Yahoo steigt gegen Adblocker in den Ring

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Yahoo sperrt Nutzer von Adblockern aus ihrem E-Mail-Dienst Yahoo Mail aus. Einige Nutzer werden demnach beim Einloggen in ihren Mail-Dienst dazu aufgefordert, ihren Adblocker zu pausieren, damit sie ihre Mails abrufen können. Laut BBC wurde das von Yahoo bestätigt. Yahoo nennt dies den Test eines "Produkterlebnisses". Wir nennen das Yahoos ersten Schlag gegen Adblocker.

Bisher sind von der Yahoo-Maßnahme nur ein kleiner Teil der Nutzer innerhalb der USA betroffen. Im Forum des Werbeblocker AdBlock Plus finden sich jedoch bereits zahlreiche Beschwerden, wonach Nutzer auch nach Deaktivierung ihres Werbeblockers ihre E-Mails nicht lesen konnten.

Software zum Blockieren von Online-Werbung ist umstritten. Viele Anbieter von Gratisdiensten und journalistischen Seiten sind auf den Verkauf von Anzeigen, die neben ihren Angeboten erscheinen, als hauptsächliche oder sogar einzige Einnahmequelle angewiesen.

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Nutzer empfinden Anzeigen oft als störend. Um Werbung zu personalisieren sammeln viele Websites zudem Daten über das Surfverhalten ihrer Nutzer. Initiativen wie Do Not Track, die die Privatsphäre schützen sollen, konnten sich indes bisher nicht durchsetzen.

Einer im Sommer veröffentlichten Studie zufolge entgehen der Werbebranche in diesem Jahr voraussichtlich Einnahmen in Höhe von 22 Milliarden Dollar, weil rund ein Drittel der Nutzer weltweit inzwischen Adblocker einsetzt. In Europa ist ihr Anteil deutlich höher als in den USA, wo nur etwa 15 Prozent der Anwender Software einsetzen, um Werbung auf Websites zu unterdrücken. Hierzulande sind es rund 25 Prozent.

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Bei Übergizmo surft über die Hälfte aller Leser mit aktiviertem Adblocker, damit gehen uns etwa die Hälfte aller möglichen Einnahmen verloren. Das behindert uns massiv in unserer Arbeit und wird in letzter Konsequenz negative Auswirkungen auf den Inhalt haben. Das gilt für die meisten kommerziellen Webseiten.

In Deutschland haben sich inzwischen auch schon Gerichte mit dem Thema Adblocker beschäftigt. Sie bestätigten jedoch im Fall von AdBlock Plus, das das deutsche Unternehmen Eyeo herausgibt, die Rechtmäßigkeit des Angebots. Vorwürfe der Medienkonzerne RTL und ProSiebenSat 1, die Verstöße gegen Kartellgesetze unterstellten, wiesen sie zurück.

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Dennoch klagte der Axel Springer Verlag, Herausgeber der Zeitungen Bild und Die Welt, in der vergangenen Woche gegen das Start-up Blockr, das den gleichnamigen Werbeblocker für iOS anbietet. Wie TechCrunch berichtet, scheint sich das Gericht jedoch der Einschätzung von Blockr anzuschließen, dessen Anwälte anhand der bisher vorliegenden Urteile die Legalität von Adblockern betonen. Das Gericht habe dem Verlag geraten, andere Optionen im Umgang mit Werbeblockern zu nutzen wie die Sperrung seiner Websites, falls ein Besucher einen Adblocker benutze. Mit einem Urteil sei nicht vor 10. Dezember zu rechnen.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Die Nutzer von Adblocker haben recht. Ich nutze seit einigen Tagen auch Adblocker. Vorher sind Aps mit nervender Werbung von meinen PC`s heruntergeflogen. Radio und TV werden bei Werbung von mir aus-oder umgeschaltet. Wer es übertreibt hat bei mir keine Chance. Wieviel Geld diese Rücksichslosen Menschen verlieren interessiert mich nicht im geringsten. Wie ich vernahm soll der Schaden in die Milliarden gehen. Richtig so! Nur am Geld spüren die es, sonst merken die eh nichts mehr. Immer mehr Menschen haben immer weniger Geld aber das berührt die Werbenden nicht. Stattdessen werden es immer mehr Werbungen , Die benehmen sich wie die Bekloppten mit Ihrer Werbung. Das werde ich nicht tolerrieren! Was mir zu aufdringlich ist brauche ich nicht. Basta.

    1. Dass es ohne Werbung in der derzeitigen Form keine kostenlosen Inhalte und Dienste im Netz geben kann, verstehst du aber? Selten einen derart ignoranten und selbstgefälligen Kommentar gelesen…

  2. Wir reden aneinander vorbei. Es geht um nervende Werbung also Popup Fenster die mich beim lesen stören. Ich bestimme über mich immer noch selbst. Ich brauche keine Firmen die glauben den Nutzern also auch mir alles aufnötigen zu müssen was im Web möglich ist. Ob ich etwas lese oder nicht bestimme immer noch ich selbst. Die Anbieter die mit nervender Werbung meine Nerven zu ruinieren versuchen haben es nicht anders verdient. Man muss es so drastisch schreiben weil die Verantwortlichen es sonst nie kapieren. Die sind rücksichtslos und skrupellos um ihre Ziele zu erreichen, nämlich immer mehr Geld zu verdienen mit Werbung die lügt, betrügt, manipuliertt. Warum sollte ich anders darauf reagieren, dafür habe ich keinen Grund. In 64 Jahren habe ich gelernt wie man sich wehren muss, nachdem ich viel Lehrgeld bezahlt habe.

  3. nein, das verstehen leute wie atze und sensor nicht. bezahlen wollen sie nicht, werbung wollen sie nicht. aber die dienstleistung nutzen wollen sie. das adblocker auch nur abzocken (wer zahlt, kommt auf die whitelist) verstehen sie auch nicht.

    man kann dummheit leider nicht verbieten.

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