Prozessor des iPhone 7 soll nur von einem Hersteller kommen

(Bild: Andreas Donath)

Apple will keine zweigleisige Strategie bei seinem künftigen A10-Prozessor für das iPhone 7 fahren und den Chip nur noch von einem Hersteller bauen lassen. TSMC und Samsung den A9 aus dem iPhone 6s gemeinsam.

Apple hat nach einem unbestätigten Bericht Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) beauftragt, den Prozessor A10 für das iPhone 7 zu bauen. Samsung scheint leer ausgegangen zu sein, heißt es in einem Bericht der HSBC-Analysten Steven Pelayo und Lionel Lin, aus dem AppleInsider zitiert. Das hat allerdings nichts mit der Rivalität zwischen Samsung und Apple zu tun sondern schlicht mit der moderneren Fertigungstechnik, die wohl nur TSMC beherrscht.

Das Integrated Fan-Out (InFO) genannte Verfahren ermöglicht es, Chips übereinander zu stapeln und direkt mit einer Leiterplatte zu verbinden, statt sie zuerst auf ein Substrat aufzubringen. Apple ist angeblich der erste Kunde, bei dem TSMC diese Methode in der Massenproduktion einsetzt.

Den Analysten zufolge soll der Apple-Auftrag allein im kommenden Jahr TSMC ein Umsatzplus von 300 Millionen Dollar bringen. Für 2017 sagen sie ein Auftragsvolumen von rund einer Milliarde Dollar voraus. Insgesamt werde die A10-Produktion dem Unternehmen Einnahmen zwischen 2,2 und 2,5 Milliarden Dollar bescheren.

TSMC sei derzeit für 30 bis 40 Prozent der Fertigung der A9-Chips verantwortlich, die Apple unter anderem im iPhone 6S und 6S Plus sowie dem iPad Pro einsetzt, heißt es weiter in dem Bericht. 60 bis 70 Prozent der Aufträge gingen an Samsung, das früher der einzige Produzent der A-Serie-Chips gewesen sei. Allerdings habe Apple ab 2014 schon beim A8 überwiegend auf TSMC gesetzt.

Das taiwanische Unternehmen soll im kommenden Jahr von Apple insgesamt Aufträge im Wert von 4,6 Milliarden Dollar erhalten. 2015 soll der iPhone-Hersteller rund 3,7 Milliarden Dollar zu TSMCs Umsatz beitragen.

Sollte Apple tatsächlich beim A10 auf nur einen Lieferanten setzen, läuft es Gefahr, dass Probleme bei der Chip-Fertigung zu Engpässen in der iPhone- und iPad-Produktion führen. Beim A9-Prozessor musste Apple allerdings erst kürzlich einräumen, dass es technische Unterschiede zwischen den von TSMC und Samsung hergestellten Chips gibt. Einer Analyse von Chipworks zufolge haben die Prozessoren von Samsung zwar kleinere Strukturbreiten, dafür sollen sie mehr Strom verbrauchen. Laut Apple beträgt der Unterschied unter realen Bedingungen aber nur zwei bis drei Prozent.

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Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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