Internetverbindungen im Schnitt 5,1 MBit/s schnell

(Bild: Akamai)

Wie schnell ist eigentlich eurer Internetanschluss? Wenn er über 5,1 MBit/s erreicht, liegt ihr über dem weltweiten Durchschnitt. Das geht aus einer Studie von Akamai hervor.

Die vierteljährlichen Studie „State of the Internet Report“ von Akamai zeigt: Die durchschnittliche weltweite Internetanbindung ist 5,1 MBit/s schnell, aber einen Anschluss mit 25 MBit/s oder mehr haben nur rund 5 Prozent der weltweiten Internetnutzer.

Wer mal so richtig neidisch werden will, sollte sich nach Südkorea begeben: Hier kommt eine Leitung im Schnitt auf 20,1 MBit/s. Auch in Schweden (17,4 MBit/s) und Norwegen mit 16,4 MBit/s geht es schnell. Die Schweiz belegt Platz 4 mit 16,2 MBit/s.

Jetzt ist natürlich die große Frage: Wie sieht es in Deutschland aus? Schlecht, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Allerdings konnte die Geschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent angehoben werden.
(Bild: Statista)
Dennoch: 11,5 MBit/s belegt Deutschland nur Rang 22. Die signifikantesten Entwicklungen sind diesbezüglich aber in Afrika zu bemerken. Der Kongo verzeichnete mit plus 147 Prozent den größten Zuwachs des Quartals. Zugleich liegen von 19 Länder mit einem Rückgang des Durchsatzes zahlreiche in Afrika: beispielsweise Namibia mit minus 0,6 Prozent (auf jetzt 1,8 MBit/s) und Sudan mit dem größten Minus weltweit von 64 Prozent, auf 1,3 MBit/s.

Auch in den in der Spitzengruppe vertretenen Ländern Südkorea und Hongkong ging der durchschnittliche Durchsatz allerdings zurück, um 19 beziehungsweise 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Der 60-seitige Bericht von Akamai enthält zudem Tabellen zum größten Zuwachs und Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Den stärksten Rückgang verzeichnete hier das Bürgerkriegsland Syrien mit minus 29 Prozent auf 1,2 MBit/s.

Die Verbreitung von Verbindungen mit mindestens 25 MBit/s hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent erhöht. Das ist Akamai zufolge deswegen signifikant, da diese Schwelle von der US-Kommunikationsbehörde FCC als Limit für „Breitband“ definiert wird. Im Januar hatte die FCC den Wert angehoben – von zuvor nur 4 MBit/s. Akamai zufolge können die zehn führenden Länder je zweistellige Breitband-Verbreitung melden. Nur in Südkorea überschreitet die Quote aber die Schwelle von 20 Prozent.

Den Abschluss des Berichts bilden Zahlen zum Mobile-Traffic, die von Ericsson stammen. Sie wurden in 180 Ländern und über 1000 Telekommunikationsnetze erhoben. Demnach legte der mobile Datenverkehr im Quartalsvergleich um 14 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent zu, während es bei Sprachtelefonie keine signifikante Veränderung gab.

Grafik: Statista

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising