Chattet ihr bald mit Google-Bots?

(Bild: Shutterstock)

Google entwickelt einen Chatbot, der Fragen beantworten, Suchen durchführen und vielleicht sogar Termine ausmachen und Tickets bestellen kann. Damit könnte Google zu Diensten wie WeChat Konkurrenz machen.

 

Google Easter Eggs

Bild 1 von 40

Zerg Rush
Suche in Google nach "Zerg Rush" und kämpfe gegen die aggressiven "O" aus dem Google Logo. Lass dich nicht überrennen!

Die Chatbots von Google sollen eine alternative Möglichkeit sein, die Suchmaschine Google zu verwenden. Zwar besitzt der Sprachassistent Google Now bereits solche Fähigkeiten und auch Googles Suchmaschine selbst kann Fragen beantworten, doch ein richtiger Chat ist das nun einmal nicht. Nach einem Bericht des Wall Street Journal ist aber nicht klar, wie sich die Neuentwicklung von bisherigen Techniken unterscheidet.

Klar ist, dass Google im Messaging-Bereich Defizite gegenüber Facebook Messenger, Microsoft Skype oder auch SnapChat hat. Das WSJ verweist aber vor allem auf die chinesische App WeChat von Tencent, über die Anwender schon einkaufen, Rechnungen bezahlen und Termine vereinbaren könnten. Google Hangouts hat zwar für Videokonferenzen eine gewisse Verbreitung, ist aber längst kein so umfassendes Kommunikationsnetz für Freundesgruppen wie die genannten Konkurrenten. Und Google Messenger ist trotz mindestens 10 Millionen Installationen laut Google Play weithin ungebräuchlich.

Den Quellen der Zeitung zufolge hat Google die Projektleitung Nick Fox übergeben, dessen Beförderung zum Vice President of Communications Products The Information dieses Jahr aufgedeckt hatte. Er arbeite seit mindestens einem Jahr an dem neuen Chatdienst. Im Oktober 2015 sei sein Vorstoß, 200 Labs zu übernehmen, auf Ablehnung gestoßen. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die die Qualität von Chatbots bewertet.

Laut den Informanten wäre die Vermittlung der Anwender an einen jeweils geeigneten Chatbot ein wichtiger Teil von Googles System. Es sei wahrscheinlich, dass auf seiner Messaging-Plattform dann auch fremde Chatbots laufen könnten. Es handle sich um eine strategische Entwicklung, da smarte Messaging-Assistenten seine marktführende Position im Suchmarkt bedrohten.

Das Google-System scheint dem Bericht zufolge als Konkurrenz für Facebook M intendiert. „Im Gegensatz zu anderen KI-basierten Diensten am Markt kann M tatsächlich Aufgaben für Sie erledigen“, erklärt David Marcus, der frühere Paypal-Chef, der inzwischen bei Facebook fürs Messaging zuständig ist, im August 2015. „Es kann Waren kaufen, Geschenke zu Ihren Liebsten liefern lassen, Restaurants buchen, Reisen organisieren, Termine machen und vieles mehr.“ M werde „von Menschen trainiert und überwacht“.

Von Facebook vorgelegte Screenshots zeigen einen Messenger-artigen Dialog zwischen Assistent und Nutzer. So schlägt die Künstliche Intelligenz (KI) Schuhe als Geschenk für ein Neugeborenes vor. Willigt der Nutzer ein, kann der Algorithmus offenbar den Kaufvorgang eigenständig durchführen. Einen Termin für die Einführung nannte Facebook im August nicht. Marcus sagte, man stehe noch „am Anfang der Reise“.

Tipp: Wie gut kennst Du Google? Teste dein Wissen – mit 15 Fragen bei ITespresso.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising