Google schnappt sich Autopilot-Guru von Tesla

Tesla Model S (Bild: Tesla Motors)

Robert Rose, der bei Tesla für die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen tätig war, ist zu Google gewechselt. Das ist seinem Linkedin-Profil zu entnehmen. Bei Google wird Rose wahrscheinlich auch wieder im Bereich selbstlenkende Autos tätig sein.

Nach einem Bericht von 9to5Google hat Robert Rose die Seiten gewechselt und arbeitet jetzt nicht mehr bei Tesla sondern bei Google. Das geht aus seinem LinkedIn-Profil hervor Rose hatte den Autopiloten für den Tesla S entwickelt, der automatisches Überholen auf der Autobahn und das selbstständige Einparken ermöglicht. Zuvor war Rose beim Raumfahrtunternehmen SpaceX tätig. Wie Tesla wurde SpaceX von Elon Musk gegründet.

Tesla scheint er im Oktober verlassen zu haben. Seit November ist Google sein Arbeitgeber. Als Berufsbezeichnung führt er selbst lediglich „Software-Entwickler“ im Bereich Google Robotics an. 9to5Google zufolge ist dies eine häufig von Mitarbeitern an selbstlenkenden Autos gemachte Angabe.

Tesla Autopilot kann auf mehrspurigen Straßen und Autobahnen die Lenkung eines Fahrzeugs übernehmen, einschließlich Spurwechseln und Einleiten eines Bremsvorgangs im Notfall. Tesla zufolge ähnelt es dem System, das Piloten auf ruhigen Streckenflügen verwenden. Es besteht aus einer nach vorn gerichteten Kamera auf dem Autodach, einem Radar und Rundum-Ultraschall-Sensoren. Weitere Funktion sollen per Software hinzukommen, während die Hardwareplattform vorerst gleich bleibt. Eine Markteinführung könnte schon 2016 erfolgen.

Im Bereich selbstlenkender Autos wird derzeit intensiv um qualifizierte Mitarbeiter gekämpft. Google selbst stellte erst im September John Krafcik als CEO dieser Sparte vor, einen früheren hochrangigen Manager von Ford und Chef von Hyundai America. 2013 soll es übrigens noch versucht haben, Tesla komplett für 6 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Apple hingegen hat sich etwa die Dienste von Doug Betts gesichert, einem Veteranen der Autobranche, der zuletzt bei Fiat Chrysler für die weltweite Qualitätssicherung verantwortlich war. Von der ETH Zürich holte es Paul Furgale, einen renommierten Wissenschaftler mit Schwerpunkt autonome Fahrzeuge, und aus der Forschungsabteilung von Mercedes-Benz im Silicon Valley deren Leiter Johann Jungwirth.

Noch einfacher machte es sich der ebenfalls zu autonomem Fahren forschende Fahrdienstvermittler Uber, der seinem Partner am Standort Pittsburgh, dem Robotik-Labor der Carnegie Mellon University, gleich scharenweise Personal abgeworben haben soll. Und Tesla selbst stellt laut The Verge bevorzugt Apple-Mitarbeiter ein.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDnet.de

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