Bye bye BigDog – Roboterhund war zu laut für US Army

LS3 Robot Field bigdog

Der Roboterhund LS3, besser bekannt als BigDog, beendet seinen Militärdienst. Entgegen der Hoffnungen, der Roboter würde eines Tages als Gepäckträger für US-Soldaten in unwegsamen Gelände dienen, gab man das Projekt nun auf. BigDog war einfach zu laut.

Natürlich lag das nicht daran, dass der Roboterhund etwa bellen würde. Die Mechanik des BigDog machte schlichtweg zu laute Geräusche, als dass man mit ihm zusammen unbemerkt die Stellungen wechseln könnte.

Die erste Version des vierbeinigen Roboters wurde 2008 von der Firma Boston Dynamics produziert, anschließend 2010 unter einem Vertrag über 32 Millionen US-Dollar von DARPA. Seit 2012 wurde der Roboterhund AlphaDog genannt, erhielt aber dennoch den geläufigen Spitznamen BigDog. Robotikinteressierte weltweit verfolgten die Entwicklung des BigDog, bis das US-Militär ihn nun an der Schwelle zum Jahr 2016 in seine Hundehütte verbannen wird.

„Als die Marines ihn nutzen, war es aufgrund der Limitierung des Roboters selbst bereits eine Herausforderung das Potential zu erkennen“, so Kyle Olson, Sprecher des Marines´ Warfighting Lab. „Sie sahen ihn als das, was er war: ein lauter Roboter, der ihre Position verrät.“ Tatsächlich soll der BigDog wie ein Rasenmäher geklungen haben, allerdings war er auch dazu imstande, rund 200 Kilogramm durch die Gegend zu schleppen und hatte mit Spot auch einen kleinen, schwächeren, doch flinkeren Bruder.

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(Bild: Gizmodo.com)

(Bild: Gizmodo.com)

An der ETH Zürich wird man das Aus für die Roboterhunde besonders bedauern. Dort stellte man dieses Jahr eine fliegende Späheinheit für eben jene Maschinen vor. Gänzlich unnütz war die Forschung aber nicht.

„Davon zu lernen, spielte eine große Rolle. Und wir lernen weiter dazu“, fügte auch Olson bei einem Gespräch mit Military.com hinzu. Die Technologie, die in den Roboterhunden steckt, wird sich also vielleicht früher oder später in neueren Maschinen finden, oder als Sprungbrett für noch bessere Innovationen dienen. Zu vierbeinigen Robotern hat das US-Militär nun auf jeden Fall eine Menge gelernt. Vielleicht werden die Soldaten in Zukunft ja sogar von echten Vierbeinern begleitet, Pferde zum Beispiel. Die sollen im Vergleich einen wirklich guten Spritverbrauch haben ;)

Tags :Via:Matt Novak, Gizmodo.com

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