Auch E-Books sollen weiterverkauft werden dürfen

(Foto: Shutterstock)

Bücher, die einem nicht gefallen oder die man bereits gelesen hat, kann man ohne weiteres weiterverkaufen. Anders sieht es mit E-Books aus: Bislang ist ihr Verkauf als "gebrauchtes" Buch verboten. NRW-Justizminister Thomas Kutschaty will das jetzt ändern.

Das bisherige Verbot, E-Books weiterzugeben, stelle „für die Verbraucher eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Kauf eines gedruckten Buches dar“, sagte Kutschay der Nachrichtenagentur dpa, wie buchreport.de berichtet. Deswegen wolle er gegen das Verbot vorgehen.

Bislang gilt in Deutschland die Rechtssprechung des Oberlandesgerichts Hamm aus dem Jahr 2014. Demzufolge würden E-Books und Audiodateien dem Leser bzw. Nutzer nicht verkauft, sondern lediglich zur Nutzung überlassen. Dieses Nutzungsrecht könne nicht weiterverkauft werden.

Im Auftrag der Justizministerkonferenz und im Rahmen der Initiative „Digitaler Neustart“ will das Land NRW jetzt prüfen, ob das bestehende Recht an die Bedürfnisse des digitalen Zeitalters angepasst werden muss.

Tags :Quellen:Buchreport

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