Spritze stopft Schusswunden binnen 20 Sekunden

(Bild: Xstat)

Die us-amerikanische Nahrungs- und Medizin-Verwaltung (FDA) genehmigte kürzlich eine mit Schwämmen gefüllte Spritze, die Schusswunden verschließen soll. Bislang gab es so etwas nur für den militärischen Gebrauch.

Das Xstat Rapid Hemostasis System könnte folglich bald auch zivil eingesetzt werden – mal abgesehen davon, dass es selbstverständlich am besten ist, ein solches Werkzeug nie zu benötigen.

Wie dem Foto zu entnehmen ist, werden mithilfe der Spritze kleine Schwämme, konkret: Zellulose-Schwämmem in jene Wunden injiziert, welche mithilfe herkömmlicher Methoden wie Abschnürbinden nicht zu bluten aufhören würden.

Binnen zwanzig Sekunden nach dem Kontakt mit Blut dehnen sich die Schwämme nämlich aus und verhindern so, dass das Blut aus dem Körper fließt – zumindest vorübergehend. Nichtsdestotrotz verringert es den Blutverlust, was später, etwa im Krankenhaus, ein lebensrettender Vorteil sein kann.

Der US Army zufolge ist jener Blutverlust schließlich in 30 bis 40 Prozent aller zivilen Unfälle die Todesursache. 33 bis 56 Prozent davon überleben nicht einmal den Transport zum Krankenhaus und genau dort kann die Schwammspritze lebensrettend eingesetzt werden.

William Maisel, FDA-Direktor für Geräteevaluation, sagte: „Wenn ein Produkt für den Gebrauch auf dem Schlachtfeld entwickelt wurde, muss es auch in einem Worst-Case-Szenario funktionieren, in welchem andere, höher entwickelte Geräte nicht sofort zur Verfügung stehen. Es ist aufregend diesen Technologietransfer zu beobachten, der es etwa zivilen Ersthelfern erlaubt, eine starke, lebensbedrohliche Blutung noch am Unfallort zu kontrollieren.“

Tags :Quellen:(Bild: Xstat)Via:Tyler Lee, Übergizmo.com
  1. Ob das wirklich hilft, zumindest wenn Polizisten 78236 Mal auf einen unbewaffneten Verdächtigen feuern?
    Da denke ich wäre ein verantwortungsvollerer Umgang mit Waffen und eine bessere Schulung von Berufswaffenträgern in den USA sinnvoller.

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