Opto-Prozessor: Die Mikro-Chip Revolution

(Bild: Glenn Asakawa, University of Colorado)

Wissenschaftler aus den USA haben einen Opto-Prozessor entworfen, dessen Ein- und Ausgänge optisch statt elektrisch funktionieren. Dies könnte die Leistung eines Computers deutlich steigern.

An der University of Colorado, der University of California und dem MIT haben Forscher einen Mikroprozessor entwickelt, der nicht elektrische sondern optische Signalwege nutzt. Der Licht-Prozessor hat eine Bandbreitendichte von 300 Gigabits pro Sekunde pro Quadratmillimeter. Damit übertrifft er herkömmliche Mikroprozessoren um das 50 fache.

Der Opto-Prozessor hat 850 integrierte optische Ein- und Ausgänge. Vladimir Stojanović von der University of California erklärt, dass dies bisher kein anderer Chip biete. In den Herstellungsprozess herkömmlicher Schaltkreise ließen sich die lichtbasierten Systeme zudem einfach integrieren.

Parallele Datenströme möglich

Der Opto-Prozessor hat entscheidende Vorteile. Überträgt man Signale optisch, wird es möglich deutlich dichtere Datenströme parallel zu übertragen. Durch unterschiedliche Polarisation und einer Varianz von Wellenlängen im Infrarotbereich, lassen sich übertragene Informationen viel dichter und von einander getrennt in einen Leiter einbringen. Bei der Übertragung von elektrischen Signalen ist man durch die deutlich höheren Wellenlängen physikalisch begrenzt.

Diese Grenzen der Bandbreite auf kleinstem Raum werden durch die Signalübertragung im Opto-Prozessor ein großes Stück nach oben verschoben. Die Forschungsergebnisse wurden im renommierten Wissenschaftsmagazin Nature vorgestellt. Langfristig könnte solch eine Technologie zu wesentlich leistungsstärkeren Computern und verbesserter Netzwerkinfrastruktur führen.

(Bild: Glenn Asakawa, University of Colorado)

Tags :Quellen:University of Colorado BoulderVia:t3n

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