GoPro will mit YouTube kooperieren

(Bild: GoPro)

YouTube hat auf der CES 2016 mitgeteilt, dass Googles Videostreamingdienst mit GoPro kooperieren werde, um 360-Grad-Videos zu integrieren und auch für High Dynamic Range (HDR) wurde eine Unterstützung angekündigt.

Wer eine GoPro hat und YouTube nutzt, darf sich freuen. Die beiden Unternehmen kooperieren und wollen ihre Produkte besser aufeinander abstimmen.

360-Grad-Videos lassen sich nicht mit einer handelsüblichen GoPro aufnehmen. Für diesen Zweck wurde bereits ein Stativ namens Odyssey vorgestellt, in das einfach 16 Actionkameras eingesteckt werden.

Mit Odyssey lassen sich Videos erstellen, in denen der Nutzer die Blickrichtung verändert und einen jeweils unterschiedlichen Ausschnitt sieht – sich also beispielsweise umblicken kann. Die Technik lässt sich natürlich bestens mit Virtual-Reality-Brillen wie Oculus Rift oder auch Google Cardboard verbinden.

Als Vertreter von GoPro trat in Las Vegas dessen CEO Nick Woodman auf. Er kündigte zugleich die baldige Verfügbarkeit einer sphärischen Kamera an, mit der auch Gelegenheitsnutzer Rundum-Aufnahmen einfangen werden können.

Das von Youtube „bald“ unterstützte High Dynamic Range sieht vor, jeden Frame zweimal zu liefern und beide für ein besonders kontrastreiches Bild zu kombinieren. Das Verfahren war bisher vor allem als Aufnahmetechnik von Fotografen bekannt. Auch Sonys 4K-Fernseher unterstützen beispielsweise HDR-Video, ebenso wie Amazon Prime.

Die Kooperation hat Robert Kyncl von Youtube bestätigt. Zuvor arbeitete er unter anderem sieben für Netflix. Während seiner CES-Rede ließ er sich von Scooter Braun unterstützen, einem Musikmanager, der 2007 auf Youtube den Kinderstar Justin Bieber entdeckte. Braun hatte einige Tipps für Videoschaffende: „Versucht keine Inhalte für Milliarden Menschen zu machen. Es geht nicht um eine Milliarde Abrufe. Es geht um immer erst einmal nur einen Abruf.“

Trotzdem erwartet Youtube-Manager Kyncl, dass digitales Video bis Ende des Jahrzehnts Fernsehen als beliebtesten Zeitvertreib verdrängen wird – „angetrieben von Youtube“. Und es gebe nur zwei Aktivitäten, denen die Menschen im Schnitt häufiger nachgingen als dem Ansehen von Bewegtbildern – nämlich Essen und Schlafen.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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