können es sich auch bei Sicherheit und Steuerung gut vorstellen.

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37 Prozent würden auch Haushaltsgeräte gerne von außerhalb des Hauses aus bedienen wie zum Beispiel die Waschmaschine. Außerdem haben 29 Prozent Interesse an Smart-Home-Technologie für den Bereich “Gesundheit”.

Die Umfrageergebnisse bieten allerdings ausschließlich Angaben von Internetnutzer. Glaubt man dem von TNS Infratest durchgeführten und kürzlich von der Initiative D21 vorgelegten, aktuellsten Digital-Index, fallen aktuell rund 78 Prozent der Bevölkerung in diese Gruppe.

Die GfK-Umfrage zeigt, dass der Kostenfaktor bei der Anschaffung von Smart-Home-Technologie aktuell noch die größte Hürde ist. 42 Prozent der Befragten in Deutschland sind dieser Ansicht. Etwas mehr als ein Drittel hat zudem Bedenken aufgrund des möglicherweise unzureichenden Datenschutzes beziehungsweise wegen Angriffen auf die vernetzten Geräte.

Smart Home (Bild: GfK)

Offenbar auch aufgrund der vielfach doch noch recht komplexen Zusammenhänge und der oben angeführten Bedenken tendieren Verbraucher in der Regel dahin, sich für eine Komplettlösung zu interessieren. Zumindest sollte die Lösung einen von ihnen gewünschten Teilbereich des Smart-Home-Themenkomplexes abdecken.

Weltweit gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie gerne alles von einem Anbieter beziehen würden. Dagegen würden nur knapp 30 Prozent erforderliche Geräte auch bei unterschiedlichen Händlern kaufen. In Deutschland bevorzugen die Befragten zumindest in dem von ihnen als besonders interessant eingeschätzten Bereich Energie und Beleuchtung einen Energieversorger bevorzugen als Lieferanten für Smart-Home-Technologie.

Tags :Via:Mit Material von Peter Marwan, itespresso.de

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