Edler Fitness-Tracker: Sona Armband im Hands-On

(Bild: Übergizmo.com)

Das Sona Armband von Caeden setzt sich zunächst dank seiner edlen Optik, die gar nicht an ein digitales Wearable erinnert, ab. Hinzu kommt das erstklassige Herzfrequenz-Monitoring, das einem Sensor mit Wellness-Protokoll geschuldet ist. Er wurde von einer Methode inspiriert, die jene russische Wissenschaftler erfanden, welche auch die ersten Kosmonauten ins All sandten. Ob einem das Sona Armband bislang unbekannte "Höhenflüge" beschert?

Sona Bracelet

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Sona Connected Bracelet von Caeden
[Bild: Caeden]

Wer kann bei dieser Menge an Fitness-Wearables noch den Überblick behalten? Es gibt sie in zahlreichen Formen, Ausstattungsmerkmalen und Farben. Mit Bildschirm oder langer Akkulaufzeit. Mit Herzfrequenzsensor oder NFC. Unsere US-Kollegen haben sich ein Modell aus dem Potpourri an elektronischen Lauf- , Alltags- und Sportkomparsen herausgegriffen und etwas näher betrachtet.

Zunächst die harten Fakten: Das Sona Armband von Caeden ist ein Fitness-Tracker ohne Bildschirm oder Buttons – dafür gibt´s schließlich eine iOS-App. Das Armband trackt dafür kontinuierlich die eigene Herzfrequenz und Aktivität mittels PPG Sensor- und MEMS Motion-Sensor-Technologie. Auch über Textnachrichten und Anrufe kann das Armband informieren und vibriert in jenen Fällen.

  • SoC / Prozessoren: Dialog Semiconductor DA14580 16MHz; 32-bit ARM Cortex-M0; dezidierte ST Micro STM32F401; 32 bit ARM Cortex-M4 Sensor-Prozessor
  • Konnektivität: Bluetooth 4.1 LE
  • Sensoren: Dual ST Micro ultra low-power, high performance MEMS digital output 3-Achsen Accelerometer; Patentierte Photoplethysmographie (PPG) biometrisch abtastendes System
  • Benachrichtigung:  4mm Vibrationsmotor
  • Speicher: 16 MB Flash Speicher (reicht für 10 Tage kontinuierliche Datenaufzeichnung)
  • Akku: 80 mAh Lithium Polymer Akku (reicht für bis zu vier Tage bei Benutzung)
  • Ladesystem: Inbegriffenes magnetisches Ladekabel (optionale Docking-Station verfügbar)
  • Tragetasche: Mitinbegriffen
  • Software: iOS App kompatibel mit Apple Health Kit

Äußerlich glänzen gefräste und verspiegelte Metallelemente am verstellbaren Leder-Silikon-Armband. Das hübsche Modeaccessoire ist in den Farben Rose Gold mit weißem Leder, Gunmetal mit schwarzem Leder sowie Gold mit schwarzem Leder verfügbar. Schade, keine vegane Version.

Erst zusammen mit einem iPhone offenbart das Armband seine Funktionalität. Größte Besonderheit dabei: Resonance – eine auf die Schritte abgemessene, meditative Atmungsmethode, die Wissenschaftler über mehrere Jahrzehnte entwickelt haben. Sona bietet dabei fünf einzigartige geführte Resonance-Modi. Deren Ziel ist die gestärkte Fokussierung des Trägers, die Beruhigung bei Ängsten sowie die Verbesserung der gesamten Stressreaktion. Ob hier zu viel versprochen wird?

Das Hands-On-Video zum Sona Armband mit Caeden CEO & Co-founder Nora Levinson

Die Bilder und das Video waren eigentlich schon Beweis genug. Optisch kann es das Sona Armband leicht mit den gängigen Wearable-Konkurrenten aufnehmen, sofern man überhaupt gerne Schmuck am Arm trägt. Da dies in erster Linie (wenn auch nicht nur) auf Frauen zutrifft, sind zwei der drei Versionen – jene, die in der Galerie zu sehen sind – auch speziell für das weibliche Geschlecht designed worden. Die Silikon-Armbänder lassen sich außerdem auswechseln.

Hardware-seitig ist der Herz-Sensor der große Unterschied zu den vergleichbaren Geräten der Konkurrenz. Der Sensor von Caeden soll nach eigenen Angaben zehn mal genauer sein, als bei den anderen Geräten. Außerdem kann der die Schwankungen der Herzfrequenz aufzeichnen.

Insgesamt besitzt der Tracker von Caeden laut unserer US-Kollegin ähnliches Potential wie das Charge HR von Fitbit, dem Marktführer (abgesehen vom Herzfrequenzsensor, der beim Sona zehn mal genauer sein soll). Auch die Akkulaufzeit soll ähnlich beschaffen sein: bis zu fünf Tage beim Fitbit Charge HR vs. „vier Tagen bei aktiver Benutzung“ beim Sona Armband.

(Bild: Übergizmo.com)

Ein paar Vorteile hat das Sona von Caeden dann aber doch, etwa das Stress Management und die meditativen Features auf Basis der Daten zu den Herzfrequenzschwankungen. Bezüglich des Designs ist der Unterschied natürlich besonders groß, des eleganten Äußeren des Sona Armbands wegen. Der Charger HR von Fitbit besitzt dafür einen kleinen Bildschirm.

Was ist die Herzfrequenzschwankung?

Nora Levinson, CEO & Co-Founder von Caeden erklärte unserer US-Kollegin, die Sona-Sensoren nähmen deutlich mehr Details zum kardiovaskulären sowie dem Nervensystem auf, als normale Herzfrequenzaufnahmegeräte. Insbesondere zeichnet Sona die Herzfrequenzschwankung auf, also den Zeitablauf zwischen zwei Herzschlägen. Die normale Herzfrequenz dagegen beschreibt nur die Anzahl von Pulsationen in einer bestimmten Dauer, meistens einer Minute.

Die Herzfrequenzschwankung ist schon deshalb interessant, weil die Anzahl der Pulsationen in einer Minute variiert. Klar, beim Laufen schlägt das Herz schneller als beim Gehen. Mittels der Herzfrequenzschwankung soll sich aber deutlich mehr aussagen lassen, als die aktuelle sportliche Tätigkeit.

(Bild: Übergizmo.com)

Hat man gerade richtig viel Stress, tendiert die Herzfrequenz dazu, in die Höhe zu schießen und das Herz schlägt öfter pro Minute – die Herzfrequenzschwankung ist jedoch meistens gering. Das liegt daran, dass die Abweichung zwischen den einzelnen Minuten, in denen man Stress hat, besonders gering ist. Das Mittel schwankt also kaum.

Wer hingegen ruht und relaxed ist, hat einen normalen Puls, etwa zwischen 60 und 100 Schläge pro Minute bei erwachsenen Nicht-Athleten. Die Herzfrequenzschwankung wird in dieser Zeit allerdings höher sein, da die Phasen nicht so ausgeglichen sind, wie unter Stress. In solchen Phasen sind unsere Fähigkeiten, mit bestimmten Situationen umzugehen, deutlich besser. So lernen wir beispielsweise neue Informationen einfacher, tun uns leichter bei der neuen Yoga-Position oder beim Fokussieren auf die Lösung eines Problems.

Spannende Daten, die man in Beziehung setzen kann – die eigene Person aber auch ganz schön bloßstellen könnten, wenn sie aus ihrem angestammten Ort gerissen werden. Caeden sollte also besonders um den Schutz der Daten bemüht sein. Und nicht nur bemüht.

Resonance

Resonance ist ein bekanntes Protokoll der wissenschaftlichen Community und wurde von Dr. Evgeny Vaschillo entwickelt, der schon seit den 1960er Jahren in der Forschung rund um die Herzfrequenzschwankung aktiv ist. Vaschillo bahnte dabei den Weg für die Analyse der Herzfrequenzschwankung und entwickelte Resonance-Atmungstechniken für Kosmonauten des russischen Weltall-Programms. Vaschillo und sein Kollege, Dr. Bronya Vaschillo, sind Teil des Caeden-Teams, welches an Sona arbeitete.

(Bild: Caeden)

Links: Homescreen mit aktiver Zeit und Resonance-Ziel – Rechts: Resonance-Session sowie visualisierte Verfolgung der Atmung samt Audio-Unterstützung. (Bild: Caeden)

Die Sona App versorgt die Besitzer eines Armbands mit eben jenem Resonance-Feature. Es soll die eigene Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress mithilfe Atmungs- und Meditations-Sessions trainieren. Dazu nutzt das System die Daten der Herzfrequenzschwankung, um die Reaktion des Herzens in Echtzeit zu analysieren. So schließt sich also der Kreis von Herzfrequenzschwankung über Resonance zu den meditativen Sessions.

Unsere US-Kollegin versuchte eine solche Session und ist der Meinung, Sona wäre „ziemlich effizient dabei gewesen, sie zum relaxen zu bringen“. Um ihr eigenes, durchschnittliches Level noch besser kontrollieren zu können, bräuchte sie aber wohl noch mehr solcher Übungseinheiten. Caeden-Mitgründerin Levison bestätigte diese Annahme.

(Bild: Caeden)

Links: Dashboard der wichtigsten eigenen Erfolge – Rechts: Eine Wochenschau auf die eigene Herzfrequenz und deren Schwankungen, um die Gesundheit des Herzen und das Stresslevel abzubilden. Mehr dazu auf der Produktseite. (Bild: Caeden)

Active Time

Sona-UI-Active-time

Wie auch viele andere Fitness-Wearables liefert Sona Daten zur täglichen Aktivität wie die Herzfrequenz, verbrannte Kalorien, zurückgelegte Stufen und Strecke. Zu finden sind diese Informationen unter „Active Time“ in der Sona App. Die Herzfrequenzschwankung wird in den Atmungs- und Meditations-Tutorials im „Resonance“-Menü gelistet.

Bislang ist die App nur mit iOS-Geräten kompatibel und dort auch ins Health Kit integrierbar. Die Daten können also leicht transferiert werden. Eventuell wird es auch eine Android-Version geben. Ob tatsächlich und wann – das ist jedoch noch nicht bekannt.

Preise und Verfügbarkeit

Seit 17. November ist Sona für 129 US-Dollar auf der Caeden-Website in den drei genannten Farben vorbestellbar. Die Lieferung wird voraussichtlich zwischen 1. April und 1. Juni 2016 stattfinden. Der Vorverkaufspreis gilt im Übrigen nur bis 30. November, anschließend wird das Armband 200 US-Dollar veranschlagen. (Ein Fitbit Charge HR kostet übrigens 150 US-Dollar). Wie sich das Wearable langfristig schlägt, können unsere US-Kollegen natürlich noch nicht vorhersagen. Der erste Eindruck war aber immerhin positiv. Wie ist eure Meinung von dem smarten Armband?

Tags :Via:Eliane Fiolet, Übergizmo.com
  1. Gefällt mir, schönes Design, interessante Funktionen, Preis ok. Ich habe das Fitbit Charge HR seit längerem aber das Design gefällt mir als Frau nicht besonders… Wohl ich ansonsten super zufrieden bin mit meinem Handgelenk Trainer. Früher ging es zwar auch sehr gut ohne Fitness Armband, doch irgendwie habe ich mich daran gewöhnt und möchte es nicht mehr missen. Allerdings wären ein paar nette Designs wie beim Sona auch echt bei anderen Herstellern wünschenswert! Die Auswahl an Fitness Trackern ist zwischenzeitlich ja enorm und die Qual der Wahl wird schwer und schwerer…. http://fitnezapp.de/welches-fitness-armband-die-besten-modelle-2014/438/. Doch wer genau schaut und vergleicht der findet ganz sicher das richtige Modell für sich, auch wenn sie meistens nicht so schön sind wie das oben beschriebene Modell!

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