Remix OS ermöglicht Android auf dem Desktop

(Bild: Jide)

We schon immer auf seinem Windows-Rechner mit Android herumspielen wollte, kann das nun mit Remix OS 2.0 realisieren. Die Distro ist für x86-Prozessoren ausgelegt und steht ab Mitte Januar zum Download bereit.

Jide hat Remix OS 2.0 vorgestellt. Damit lassen sich auf normalen PCs Android-Anwendungen installieren und nutzen. In Remix OS sind Google-Apps enthalten und auch der Zugriff auf Google Play ist möglich. Besonders interessant ist ein Multi-Window-Modus, mit der Apps in veränderlichen Fenstern ausgeführt werden können.

Zugleich kann das OS beispielsweise auf einem USB-Stick installiert werden. Die Mindestanforderungen sind dann ein USB-3.0-Flashlaufwerk, mit FAT32 formatiert, das mindestens 8 GByte groß ist. Als Schreibgeschwindigkeit werden 20 MByte/s empfohlen. Der genutzte PC muss natürlich von USB booten können.

Bisher war Remix OS auf einem eigenen Tablet von Jide zum Einsatz gekommen, dem Remix. Auf der CES 2015 war es erstmals präsentiert worden. Es wiegt nur 860 Gramm bei 11,6 Zoll Displaydiagonale.

Remix OS basiert derzeit auf Android Lollipop. Eine Aktualisierung auf Android Marshmallow ist für nächstes Jahr geplant. Der als Alpha-Testversion deklarierte Code wird ab 12. Januar bei Jide und seinem Projektpartner Android-x86 zum Download angeboten werden.

Jide sieht die Android-Distribution für Desktops und Notebooks vor allem für Entwicklungsmärkte als Chance. Nutzer dort müssten dann über kein eigenes Gerät verfügen – ein USB-Stick genüge. Damit könnten sie ein fremdes Gerät nutzen – aber mit der eigenen Konfiguration und eigenen Apps.

Zugleich lassen sich theoretisch zahlreiche ausgemusterte PCs und Notebooks mit Intel- und AMD-Prozessoren mit Android bespielen und reaktivieren. Wie weit die Kompatibilität zu deren Komponenten in der Praxis reicht, muss sich noch zeigen.

Hinter Jide stehen übrigens ehemalige Google-Angestellte: Jeremy Chau verließ Google 2008, um Start-ups zu fördern, Ben Luk war lange in leitender Funktion für Google Maps tätig, und David Ko beschäftigte sich in seinen acht Jahren bei Google etwa mit AdWords und Suchvorschlägen. Mit der Android-Entwicklung hatte keiner von ihnen direkt zu tun.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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