Apple kauft Animationsfirma Faceshift von Star Wars

(Bild: FaceShift)

Das Schweizerische Unternehmen FaceShift, das eine Motion-Tracking-Technik entwickelt hat, die ohne Leuchtpunkte auskommt und Aufnahmen von Menschen in Echtzeit in Avatare verwandelt, gehört nun Apple.

Was Apple mit dem Unternehme vorhat, ist offiziell nicht bekannt. Denkbar ist jedoch der Einsatz der Technik zur Gesichtserkennung, in Spielen aber auch in Filmen und Serien und sogar für Sicherheitstechnik, die den Nutzer vor dem Mac oder dem iPhone genau erkennt. Auch eine Nutzung für das Apple-TV und eine Kinect-artige Steuerung lässt sich vorstellen.

„Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technikfirmen, und wir äußern uns grundsätzlich nicht zu unseren Absichten oder Plänen“, zitiert TechCrunch einen Apple-Sprecher mit dem üblichen Text zu Übernahmen. Den Quellen des Blogs zufolge sollen mehrere Mitarbeiter von Faceshift nun von Europa aus für Apple arbeiten.

Faceshift wurde in Zürich von Thibault Weise, Brian Amberg und Sofien Bouaziz als Ableger der École Polytechnique Fédérale de Lausanne gegründet. Zwei Patente für Gesichtserkennung, die ursprünglich der Hochschule gehörten, seien im August auf Faceshift übertragen worden. Inzwischen seien sie Eigentum von Patentverwaltern, die für den iPhone-Hersteller arbeiteten.

Später habe das Unternehmen Büros an der US-Westküste und in London eröffnet, um Kontakte zur Film- und Spieleindustrie aufzubauen. Seine Software sei unter anderem bei der Produktion des siebten Teils der Star-Wars-Saga – The Force Awakens – zum Einsatz gekommen, so TechCrunch weiter.

Neben seiner Software Faceshift Studio bietet das Unternehmen auch Plug-ins für Anwendungen von Drittanbietern an wie Autodesk Maya und MotionBuilder sowie Unity an. Faceshift Studio analysiere Gesichtsbewegungen eines Schauspielers und beschreibe sie als Mischung grundlegender Gesichtsausdrücke, der Orientierung des Kopfes und der Bewegung der Augen. Die Beschreibung lasse sich für die Animation virtueller Charaktere nutzen, heißt es in einem Support-Dokument von Faceshift.

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Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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