Twitter will Patent auf Selfies per Drohne

DJI Phantom 3 (Bild: Gizmodo)

Twitter will ein Patent für Drohnen erhalten, die twittern und von der Twitter-Meute gesteuert werden können. So sollen neue, interessante Aufnahmewinkel gefunden werden, denn filmen sollen die Geräte natürlich auch - live und per Periskope-App.

Twitters Patentantrag sieht eine Drohne vor, die Fotos und Videos aufnimmt und dieses Material über Twitter verbreitet. Likes, Antworten und Tweets sollen die Bewegungen der Kamera steuern können.

Twitter hat sich gegenüber dem US-Sender CNBC in äußerster Kürze über das jetzt bekannt gewordene Patent geäußert. Der Kommentar lautete: „Ein Wort: Drohnen-Selfies.“

Zu den geschilderten Drohnenfunktionen gehört Live-Video. Twitters zugekaufter Live-Video-Dienst Periscope war im März 2015 an den Start gegangen. Der anfänglichen iOS-App folgte im Mai eine Version für Android. Twitter erwähnt aber auch Telepräsenz und Live-Interviews als mögliche Einsatzgebiete.

Drohnen gelten als zukunftsreiche Technik. Allerdings tut sich zwischen privater und kommerzieller Nutzung zunehmend eine Schere auf, zumal die Nutzung in vielen Ländern erst noch reguliert werden muss. In den USA beispielsweise gilt ab Mitte 2016 eine Zulassungspflicht.

Nach Schätzung der zuständigen US-Behörde Federal Aviation Administration werden im aktuellen Weihnachtsgeschäft rund 400.000 Drohnen an private Nutzer verkauft werden. Als eine ihrer Hauptaufgaben gilt die Aufnahme von Foto und Video. Vereinzelt ist in den USA schon das Kofferwort „dronie“ für „drone selfie“, also Selbstaufnahme per Drohne, in Gebrauch.

Dem stehen die Interessen von Firmen wie Amazon und Google gegenüber, die Drohnen für die automatische Auslieferung von Warensendungen nutzen wollen. Google glaubt an eine kommerzielle Nutzung schon ab 2017. Amazon zeigte Ende November einen neuen, besonders leichten Prototyp einer Lieferdrohne. Sie stellt Pakete in einem Umkreis von 24 Kilometern zu.

Drohnen sind aber auch für die Landvermessung im Einsatz. Ein aktueller Sony-Prototyp beispielsweise kann 10 Kilo Gewicht transportieren – üblicherweise eine professionelle Fotoausrüstung. Die maximale Flugdauer beträgt zwei Stunden, die Höchstgeschwindigkeit 170 km/h. Entstanden ist die Drohne im Rahmen des Joint Ventures Aerosense mit ZMP.

Die neuen Fluggeräte werden auch bei Fernsehübertragungen eingesetzt. Diese Woche kam es während eines Weltcup-Skirennens zu einem Unfall. Im italienischen Madonna di Campiglio stürzte eine Drohne auf den Slalom-Kurs ab und verfehlte nur knapp den österreichischen Skirennläufer Marcel Hirscher. Laut der Produktionsfirma seien sehr wahrscheinlich „unerwartete und starke Frequenzstörungen“ dem Absturz des DFC-Copter XR1 vorausgegangen.

ABSTÜRZENDE KAMERADROHNE GEFÄHRDET SKIFAHRER BEIM WELTCUP-SLALOM

Tags :Quellen:News.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de
  1. Hallo Andreas,

    das thema war doch Twitter, oder? Wieso soll ich hier nochmal ‚Alles über Drohnen‘ lesen?
    Ich hätte mir schon ein Statement gewünscht, was mit den Selfies aus Sicht einer Drohne ist, auf denen ZB ICH zu sehen bin??? Mit Gesichtserkennung und allem pipapo?? Will ich mich in twitter wiedersehen, weil twitter das Patent hat? ohne mich und andere Millionen zu fragen?

    Und sie gehen da so nonchalant drüber weg? Dass mir so’n Ding auf den Kopf fallen kann, ist dagegen fast noch das kleinere Übel!

    Guten Rutsch!

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