Hybrid-Motorrad mit Allradantrieb

(Bild: Wunderlich)

Auf der Motorradmesse EICMA in Mailand stellte BMW-Zubehör-Spezialist Wunderlich die weltweit erste BMW R 1200 GS LC mit zusätzlichem E-Vorderradantrieb vor.

Hybrid-Motorrad

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(Bild: Wunderlich)

Zwei Motoren in einem Motorrad – das geht sogar richtig gut. Am Hinterrad waltet traditionell der Verbrennungsmotor der BMW R 1200 GS. Am Vorderrad darf sich jedoch ein Elektromotor mit 10 Kilowatt Leistung nützlich machen.

Und das macht er, glaubt man den BMW-Zubehör-Spezialisten von Wunderlich. Allradkonzepte bei Enduro-Motorrädern gab es schon einige. Mittels Hydraulikleitungen oder Kardanwellen wurde ein Teil des Vortriebs vom Verbrennungsmotor auf das Vorderrad verteilt.

10kW Motor reicht für elektrische Fahrt

Mit dem Konzept von Wunderlich lassen sich jedoch, dank der mechanischen Trennung und der grundverschiedenen Motorkonzepte, weit mehr Vorteile erzielen. Rein elektrisch lässt sich mit dem Vorderradantrieb bis zu 20 Kilometer pro Stunde fahren. Dies bietet besonders der schweren GS einen großen Rangiervorteil.

Auch Rückwärts ist der Motor bis zu drei Kilometer pro Stunde nutzbar. Durch einen intelligenten Parallelbetrieb beider Antriebe stehen sogar noch spannendere Möglichkeiten parat. Man denke dabei an ein Stabilisierungsprogramm ähnlich des ESP beim Auto. Die ins Schleudern geratene Maschine könnte automatisch vom Vorderradmotor wieder in eine stabile Fahrsituation gebracht werden.

Ebenso könnten Leistungslöcher, die aus der Leistungskurve des Verbrennungsmotors herrühren durch den E-motor ausgeglichen werden. Durch Nutzung des Vorderradmotors beim Bremsen lässt sich der Akku wieder aufladen. Und – klar – mit Allradantrieb kommt man im Gelände bekanntlich prächtig vorran.

(Bild: Wunderlich)

Tags :Via:elektronikpraxis

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