Auf dem Weg zum Cyborg? – Chip, der Strom aus Körperzellen bezieht

(Bild: Trevor Finney und Jared Roseman / Columbia Engineering)

Forscher haben einen Chip entwickelt, der seine Energieversorgung mit Hilfe lebender Körperzellen gewährleistet.

An der Columbia Universität (New York) haben Forscher den ersten Chip entwickelt, der mit Energie aus dem Körper versorgt werden kann. Wenn dieser zum Beispiel im Körper implantiert wäre, so könnte die dahinterliegende Technik einen gewaltigen praktischen Sprung auf dem Chip-Implantat-Sektor bedeuten.

Prinzipiell funktioniert die Technik so, dass energiereiche Moleküle, so wie sie in Zellen vorkommen, den Chip mit der nötigen Energie versorgen. Die chemisch gespeicherte Energie im sogenannten ATP, dem Adenosintriphosphat, ist so dicht, dass damit Muskeln „betrieben“ werden. Bei der Zerlegung des ATP durch körpereigene Enzyme wird die Energie für den menschlichen Organismus nutzbar.

Treibstoff, der auch Muskeln antreibt

Der Mikrochip hat ein eigenes Enzym, welches das ATP nutzt um ein elektrisches Potenzial zu erzeugen. In Versuchen haben die Forscher mit zwei Bio-Zellen ein Potenzial von 78 Millivolt bei einem Wirkungsgrad von 14,9 Prozent realisieren können. Vergleich: Der Wirkungsgrad von Silizium-Solarzellen liegt bei etwa 10 bis 20 Prozent.

Herzschrittmacher wird man mit dieser Technologie nicht betreiben können. Einzelne Solid-State-Anwendungen sollen angeblich umsetzbar sein. Ebenso könnten im menschlichen Körper Nanopartikel mit medizinischer Funktion angetrieben werden, was bisher nur mit passivem Material gewährleistet werden konnte.

(Bild: Trevor Finney und Jared Roseman / Columbia Engineering)

Tags :Via:elektronikpraxis
  1. Was wäre wenn man einen Chip mit dem nervenzentrum verbindet. Nicht für mehr Erinnerungsvermögen oder schnellere Reaktion aber einzig verbunden mit einem Sender der Internet für Millisekunden Zugriff haben kann würde dafür die Energie ausreichen? Es geht nicht darum lange die Verbindung halten zu können aber bei genug energie könnte man mit dieser Versorgung nicht genug Energie haben um jemanden Gehirn mit dem Internet zu verbinden. So ein test wäre wirklich etwas erstrebenswert

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising