Ratgeber: So lebt euer Smartphone-Akku besonders lang

(Bild: gizmodo)

Ihr habt ein neues Smartphone bekommen und wollt diesmal nicht den Fehler machen, den Akku kaputtzurocken? Leider sind bei den meisten Modellen die Akkus nicht mehr wechselbar, weshalb man besonders gut mit den Stromspeichern umgehen sollte. Unsere Tipps zeigen euch, wie das geht.

Das Smartphone und der Akku

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Welches Smartphone hält am längsten durch?
Im Test von PC Welt dominierte das Samsung Galaxy Note 3 mit 13:02 Stunden Online-Zeit vor dem LG G Flex mit 11:46 Stunden und dem Nokia Lumia 1520 mit 11:16 Stunden. Es folgten das Samsung Galaxy S5 sowie das HTC One Max mit je 10:53 Stunden. Mit neuen Modellen könnten diese Werte jederzeit übertrumpft werden - aber vorerst sicher nur marginal.
Im Grunde gilt: Je größer das Smartphone, desto größere Akkus passen auch hinein. Aber je größer die Displayauflösung, desto mehr wird der Akku beansprucht. Darum gibt es Smartphone-Exoten wie das kleine Nokia Asha, das gerade einmal 240 mal 320 Bildpunkte anzeigt. Bild: Shutterstock

Die erste Regel für eine lange Akkulaufzeit heißt natürlich, dass man nicht alle erdenklichen Funktionen seines Smartphones ständig aktivieren muss: Wer GPS, Bluetooth und WLAN gerade nicht braucht, kann die Dienste auch abschalten, um Strom zu sparen.

Bis zum Rand auffüllen

Wer erinnert sich nicht an den „Memory Effekt“ bei Akkus? Der spielte bei Nickel-basierten Zellen eine Rolle, aber der damit ist es mittlerweile zum Glück vorbei. Die aktuellen Lithium-Ionen-Akkus sollten nicht ganz entladen werden. Um den Akku möglichst lange am Leben zu erhalten, sollte man ihn möglichst immer über 50 Prozent halten. Wer ihn ständig komplett entlädt, tut sich keinen Gefallen, weil man die Lebensdauer ein wenig verkürzt.

Aber man sollte das Smartphone oder Tablet auch nicht ständig laden. Lithium-Ionen-Akkus können überhitzen. Das verhindern in der Regel die Ladeteile, aber normalerweise sollte man sein Telefon vom Stromnetz trennen, wenn es voll ist. Und um es noch komplizierter zu machen: Der Akku mag es auch nicht, ständig ganz voll geladen zu sein. Das Beste, was man ihm antuen kann, ist ihn kurz vor 100 Prozent vom Netz zu nehmen.

Wer die Mühe auf sich nehmen will, seinen Akku besonders pfleglich zu behandeln, der sollte von rund 40 auf etwa 80 Prozent in einem Rutsch laden.

Kühl lagern

Lithium-Ionen-Akkus haben einen Hauptfeind und der heißt Hitze. Wenn der Akku heiß ist, geht er viel schneller kaputt – egal ob er benutzt, geladen oder einfach nur gelagert wird.
Bei 0 Grad Celsius verliert ein solcher Akku pro Jahr nur 6 Prozent seiner Maximalkapazität. Bei 25 Grad Celsius sind es 20 Prozent und bei 40 Grad Celsius sind es krasse 35 Prozent. Es ist natürlich nicht ratsam, sein Smartphone in den Kühlschrank zu legen, aber man sollte es nicht in nun auch nicht gerade im heißen Auto liegen lassen.

Schnurloses Laden vermeiden

Laden per Induktion ist sicherlich komfortabel, aber leider entsteht dadurch auch einige Wärme – und die schadet dem Akku mehr als es ihm nutzt. Mit einem normalen Ladeteil lebt der Akku länger.

Niemals auf 0 gehen

Die Benutzung des Akkus sorgt für eine Verkürzung seiner Lebenszeit – aber das lässt sich nicht ändern. Doch es gibt eine Verhaltensweise, die den sicheren Tod des Akkus bedeutet. Wenn man ihn schlicht nicht mehr lädt sondern einfach irgendwo liegen lässt. So habe ich mir schon Akkus von Notebooks zerstört. Die Akkus sollten wenn es irgendwie geht, rund 40 Prozent Ladung behalten. Zur Not trägt man sich im Terminkalender eine Erinnerung ein, wenn man das Gerät nicht benutzt. Lithium-Ionen-Akkus verlieren ungefähr 5 bis 10 Prozent ihrer Ladung pro Monat.

Außerdem gibt es eine Schutzschaltung, die Akkus deaktiviert, wenn sie tiefentladen sind, weil sie beim erneuten Laden extrem instabil werden und ggf. auch anfangen zu überhitzen. Das will man nicht erleben.

Nicht übertreiben

Ein Lithium-Ionen-Akku lebt in der Regel rund drei bis fünf Jahre und häufig ist dann auch das Gadget nicht mehr aktuell und wird (hoffentlich ordentlich) entsorgt. Viel länger wird er auch bei bester Pflege nicht aushalten.

Am besten fahrt ihr, wenn ihr das Smartphone nicht täglich leer macht und komplett neu aufladet oder den Akku den ganzen Tag im heißen Auto liegen lasst.

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  1. Man kann sich also aussuchen, ob man sein smartphone oder tablet mit seinen fratures täglich nutzt oder ob man es als eine art akkutamagotchi umsorgt, was meiner meinung nach nicht sinn und zweck entspricht. Was bringt es mir wenn ich ein wifi tablet besitze und es nach jeder stunde benutzung auflade weil der akku von c.a. 80 auf 40% gefallen ist, alles unterbrechen muss weil ich bis zum nächsten tag warten muss bis ich den nächsten ladezyklus durchführen darf? Ein akku ist nunmal da um das gerät über die zeit mit energie zu versorgen. Voll ist er bei 100%, leer bei 0… nicht voll bei 80 und leer bei 40%…

    1. Ich stimme dir zu. Der Krieg ist vorbei und wir kaufen eh spätestens alle 24 Monate ein neues Handy. Solang wird der Akku schon halten. Auch sind diese Energiespartipps völlig offensichtlich und keinen Artikel oder „Ratgeber“ wert.
      Gizmodo hört doch mal auf das Internet mit sich ständig wiederholendem nutzlosem Content zu vermüllen und gebt euch lieber mal mehr Mühe bei interessanten und neuen Themen.

  2. Natürlich wird sich niemand im täglichen Gebrauch punktgenau an alle Tipps halten.
    Aber das Wissen um die technischen Hintergründe wird auch nicht schaden.
    Es gebündelt in diesem Artikel zu veröffentlichen ist hilfreich für User,
    die gezielt nach Hintergrundinfos zu diesem Thema suchen und kein „nutzloser Content“.
    Schon die kleineren Möglichkeiten, ausserhalb des „Hochleistungsbetriebes“, die in den Tipps aufgezeigt werden,
    sind sinnvoll einsetzbar, ohne das darunter die Performance tagsüber leidet.
    Ausserdem werden ja auch andere Geräte mit Akkus betrieben, die man nicht nach 24 Monaten wechselt,
    oder die im Moment nicht täglich genutzt werden, usw.
    Eine sinnvolle Akkupflege schadet bei moderater Anwendung niemand.
    Nicht mir, nicht meinem Geldbeutel, und bestimmt nicht der Umwelt.
    Ich persönlich bedanke mich jedenfalls für diese konzertierte Zusammenfassung zum Thema „Akku“.
    Ich finde den Beitrag in seiner Facettierung sehr hilfreich.

  3. Mein iPhone 3gs ist über 6 Jahre alt, funktioniert, trotz ständigem und täglichem Gebrauch, tadellos.. der Akku lässt jetzt langsam zwar spürbar nach, ist aber noch ohne Probleme benutzbar!
    Dabei lade ich das Gerät erst auf, sobald unter 2% und dann bis 100%..

    Alle 24 Monate ein neues Gerät zu kaufen bringt den Unternhemen Geld, sonst leider kaum jemandem etwas…

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