Need for Speed (PS4) im Test – Back to the Roots?

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Need for Speed ist zurück! Nach der kreativen Pause war es das erklärte Ziel von Ghost Games, zum alten Spielprinzip zurückzufinden. Wir haben uns Need for Speed für die PS4 im Test genauer angeschaut und verraten euch, ob ihnen dies gelungen ist.

Need for Speed PS4

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Die erste Trophäe erhaltet Ihr nachdem Ihr Euch für ein Auto entschieden habt

Story

Das neueste Need for Speed geht zurück zu den Wurzeln des Spiels – der urbanen Autokultur. Need for Speed enthält einen Storymodus in dem ihr der Star des Spiels seid. Die Geschichte ist die selbe wie in fast jedem anderen Rennspiel: Ein junger Fahrer kommt in eine neue Stadt, macht sich einen Namen und wird schlussendlich der große Held der Untergrundszene. Die Geschichte des Spiels wird in der Egosicht mit Realfilmsequenzen erzählt. In den hochwertig produzierten Zwischensequenzen lernt ihr zunächst eure Crew kennen. Diese wird Euch im Spiel durch die verschiedenen Disziplinen begleiten.

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Need for Speed unterscheidet sich in fünf verschiedene Spielarten: Speed, Style, Crew, Build und Outlaw. Speed Missionen sind einfache Rennen wie beispielsweise ein Sprint gegen einen Gegner oder ein Zeitrennen. Style Events (Gymkhana) sind eine Kombination zwischen Rennen und Drift-Events. Crew stellt reine Driftevents dar, welche entweder alleine oder in einer sogenannten Drifttrain gegen andere Spieler absolviert werden müssen. Build bietet eine Anzahl an verschiedenen Rennarten, in denen es notwendig ist das Auto aufzumotzen, und Outlaw beinhaltet alle Rennen, die mit einer Polizeiverfolgung zusammenhängen.

Jede dieser Kategorien erzählt eine eigene Geschichte. Die fünf Geschichten bauen aufeinander auf und beschreiben den Werdegang des Helden. Um dahin zu gelangen wird man von einigen Berühmtheiten herausgefordert wie beispielsweise Magnus Walker (Speed), Ken Block (Style), Akira Nakai-San (Build), Risky Devil drift aus Chicago (Crew) und zuletzt Morohoshi-san (Outlaw).

Lies auch: Need For Speed: Neuer Trailer zeigt die Möglichkeiten des Spiels

Gameplay

Nach einem kurzen Intro habt Ihr die Wahl zwischen drei recht passablen Autos: ein Subaru BR-Z, Ford Mustang oder ein Honda Civic Type R. Nachdem man sich für seinen fahrbaren Untersatz entschieden hat, geht es auch schon los. Das Handy klingelt und das erste Rennen steht an. Aufforderung zu neuen Rennen/Missionen kommen von euren Freunden per Anruf aufs Mobiltelefon. Dieses wird während des gesamten Spiels sehr oft läuten… Die Reihenfolge der zu spielenden Missionen ist nicht festgesetzt und somit hat man die Möglichkeit nach Lust und Laune auszuwählen.

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Die Steuerung der Autos ist sehr verwaschen und das Fahrverhalten alles andere als realitätsnah. Eine kleine Individualisierung der Lenkung ist möglich, indem man die einzelnen Komponenten wie Reifentraktion, Handbremskraft oder Federhärte einstellt.

Das Schadensmodell ist wie auch schon bei vorhergehenden Teilen eher zurückhaltend. Selbst bei härteren Zusammenstößen gibt es nur Kratzer im Lack oder kleine Blechschäden. Need for Speed ist in diesem Zusammenhang eindeutig als Arcade Racer einzustufen und sollte dementsprechend niemals mit Rennsimulationen verglichen werden.

Spieldetails

Insgesamt sind 51 Autos käuflich zu erwerben. Hierunter fallen neben dem Dorftuningauto Golf GTI oder der Reisschüssel Honda Civic auch Premium Autos wie ein Ferrari F40 oder Lamborghini Diablo. Im Vergleich zu anderen Rennspielen ist die Anzahl der Autos gering und der ein oder andere Spieler könnte sein Lieblingsauto vermissen.

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Die Tuningmöglichkeiten sind im Vergleich zu Vorgängern enttäuschend. Es stehen nur wenige Teile oder feste Bodykitsätze zur Verfügung, um die Karre optisch zu pimpen. Für das Tuning gibt es dafür mehr Auswahl, welche jedoch nur auf Leistungssteigerung begrenzt ist. Zahlst du mehr, kriegst du mehr!

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In der Stadt Ventura Bay gibt es nur die Dunkelheit. So ist man ständig zur Abenddämmerung oder in der tiefsten Nacht auf der Straße. Dies hat Ghost Games genutzt um schöne Lichteffekte, Spiegelungen und leichte Regenanimationen in einem cinematischen Effekt glänzen zu lassen.

Kostenlose DLC

Das Spiel hat einen vergleichsweise geringem Umfang und soll um zusätzliche Inhalte kostenlos erweitert werden. Dies wirkt ein wenig so als wurde ein unvollständiges Spiel veröffentlicht. Über den möglichen Umfang der zukünftigen Erweiterung wurde bisher nur wenig veröffentlicht. Hier verweiste Reddit-User Lenn-4rt darauf, dass auf der Karte bereits mögliche Kartenerweiterungen ersichtlich wären.

Werden hier weitere Gebiete angezeigt? (Quelle: Reddit)Werden hier weitere Gebiete angezeigt? (Quelle: Reddit)

Positiv zu bewerten ist, dass die Entwickler auf das Feedback der Community achten und dementsprechend schon einige Dinge umgesetzt haben.. Darunter eine verbesserte KI, Erweiterung des optischen Tunings und Tages Challenges.

Fazit

Das Spiel an sich ist eine nette Beschäftigung für zwischendurch, jedoch reicht es hier nicht für mehr. Die großen Ankündigungen, dass der Fokus auf die Wurzeln des Spiels gesetzt werden sollen hat Ghost Games nur teilweise geschafft. Es ist ein nettes Arcade Rennspiel, welches etwas zu kurz ist. Es gibt einen Punktabzug für die dauerhaft vorausgesetzte Internetverbindung. Zudem ist der Online Multiplayer Modus leider nur beschränkt ausgebaut.

Eventuell schafft es EA mit den DLC die Mankos des Spiels zu beseitigen.

Pro / Con

plusSchöne Grafikdetails

plusKostenlose DLC

plusNetter Arcade Racer

minusNur spielbar mit verfügbarer Internetverbindung

minusKein lokaler Multiplayer

minusKeine Möglichkeit Pause zu drücken

minusSchlecht ausgebauter Multiplayer Modus

minusLangweilige Standard Story

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