Diese Pflaster könnten einer Antibiotika-Resistenz vorbeugen

(Bild: University of Bath)

Der Prototyp eines Pflasters könnte die Häufigkeit der Antibiotika-Einnahme durch Patienten reduzieren. Die Wahrscheinlichkeit, gegen das Medikament resistent zu werden, würde sich dadurch verringern.

Wenn Antibiotika beim Menschen nicht mehr wirken, können „Bakterien wieder zu unheilbaren Seuchen“ werden. Der Grund für die Unwirksamkeit ist in der Regel die zu häufige Einnahme der Medikamenten, sei es aus Anlass ärztlicher Empfehlung oder indirekt durch den Konsum von Fleisch aus nicht-biologischer Massentierhaltung.

Antibiotika müssten freilich weniger konsumiert werden, wenn man sie nur dann einnähme, wenn sie auch sicher vonnöten sind. Um dies anzuzeigen, versuchten Forscher der University of Bath ein Pflaster zu entwickeln, das grün leuchtet sobald es mit „feindlichen“ Bakterien in Kontakt kommt. Medizinisches Personal soll dadurch also darauf hingewiesen werden, dass eine Wunde infiziert ist.

Möglich ist dies, da der Körper eine dünne Schicht formt, wenn er sich gegen die feindlichen Bakterien zu verteidigen versucht. Sie enthält Giftstoffe, auf welche das Pflaster reagiert, da die Membrane der Farbkapseln durchstochen werden. Die Färbemittel leuchten anschließend grün, wenn sie sich im herumliegenden Gel auflösen.

Toby Jenkins, Professor für biophysikalische Chemie an der University of Bath, leitet die Studie. Ihm zufolge seien die Pflaster vor allem post-operativ einsetzbar, um zu Überwachen ob Patienten nach dem Eingriff eine Infektion haben und tatsächlich Antibiotika benötigen.

In einer kürzlichen Demonstration wurde gezeigt, wie das Pflaster auf drei verschiedene pathogenische Infektionen reagierte. Bei einer vierten, nicht-pathogenischen Infektion, leuchtete das Pflaster, entsprechend der Intention Jenkins, nicht auf. Wenn seine Forschung weiterhin so erfolgreich betrieben wird, steht den anvisierten klinischen Testläufen 2018 nichts im Wege. Eine zu hohe Einnahme von Antibiotika in anderen Fällen, etwa besagten Fleischprodukten, bleibt jedoch weiterhin ein Problem.

Tags :Quellen:(Bild: University of Bath)Via:Technology Review

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