Amazon spendet Erlöse aus Pegida-Song der Flüchtlingshilfe

pegida

So war das von Pegida sicher nicht geplant. Denn Amazon gibt nun bekannt, dass sie ihren Anteil der Erlöse des im Amazon-Stores erhältlichen Songs „Gemeinsam sind wir stark“ (1,29 Euro) der Flüchtlingshilfe spenden. Damit beteiligt sich jeder Pegida-Beführworter, der den musikalisch trivialen Song herunterlädt, indirekt an der Flüchtlingshilfe. Chapeau, Amazon!

Wer auf die Amazon Seite des Pegida Songs „Gemeinsam sind wir stark (Die Pegida-Hymne)“ landet, wird sofort von Amazon darauf hingewiesen, dass „Die Erlöse von Amazon aus dem Verkauf dieses Songs (…) an eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen“ gehen. Mit dieser Aktion könnte das in den letzten Jahren nicht gerade durch gemeinnützige Aktionen auffällige Amazon einige Karma-Punkte gut gemacht haben.

Auch ansonsten stößt der Song auf wenig Gegenliebe. Den 120 5-Sterne-Bewertungen stehen 210 1-Sterne-Bewertungen gegenüber (Stand: 31.12.15). Bewertungstexte wie „Billiger Sound, der ein Gemeinschaftsgefühl der kaltherzigen Menschen erschaffen soll. Pfui, schämt euch alle!“ und „Dümmlich, peinlich, belanglos – erinnert ein wenig an eine schlecht gemachte Kopie des Henry-Maske-Songs. Textlich (mmh mmh, ha ha, la la…) ebenfalls ziemlich exakt auf Zielgruppenniveau. Somit alle Erwartungen erfüllt!“

Aber auch viele der 5-Sterne-Bewertungen scheinen nicht sonderlich ernst gemeint zu sein. „Ein tolles Lied hat unsere liebe Pegida dort zustande gebracht. Angefangen mit dem wunderbaren Text, von dem sich einige Redner der Pegida eine große Hakenkreuzförmige Scheibe von abschneiden. (…) Meinem deutschen Schäferhund Blondie scheint diese meisterhafte Stück Musikgeschichte auch sehr zu gefallen.“

37 unmögliche Amazon Rezensionen

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Warnwesten für Hühner für 25 Euro
"Preislich ist die Weste natürlich unwirtschaftlich, jedoch wollen meine Hühner sie nichtmehr hergeben. Verarbeitung gut, Gewicht und Passgenauigkeit bekommen 5 Sterne. Seither ist keines meiner Hühnchen mehr überfahren worden und selbst wildes Getier vergreift sich nichtmehr. Bahnübergänge, Ampeln, Rollstuhlfahrer- Dies ist jetzt keine Gefahr mehr! Keine besorgten Nächte in denen man nochmals im Schuppen nachsieht, ob die Hühner vom Feiern zurück sind." (Kuchen)

[Bild und Quelle: link]
  1. Sauber Amazon! Den Flüchtlingen (in Wirklichkeit keine Flüchtlinge sondern Einwanderer, denn wer die deutsche Grenze erreicht, flüchtet schon lange nicht mehr) helfen, aber die eigenen Angestellten knechten. Das nenne ich Kapitalismus in seiner reinsten Form

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