Google Nexus 5X mit Android-Marshmallow im Test

(Bild: Übergizmo.de)

Das von LG gefertigte Google Nexus 5X tritt die Nachfolge des Nexus 5 aus dem Jahr 2013 an. Die Hardware wurde verbessert, das Kunststoff-Design und die allerneueste Android-Version als Betriebssystem sind geblieben. Während der Vorgänger noch eine Highend-Performance zu einem vergleichsweise günstigen Preis bot, ist das Preis-Leistungsverhältnis beim Nexus 5X nicht mehr so attraktiv wie früher. Ob das kleinere neue Nexus-Smartphone dennoch überzeugen kann, das verraten wir im Test.

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Google Nexus 5X

Preis & Verfügbarkeit

Das Nexus 5X steht im Google Play Store zum Verkauf und kann im Einzelhandel oder bei diversen Online-Händlern erworben werden. Während Google für das Nexus 5 noch 349 Euro (16 GByte) beziehungsweise 399 Euro (32 GByte) verlangte, müssen Käufer für den Nachfolger deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Google bietet die 16-GByte-Version hierzulande für 479 Euro und die 32-GByte-Version für 529 Euro an. Im Netz zahlt man mit gut 440 respektive 510 Euro bereits etwas weniger, dennoch sind die Preise deutlich höher als noch beim Vorgänger und bewegen sich in den Regionen der noch aktuellen Flaggschiff-Smartphones der Konkurrenten. Für unter 500 Euro erhält man beispielsweise schon ein Samsung Galaxy S6, ein LG G4 oder ein HTC One M9 mit 32 GByte Speicher.

Design & Verarbeitung

Im Vergleich zum Nexus 5 aus dem Jahr 2013 ist das Nexus 5X ein gutes Stück größer geworden. Die Ränder rund um das Display haben an der Ober- und Unterseite etwas zugelegt. In der Höhe beziehungsweise Breite misst das Gerät 147,0 mal 72,6 Millimeter (Nexus 5: 137,84 mal 69,17 Millimeter, Nexus 4: 133,9 mal 68,7 Millimeter). Die Bedienung mit einer Hand wird dadurch noch schwerer. Während ich das 2013er-Modell gerade noch mit einer Hand und moderatem umgreifen bedienen konnte, muss ich das neue Nexus-Smartphone bei vielen Aktion auf der Handfläche balancieren oder eben die zweite Hand zur Hilfe nehmen. Im Vergleich zum Nexus 6P ist das 5X natürlich deutlich kompakter.

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Das Gehäuse ist mit 7,9 Millimetern etwas dünner geworden und hat erfreulicherweise kaum an Gewicht zugelegt. Es wiegt 136 Gramm (Nexus 5: 130 Gramm) und ist damit leichter als ähnlich große Konkurrenz-Geräte wie beispielsweise das Xperia Z5, das auf 154 Gramm kommt.

Als Material verwendet Google wie beim Nexus 5 Kunststoff. Zwar fühlt es sich nicht billig an, für den höheren Preis könnte man aber doch etwas hochwertigere Materialien wie Glas erwarten. Die Rückseite ist ähnlich wie beim Vorgänger mit einem Soft-Touch-Finish versehen, das aber etwas weniger griffig ist als zuvor und sich nicht so gummiert anfühlt. Dafür hat Google das Nexus 5X mit einer Anti-Fingerabdruckbeschichtung versehen, die Tapser nach wenigen Sekunden wieder verschwinden lässt. Das konnte man vom Nexus 5 nicht behaupten. Dafür bleiben gerne mal Staubpartikel am Gehäuse haften. Als Farben stehen Quarz, Eisblau und Anthrazit zur Auswahl.

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Die Tasten sind beim Google Nexus 5X ebenfalls aus Kunststoff. Sie fühlen sich zwar nicht so gut an, wie Metall-Knöpfe, bieten aber ordentliche Druckpunkte und ein geringeres Spiel als beim Vorgänger. Google hat den Power-Button wieder auf der rechten Seite verbaut und ihn etwas nach unten versetzt, wodurch er sich mit dem Daumen sehr gut erreichen lässt – besser als beim Nexus 5.

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Darunter sitzt nicht mehr der Slot für die SIM-Karte, sondern die Lautstärkewippe, die zuvor noch auf der linken Seite zu finden war. Die Positionierung gefällt mir beim neuen Modell nicht so gut. Man kann sie während dem Telefonieren nun zwar intuitiver mit dem Daumen bedienen, für meinen Geschmack ist sie aber etwas zu weit unten angebracht. Ein Nachteil ist zudem, dass man zum Anfertigen eines Screenshots (Power+Leiser) nun zwei Hände benötigt.

Der SIM-Kartenslot sitzt links, oben und muss wie bisher mit einem SIM-Toolkit oder spitzem Gegenstand wie einer Büroklammer geöffnet werden. Den Kopfhöreranschluss hat Google an die untere, rechte Kante verlegt. Mittig findet sich hier der neue USB-Typ-C-Anschluss.

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Der Mono-Lautsprecher ist wieder unter dem Display integriert, gibt den Sound nun aber nicht mehr zur Seite, sondern nach vorne aus. Dadruch hält man ihn beim Anschauen eines Videos nicht so leicht zu.

Die Kamera steht auf der Rückseite noch etwas weiter hervor als beim Nexus 5. Grundlegend liegt das Smartphone aber eben auf dem Tisch auf. Tippt man allerdings auf die seitlichen Bereiche des Displays kippelt das Gerät – früher als der Vorgänger.

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Die Verarbeitung des Nexus 5X ist insgesamt in Ordnung, hat aber wie schon zuvor eine Schwäche. Die Glasabdeckung des Displays schließt am unteren Rand des Gehäuses nicht ganz bündig ab, sodass sich in dem kleinen Spalt Schmutz- und Staubpartikel ansammeln.

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Display

Das Nexus 5X kommt im Vergleich mit einem größeren 5,2-Zoll-Display (Nexus 5: 5 Zoll), das wieder über eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel verfügt. Die Pixeldichte beträgt 423 ppi, womit die Anzeige ausreichend scharf ist, um keine einzelnen Pixel mehr erkennen zu können. Geschützt wird sie noch von Gorilla Glas 3 und nicht wie beim Nexus 6P von der neueren vierten Generation.

LG verbaut ein IPS-LCD, das wie üblich gute Blickwinkel und im Vergleich zu OLED-Anzeigen eine etwas natürlichere, weniger knalligere Farbwiedergabe aufweist. Die Schwarzwerte sind natürlich nicht ganz so gut wie bei einem Galaxy S6, aber dennoch sehr gut für ein LCD. Auch die Helligkeit der Anzeige ist mit knapp über 400 cd/m² vollkommen ausreichend, um das Nexus 5X ohne Schwierigkeiten im Freien zu verwenden. Zudem lässt sich das Display deutlich stärker dimmen als beim 2013er-Modell, sodass Lesen und Surfen bei Nacht nicht auf die Augen geht.

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Allerdings haben einige Nexus-5X-Geräte offenbar Probleme mit einem Gelbstich. Im Netz findet man bereits mehrere Berichte von Käufern, die sich darüber beschweren. Auch die Farbwiedergabe unseres Testsamples wirkt im Vergleich mit dem Nexus 5 merklich gelb. Berichten zufolge soll sich der Gelbstich nach einer gewissen Nutzungszeit verbessern. Bei uns ist dies bislang nicht der Fall. Wer sich zu den Betroffenen zählt, sollte sich an den Support wenden. Google tauscht Geräte mit Gelbstich laut einem Reddit-Beitrag aus.

Hardware

Die Hardware des Nexus 5X hat sich im Vergleich zu 2013 natürlich verbessert. Als CPU kommt Qualcomms 1,8 GHz schneller Snapdragon 808 mit sechs Kernen zum Einsatz. Die Grafikberechnung übernimmt eine Adreno-418-GPU. Auch wenn der Arbeitsspeicher weiterhin 2 GByte groß ist, läuft Android 6.0 Marshmallow dank des neuen Prozessors flotter als auf dem Vorgänger. Das merkt man auch schon beim Booten oder Installieren von Anwendungen sowie dem Öffnen und Schließen von System-Apps wie Youtube. Bei einfachen Aufgaben wie dem Öffnen des App-Drawers ist das zwei Jahre alte Gerät aber nicht weniger flott.

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Die höhere Leistung macht sich erst richtig bei aufwendigeren Anwendungen und Spielen bemerkbar. Im neuen AnTuTu 6.0 Benchmark-Test erreicht das Nexus 5X 53502 Punkte. Das LG G4 kam mit gleichem Chip nur auf gut 49.000 Punkte. Das Nexus 5 kommt auf 36787 Punkte. Im Vergleich zu High-End-Geräten wie dem Galaxy S6 liegt das Nexus 5X aber etwas zurück. Im Gegensatz zum Nexus 5 integriert Google auch nicht mehr den aktuell schnellsten Qualcomm-Chip, derzeit der Snapdragon 810, sondern den etwas langsameren 808er. Warm wurde das Gerät bei der Nutzung dafür nicht.

Für persönliche Daten stehen wahlweise 16 oder 32 GByte interner Speicher zur Verfügung. Davon bleiben beim 32-GByte-Modell 24,89 GByte für Nutzerdaten übrig. Einen microSD-Kartenslot zur Erweiterung der Kapazität gibt es leider auch beim neuen Nexus nicht.

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Zur weiteren Ausstattung gehört noch eine RGB-LED-Benachrichtigungsleuchte.

Fingerabdruckscanner

Das Nexus 5X ist neben dem 6P das erste Google-Smartphone, das mit einem Fingerabdruckscanner ausgestattet ist. Dieser sitzt auf der Rückseite unter der Kameralinse und ist mit dem Zeigefinger gut zu erreichen. Wie üblich müsst ihr zuerst den Finger mehrmals in verschiedenen Ausrichtungen auf den Sensor legen, um den Fingerabdruck einzuspeichern. Anschließend funktionieren die Erkennung und das Entsperren des Gerätes zuverlässig und schnell. Wie üblich lassen sich mehrere Fingerabdrücke einspeichern. Praktisch ist, dass sich trotz Fingerabdrucksicherung noch die Smart-Lock-Funktion uneingeschränkt nutzen lässt.

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Kamera

Das Nexus 5X ist mit einer höher auflösenden 12,3-Megapixel-Kamera mit doppeltem LED-Blitz auf der Rückseite ausgestattet. Die einzelnen Pixel sind mit 1,55 µm relativ groß und sollen in Kombination mit einer f/2.0-Blende bei schlechten Lichtverhältnissen gute Aufnahmen ermöglichen. Außerdem ist nun ein Laserautofokus an Bord. Allerdings gibt es keinen optischen Bildstabilisator wie beim Nexus 6P.

Der fehlende OIS führt dazu, dass man Fotos gerade bei schlechten Lichtverhältnis des Öfteren verwackelt und unscharfe Aufnahmen herauskommen. Zudem dauerte es teilweise mehrere Sekunden bis der Fokus die Szene erfasst hat und das Bild im Kasten war. Bei genügend Licht gelingen Bilder dagegen in der Regel blitzschnell und beim ersten Versuch.

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Die Bildqualität ist deutlich besser als noch beim Nexus 5. Die Kamera produziert bei guten Lichtbedingungen ansehnliche und scharfe Fotos mit sehr vielen Details und natürlichen Farben. Die Aufnahmen sind auch an den Rändern nicht unscharf. Bei schwierigeren Lichtverhältnissen sind helle Bereiche manchmal etwas überbelichtet. Der HDR+-Modus gleicht dies aber weitgehend aus und sorgt für besser ausgeleuchtete Aufnahmen. Bei sehr wenig Licht werden Bilder schnell stark verrauscht. Hier sollte man – wenn möglich – den Blitz einsetzen. Nachfolgend einige Testaufnahmen des Nexus 5X im Vergleich mit dem Nexus 5:

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Google Nexus 5X

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Nexus 5

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Google Nexus 5X

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Nexus 5

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Google Nexus 5X

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Nexus 5

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Google Nexus 5X

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Nexus 5

Die Kamera auf der Vorderseite hat 8 Megapixel und einen 1,4 µm großen Sensor, jedoch keinen Blitz. Die Front-Kamera macht im Großen und Ganzen ordentliche Aufnahmen, die allerdings beim nahen Heranzoomen recht weichgezeichnet wirken. Für Selfies, die man auf Facebook & Co. hochladen möchte, reicht das jedoch mehr als aus.

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Die Kamera-App bietet beim neuen Nexus im Grunde dieselben Optionen wie zuvor. Es stehen Photo Sphere, Panorama und Fokuseffekt zur Auswahl. Zudem kann man den Blitz deaktiveren und den HDR+-Modus hinzuschalten. Die Helligkeit lässt sich nun offenbar nicht mehr anpassen. Zudem gibt es einen Editor zum Beschneiden, Drehen und Aufhübschen eines Fotos. Insgesamt bietet das Nexus 5X ab Werk relativ wenige Kamera-Features. Es gibt keinen Pro-Mode oder gar RAW-Unterstützung. Allerdings gibt es genügend Apps im Play Store, die etwas nachhelfen können.

Kommunikation

Drahtlos kommuniziert das Nexus per LTE Cat 6, WLAN 802.11 ac, Bluetooth 4.2 und NFC. GPS und Glonass sind ebenfalls an Bord. Außerdem verfügt es über einen USB-Typ-C-Anschluss und einen Nano-SIM-Kartenschacht. Im Lieferumfang ist nur ein USB-Typ-C-Kabel enthalten, mit dem sich das Gerät nicht an einen Rechner mit dem noch üblicheren USB-Typ-A-Standard anschließen lässt. Hierfür müsste man sich einen Adapter besorgen. Fotos ließen sich aber beispielsweise auch per WLAN übertagen.

Sound

Die Lautstärke des nach vorne gerichteten Mono-Lautsprechers ist höher als beim Nexus 5, hält in Sachen Soundqualität aber nicht mit den Stereo-Lautsprechern anderer Top-Modelle mit. So schlecht, wie er in manchen Tests weggekommen ist, finde ich ihn aber nicht.

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Google OS & Features

Das Nexus 5X ist mit Android 6.0 Marshmallow ausgestattet und wird wie üblich stets als erstes mit Updates auf neue OS-Versionen wie aktuell Android 6.0.1 aktualisiert. Allerdings sind andere Hersteller inzwischen auch schneller mit der Auflieferung von Updates geworden. Für das LG G4 wird zum Beispiel schon seit gut einer Woche das Update auf Android 6.0 ausgeliefert. Fürs HTC One M9 soll es noch im Dezember verfügbar sein. Das Galaxy S6 wird voraussichtlich im Januar folgen.

Zum Einsatz kommt beim Nexus 5X Stock-Android ohne von Herstellern aufgespielte Bloatware. Abgesehen von den typischen Google-Apps wie Maps, Gmail, Drive, Youtube, Play Movies, Music, Books, Chrome sowie Docs, Präsentationen und Tabellen ist hier also keine möglicherweise unerwünschte Software vorinstalliert. Man muss sich also nach dem ersten Einschalten nicht die Zeit nehmen, um unter Umständen nicht benötigte Dienste wie Instagram, Facebook, Facebook Messenger, Pizza.de, WhatsApp, HRS Hotels & Co. vom Smartphone zu schmeißen.

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Mit Stock-Android bringt das Nexus 5X allerdings auch kaum zusätzlichen Funktionen mit, die man eventuell doch ganz praktisch fände. Dafür läuft Vanilla-Android einfach runder und flüssiger als die von Herstellern mit eigenen Oberflächen versehenen Android-Versionen.

Android 6.0 bringt zahlreiche neue Funktionen mit. Zu den Neuerungen gehört zum Beispiel „Now on Tap, Beschränkungsmöglichkeiten für App-Berechtigungen oder die Energiesparfunktion namens Doze. Nähere Details hält folgender Artikel bereit.

Akkulaufzeit

Das Nexus 5X ist mit einem 2700-mAh-Akku ausgestattet, der in Kombination mit Doze für ein ordentliche Standby-Zeit sorgt. Im Schlafzustand verbraucht das Gerät nur 2 bis 4 Prozent in 12 Stunden. Zwei Wochen hält das Nexus 5X damit locker durch, wenn man es einmal links liegen lässt.

Im Betrieb kommt man je nach Anwendung und Helligkeit auf eine Screen-On-Time von rund 5 bis 7 Stunden. Beim Anschauen eines Youtube-Clips oder Surfen im Netz über WLAN bei halber Helligkeit geht dem Akku im Schnitt der Saft nach 5 bis 6 Stunden aus.

Der sogenannte Ambient Mode spart noch etwas Strom, wenn man nur einmal schnell die Uhrzeit abrufen oder nach Benachrichtigungen schauen möchte. Hebt man das Gerät vom Tisch hoch oder zieht es aus der Hosentasche aktiviert sich eine Art Glance-Screen, der je nach Einstellung Uhrzeit, Datum und Benachrichtigungen anzeigt. Insgesamt hält der Akku klar länger als beim Nexus 5, im Vergleich zu Konkurrenten hat das 5X aber nicht die längste Akkulaufzeit.

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Geladen wird das Smartphone via USB-Typ-C. Google liefert ein entsprechendes Kabel und Netzeil mit. Drahtloses Laden gibt es bei dem Nexus-5-Nachfolger nicht mehr.

Dank Qualcomms Quick-Charge-Technologie soll der Akku in nur 10 Minuten für bis zu 3,8 Stunden Laufzeit mit Strom betankt sein. Und das Nexus 5X lädt auch recht schnell. In 15 Minuten schnellt die Akkustandanzeige von 50 auf 67 Prozent nach oben. Nach knapp einer Stunde zeigte das 5X dann 100 Prozent an.

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Fazit

Was einst die Google-Nexus-Reihe ausmachte – High-End-Hardware zu einem vergleichsweise günstigen Preis – ist beim neuen Nexus 5X nicht mehr gegeben. Google verlangt für die Ausstattung des 5X einen zu hohen Preis. Für das Geld bekommt man bei der Konkurrenz ein höherwertiges Design und eine mindestens gleichwertige Hardware. Auch für umgerechnet 364 Euro, zu den Google die 16-GByte-Version in den USA verkauft, wirkt das Nexus 5X noch zu teuer. Im Vergleich bietet beispielsweise ein Honor 7 das bessere Preis-/Leistungsverhältnis, auch wenn es nicht mit der neuesten Android-Version ausgestattet ist.

Die Software bleibt auch einer der wenigen echten Plus-Punkte des Nexus-Smartphones. Stock-Android läuft runder und flüssiger als die angepassten Oberflächen. Zudem erhält das Nexus 5X die aktuellste Android-Version stets als erstes und kommt mit einem unveränderten Android-Betriebssystem ohne Bloatware. Performance, Kamera, Fingerabdruckscanner und Akkulaufzeit sind nicht schlecht, stechen aber zu diesem Preis nicht hervor. Verbesserungswürdig sind die Verarbeitung und bei unserem Modell auch das Display. Wünschenswert wäre außerdem ein optischer Bildstabilisator für die Kamera.

Pro / Con

(Bild: Übergizmo)Anti-Fingerabdruckbeschichtung

(Bild: Übergizmo)Lautsprecher jetzt nach vorne gerichtet

(Bild: Übergizmo)Flottes System

(Bild: Übergizmo)schneller Fingerabdruckscanner

(Bild: Übergizmo)Gute Kamera bei genügend Licht

(Bild: Übergizmo)Unverändertes Android ohne Bloatware

(Bild: Übergizmo)Erhält Android-Updates zuerst

(Bild: Übergizmo)Design und Verarbeitung könnten besser sein

(Bild: Übergizmo)Display hat bei einigen Exemplaren einen Gelbstich

(Bild: Übergizmo)Keine High-End-Hardware mehr

(Bild: Übergizmo)Kamera ohne OIS

minusminus

Zu hoher Preis

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