Gaming-Tablets im Benchmark-Vergleich: Acer Predator 8 gegen Nvidia Shield Tablet K1

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Wir vergleichen für euch zwei Tablets, die extra aufs Gaming ausgerichtet sind. Das Acer Predator 8  tritt gegen das Nvidia Shield Tablet K1 an. Die Performance vergleichen wir anhand der sechs Benchmarks AnTuTu 6.0, Quadrant Standard, Geekbench 3, GFXBench, 3DMark und Basemark X. Wer als Sieger hervor geht, erfahrt ihr im Artikel.

Es ist aber nicht nur ein Dual zwischen zwei Android-Tablets, sondern auch zwischen zwei verschiedenen Prozessoren. Acer steigt mit dem neuen Predator 8 in den Ring und vertritt dabei die Intel-Fraktion. Dem stellt sich Nvidia mit seinem von einer Tegra-K1-CPU abgetriebenem Shield Tablet K1 entgegen.

Preis und Ausstattung

Acer verlangt für sein erstes Gaming-Tablet der Predator-Reihe 349 Euro. Dafür erhalten Käufer ein Gehäuse im gebürsteten Aluminium-Look der Predator-Notebooks. Das Display hat eine Diagonale von 8 Zoll und eine Auflösung von 1920 mal 1200 Bildpunkten. Acer versucht sich mit verschiedenen Extra-Funktionen und besonders für Gamer konzipierten Technologien von herkömmlichen Multimedia- und Gamer-Tablets absetzen. Laut Acer ist beispielsweise der Touchscreen besonders präzise. Zudem hat es haptisches Feedback eingebaut und stattet das Tablet mit vier Front-Lautsprecher mit Dolby-Audio-Support für virtuellen Surround-Sound an jeder Ecke aus. Mehr dazu hält unsere Hands-On von der IFA bereit. 

(Foto: Übergizmo.de)

Acer Predator 8 (Foto: Übergizmo.de)

Das Nvidia Shield Tablet K1 ist die günstigere Version des ursprünglichen Shield Tablets. Sie wurde im November vorgestellt und ist für 199,99 Euro erhältlich. Für den günstigeren Preis bietet das K1 aber keine derartigen Extra-Features wie das Predator und beispielsweise nur zwei Stereolautsprecher auf der Vorderseite. Zum Lieferumfang gehören zudem nicht mehr Nvidias DirectStylus 2 sowie ein Ladegerät. Für sie müsstet ihr nochmals 19,99 beziehungsweise 24,99 Euro ausgeben. In Sachen Ausstattung hat das Predator demnach definitiv die Nase weit vor dem Shield Tablet K1.

Hardware

Ein wichtiges Kriterium ist abgesehen von den speziell für Gamer integrierten Funktionen natürlich die Performance. Ein Gaming-Tablet muss auch eine ordentliche Leistung bieten. Für den Antrieb sorgt im Acer Predator 8 Intels Atom-x7-z8700-Prozessor der Cherry-Trail-Generation, den Microsoft beispielsweise auch im Surface 3 einsetzt. Dieser basiert auf der 64-Architektur, hat einen 2-MByte-Cache sowie vier Kenre mit einen Basistakt von 1,6 GHz. Im Burstmode sind maximal 2,4 GHz möglich. Die Grafik übernimmt Intels-HD-Graphics mit bis zu 600 MHz. Weiterhin sind 2 GByte DDR3-RAM verbaut.

(Bild: Übergizmo)

Nvidia Shield K1 (Foto: Übergizmo.de)

Das Shield Tablet K1 wird von Nvidias Mobil-CPU Tegra K1 angetrieben. Der Chip basiert auf Nvidias Grafik-Architektur Kepler und bietet 192 Grafikkerne. Im Shield Tablet K1 verbaut Nvidia wie zuvor die 32-Bit-Version mit vier bis zu 2,2 GHz schnellen Cortex-A15-Rechenkernen, denen nach dem 4-plus-1-Prinzip ein Companion-Kern für wenig anspruchsvolle Aufgaben und den Standby-Modus beigefügt ist. Der Arbeitsspeicher ist ebenfalls 2 GByte groß.

Die Display-Auflösung beträgt übrigens auch beim Shiled 1920 mal 1200 Pixel bei einer Diagonale von 8 Zoll. Das Predator 8 kommt aber mit ganzen 64 GByte internem Speicher. Das Shield K1 dagegen nur mit 16 GByte, was den höheren Preis des Acer-Tablets rechtfertigt. Das Original-Shield-Tablet kostete zum Vergleich mit nur 32 GByte schon 399 Euro, hatte aber zusätzlich auch noch ein LTE-Modul integriert.

Leistungscheck

Es wurden insgesamt sechs verschiedene Benchmark-Tests verwendet, um die Leistung der Tablets zu ermitteln. Sie wurden in relativ kurzen Abständen hintereinader ausgeführt, sodass die Ergebnisse der folgenden Tests vermutlich unter den Werten liegen, die beide Geräte im kühlen Zustand erreicht hätten.

Predator 8 (Bild: Cnet.de)

AnTuTu 6.0: Acer Predator 8 (Foto: CNET.de)

Im AnTuTu-Benchmark (Version 6.0), der unter anderem 3D-, CPU-, RAM- und Grafikleistung ermittelt, hat das Acer Predator 8 (GT-810) 72414 Punkte erreicht. Damit ist es beispielsweise deutlich schneller als ein Nexus 5X, das in dem Benchmark-Test einen Score von 53502 Punkte schaffte, aber langsamer als Nvidias Shield Tablet K1, das auf 81389 Punkte kommt.

Shield K1 (Bild: Cnet.de)

AnTuTu 6.0: Nvidia Shield K1 (Foto: CNET.de)

Den Quadrant-Benchmark, der ebenfalls Prozessor– und 3D-Grafikperformance analysiert, konnte das Acer Predator 8 mit 179.738 Punkten abschließen. Auch hier liegt das Shield Tablet mit 396737 deutlich vorne und kommt auf einen mehr als doppelt so hohen Wert.

Shield (Bild: Cnet.de)

Quadrant Standard: Predator 8 (links) vs Shield K1 (rechts) (Foto: CNET.de)

Die Rechengeschwindigkeit der Tablets misst der Geekbench-3-Test. Das Tool unterscheidet dabei zwischen Single- und Multi-Core-Leistung. Single-Treaded-Anwendungen profitieren von einer hohen Single-Core-Leistung des Prozessorkerns, während Multi-Threaded-Programme in der Regel schneller ablaufen, je mehr Kerne zur Verfügung stehen.

Predator 8 Bild: Cnet.de)

Geekbench 3: Predator 8 (Foto: CNET.de)

Neben dem Gesamtergebnis liefert Geekbench auch Auskunft über die Leistungsfähigkeit bei Ganzzahlen- (Integer) und Fließkommazahlen-Berechnungen. Zudem misst der Benchmark die Speicherperformance.

Shield K1 (Bild: Cnet.de)

Geekbench 3: Shield K1 (Foto: CNET.de)

Das Acer Predator 8 erreicht einen Single-Core-Score von 966 und einen Multi-Core-Score von 2828 Punkten. Auch hier muss es sich dem K1 von Nvidia geschlagen geben, das den Test mit 1142 (Single-Core) respektive 3609 (Multi-Core) abschließt. Bei der Interger-Berchnung liegt das K1 nur knapp vorne. Dafür rechnet es schneller Fließkommazahlen aus und bietet die besser Speicherperformance.

Bild: Cnet.de

GFX Bench: TRex Offscreen ES 2.0: Predator 8 (links) vs Shield K1 (rechts) (Foto: CNET.de)

Die 3D-Performance ermitteln nochmals speziell die Benchmarks GFXBench3DMark und Basemark X. Letzterer nutzt die verbreiteten Unity-Engine in der Version 4.2.2. Im Trex-Offscreen-Test (1080p, ES 2.0) schaffte das Acer Predator 8 2.117 Frames beziehungsweise 38 Frames pro Sekunde. Das K1 kam inzwischen wenig überraschend auf höhere 3.645 Frames beziehungsweise 65 FPS.

PreShield (Bild: Cnet.de)

3DMark Slingshot ES 3.1: Predator 8 (links) vs Shield K1 (rechts) (Foto: CNET.de)

Der 3D Mark Sling Shot (ES 3.1) ermittelte 1231 Punkte beim Predator und 2476 Punkte beim Shield. Im Basemark X kamen die Gaming-Tablets auf 22154 Punkte (Acer) respektive 35613 Punkte (Nvidia).

PreShield (Bild: Cnet.de)

Basemark X (Medium): Predator 8 (links) vs Shield K1 (rechts) (Foto: CNET.de)

Fazit

Die Tegra-K1-CPU bietet im Shield K1 Tablet dem ersten Eindruck nach eine klar höhere Grafikperformance als die Intel-Atom-CPU des Predator 8. Bei der reinen Rechenleistung liegen beide Tablets näher zusammen, das Nvidia-Gerät hat aber auch hier die Nase vorne. Allerdings handelte es sich bei dem Predator-Modell auch noch um ein Vorserienmodell, wie man uns mitteilte. Das heißt die Performance des Predator 8 könnte aufgrund von Software-Optimierungen noch gesteigert werden. Das wird sich in späteren Tests zeigen müssen. Den ersten Tests zufolge sollten Nutzer, die ein günstiges Gaming-Tablet suchen und besonders Wert auf hohe Leistung legen, wohl eher zum Nvidia-Gerät greifen. Das Predator 8 zeichnet sich durch eine deutlich bessere Ausstattung mit speziellen Gaming-Features, einem größeren Speicher und besseren Sound aus.

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