Onlinesüchtig? Die Bundesregierung will helfen

(Bild: Shutterstock)

Immer mehr Menschen können nicht mehr ohne Internet leben - gar nicht mehr. Ein geringer Prozentsatz ist wirklich onlinesüchtig und zeigt Entzugserscheinungen, wenn sie nicht online gehen können. Diesen Menschen muss geholfen werden, findet die Bundesregierung.

Wer onlinesüchtig ist, hat derzeit ein Problem: Es gibt kaum Beratungsstellen oder Therapieangebote aber vor allem fehlen Präventionsprojekte, damit es erst gar nicht so weit kommt.

Die Bundesregierung will nun eine Initiative zur Bekämpfung der Onlinesucht auf den Weg bringen, heißt es in einem Bericht des Spiegel. „Das Ziel muss ein maßvoller Umgang und eine gesunde ‚Online-Offline-Balance‘ mit den neuen Medien sein“, heißt es in einem Brief der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, an die Unions-Bundestagsfraktion.

Und wer nun entrüstet sagt: Das geht doch die Bundesregierung nichts an, wie lange ich online bin, der hat eventuell schon ein Problem. Es geht keineswegs darum, den Menschen vorzuschreiben, wie lange sie online sein sollen.

Neben Präventionsangeboten müssten „passende Behandlungsmöglichkeiten für eine wachsende Zahl Betroffener aufgebaut“ werden. „Experten schätzen die Zahl der Internetabhängigen aktuell auf etwa ein Prozent der 14- bis 64-Jährigen“, schreibt die CSU-Politikerin in ihrem Brief.

Die Regierung will zum Beispiel durch die Förderung von Onlineberatungen für Abhängige helfen oder Projekte unterstützen, die mögliche Gesundheitsschäden durch exzessiven Internetkonsum bei Kindern und Jugendlichen untersuchen.

Auf der Jahrestagung der Drogenbeauftragten im November 2016 sollen weitere Maßnahmen vorgestellt werden.

Bild: Shutterstock/igor.stevanovic

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising