Microsofts Cortana hört jetzt Android- und iOS-Nutzern zu

(Bild: Microsoft)

Microsoft hat seinen Sprachassistenten Cortana nun auch für iOS und Android veröffentlicht, wenngleich auch nur in abgespeckten Form. Derzeit kommen nur Nutzer aus den USA und China an iOS-Version, doch für Android-Nutzer gibt es einen Trick.

Microsofts Cortana konkurriert mit Siri und Google Now, doch „dank“ der Hürden, die die Hersteller von iOS und Android eingebaut hat, lässt sich der digitale Assistent nicht so tief ins Betriebssystem einbinden wie nötig. Und auch wenn offiziell gilt, dass es Cortana für iOS und Android nur in den USA und China gibt: Zumindest Android-Anwender das Programm trotzdem herunterladen: APK-Mirror macht es möglich.

2014 sagte Microsoft erstmals, dass es Cortana auf Android und iOS bringen wollte. Im Mai 2015 folgte dann die Bestätigung, der Assistent werde in Form einer App kommen. Die Android-Version testete Microsoft dann ab August 2015 öffentlich in den USA, die iOS-Version hingegen ab November in einem eingeschränkten Kreis – in China ebenso wie in den USA.

Zu den Einschränkungen zählt, dass Cortana unter iOS zumindest zunächst nicht mit „Hey Cortana“ aufgerufen werden kann. Unter Android ist das mit der aktuellen Version vom Android-Homescreen aus möglich, wenn sie zuvor geöffnet wurde. Auch lässt sich der Sprachassistent so konfigurieren, dass er Google Now, der mit einem langen Drücken auf die Home-Taste aktiviert wird, ersetzen kann.

Zusätzlich arbeitet Microsoft an einer Integration von Cortana mit seiner Spielkonsole Xbox und mit der Android-Distribution Cyanogen. In seinem Blogbeitrag bestätigt es, dass das Smartphone OnePlus One Cortana im Lauf des Dezember per Over-the-Air-Update Cyanogen OS 12.1.1 erhalten wird. Weitere Cyanogen-Modelle sollen im Dezember folgen. Das Vorgehen charakterisierte Marcus Ash, Program Manager für Cortana, gegenüber The Verge: „Sie nehmen die Basis-Erfahrung von Android und integrieren diese Version.“ Nutzer könnten Cortana wie unter Windows per Sprachbefehl aktivieren. Zudem könne Cortana dort auf Systemeinstellungen wie Netzwerkmodi, Stromversorgung und Ruhemodus zugreifen.

Für die Zukunft setzt das Cortana-Entwicklungsteam Ash zufolge vor allem auf Benachrichtigungen, zu denen schon sehr viel positives Feedback eingehe. „Wenn dann auch noch ein Windows-10-PC involviert ist, können wir einige ziemlich mächtige Sachen machen.“ Dazu zählt die Fortsetzung begonnener Aufgaben auf einem anderen Gerät.

Längst ist außerdem klar, dass Microsofts Pläne für Cortana über einfache Suchanfragen und Terminerinnerungen hinausgehen. So legte es vor einigen Tagen eine öffentliche Preview von Power BI mit Cortana für Windows 10 Version 1511 vor. Nutzer können mit natürlicher Sprache Power-BI-Daten abfragen und auswerten. Als Antworten liefert Cortana einfache numerische Werte oder auch interaktive Diagramme.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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