Senioren-Monitoring Silver Mother in Deutschland erhältlich

(Bild: Sen.se)

Sen.se lanciert sein sensorbasiertes System Silver Mother, mit dem Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit von Senioren durch deren Angehörige und Pfleger*innen überwacht werden können. Ab heute ist das Smart-Care-Paket in zahlreichen deutschen Media-Markt-Filialen sowie online erhältlich.

Schon im Sommer berichteten wir über einen neuen Sensor des Mother-Systems. Damals handelte es sich um eine Erweiterung, die ermittelt, wie viel Flüssigkeit eine Person täglich zu sich nimmt. Das Komplettpaket aus diversen Monitoring-Anwendungen, die auf die Seniorenbetreuung zugeschnitten sind, ist nun in Deutschland erhältlich.

Silver Mother soll es Familienmitgliedern und Pflegepersonal „überall und jederzeit“ erlauben, die Senioren auf verschiedene Handlungen zu überprüfen. Diese sind unter anderem die rechtzeitige Medikamenteneinnahme, das Beibehalten einer täglichen Routine, die Messung der täglichen Flüssigkeitseinnahme sowie körperlichen Aktivität, die Kontrolle der Haustemperatur, die Analyse und Auswertung der Schlafqualität sowie die Benachrichtigung bei Verlassen des Wohnsitzes ohne Begleitung (etwa bei Personen, die an Alzheimer erkrankt sind).

Damit dies möglich ist, befinden sich im Silver-Mother-Set vier kleine multifunktionale Sensoren und eine Mother-Station. Die Basisstation wird ans Internet angeschlossen, damit die vier Sensoren ihre gesammelten an Daten an sie schicken und von dort an die Angehörigen oder Pfleger*innen weitergeleitet werden können.

Damit die Sensoren auch richtig funktionieren, müssen sie während der Online-Installation mit einer der verfügbaren Anwendungen verbunden werden. Die Anwendung, für die die Sensoren sodann bestimmt, lässt sich aber jederzeit ändern, um sie flexibel an die Bedürfnisse anzupassen. Anschließend können sie am entsprechenden Ort oder Gegenstand – etwa einer Trinkflasche, Medikamentenpackung oder Eingangstüre – angebracht werden. Dort erkennen und analysieren die Sensoren alle Bewegungen der Gegenstände, an die sie geklebt wurden.

Erkennt das System eine Situation, die die besondere Aufmerksamkeit der Familie oder des Pflegepersonals verlangt, kann laut Hersteller auch eine Warnmeldung per SMS oder E-Mail ans Smartphone gesendet werden. Was unter solche Situationen fällt, kann zuvor eingestellt werden – etwa das Vergessen, Medikamente einzunehmen oder ein Umherirren. Eine solche Benachrichtigung kann man sich auch zusenden lassen, wenn alles in Ordnung zu sein scheint.

Darüber hinaus kann das System auch Wochenberichte erstellen und an Ärzte weiterleiten sowie über ein Dashboard auf Computer, Tablet oder Smartphone detaillierte Verlaufsansichten wiedergeben. So sollen Verhaltensänderungen oder Anzeichen einer gesundheitlichen Verschlechterung möglichst frühzeitig erkannt werden. Die Mobilgeräte-App ist im Übrigen für die Betriebssysteme iOS, Android und Windows Phone verfügbar.

(Screenshot: Übergizmo)

Die Sensoren von Silver Mother. (Screenshot: Übergizmo)

Die Vorrichtungen zum Anbringen der Sensoren (Riemchen, Klebknete, Silikon-Türsensor) sind außerdem ebenso im Lieferumfang enthalten wie die Batterien der Sensoren. Sie sollen, je nach Nutzung, 4 bis 12 Monate überstehen können. Die Sensorreichweite beträgt 20 Meter im Innenbereich.

Ab dem 10. Dezember ist Silver Mother bei Media Markt sowie online bei Amazon und dem Hersteller selbst erhältlich. Das Basisset, bestehend aus einer Mother Station und vier Sensoren, kostet 290 Euro. Ein Set mit vier  zusätzlichen Sensoren ist für 155 Euro erhältlich. Sen.se verkauft Silver Mother im Gegensatz zu allen anderen Produkten für Senioren nicht im Abonnement, das heißt, die unbegrenzte Nutzung aller Monitoring-Anwendungen ist kostenlos.

Trotz all den Möglichkeiten der Technologie sollte man meiner Meinung nach aber nicht vergessen, vorher die jeweilige Person, deren Verhalten aufgezeichnet werden soll, um eine Erlaubnis zu bitten – sofern diese noch dazu in der Lage ist. Eine unangekündigte Spionage ist schließlich selten erwünscht. Aber immerhin: neue Handgriffe oder technische Fertigkeiten müssen die Senioren bei Silver Mother laut Hersteller nicht erlernen. Diese Hürde scheint es hier also nicht zu geben.

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