Bei Apple gilt Datenschutz über den Tod hinaus

(Bild: Frank Lindecke/CC BY-ND 2.0)

Eine Witwe erhält bei Apple keinen Zugriff auf das iTunes-Konto ihres verstorbenen Mannes. Dabei beruft sich Apple auf den Datenschutz und weist das Ansinnen der Erbin von sich, obwohl sie eine Sterbeurkunde vorweisen kann.

In Kanada hat Apples Kundendienst den Wunsch einer Witwe, den Zugriff auf das iTunes-Konto ihres verstoßenen Mannes zu gelangen, zurückweisen. Die 72jährige Peggy Bush hat nach Darstellung des Senders CBC zwar eine Sterbeurkunde vorweisen können, doch das änderte Apples Meinung nicht: Sie erhielt keinen Zugriff auf das Onlinekonto ihres verstorbenen Mannes. Bush konnte nach eigenen Angaben nicht nur die Urkunde sondern auch das Testament vorweisen, nach dem ihr der Nachlass ihres Gatten überschrieben wurde.

Mit den Unterlagen konnte Bush zwar die Witwenpension beantragen und bekam auch das Haus und das Auto ihres Mannes überschrieben, nicht jedoch den Zugang zur Apple-ID ihres Mannes. Apple verlangte stattdessen zunächst einen Gerichtsbeschluss, konnte auf Nachfrage des Senders an die Presseabteilung dann aber doch einlenken und gewährte Bush den Zugriff auf das iTunes-Konto.

Die Lektüre der iCloud-Nutzungsbedingungen klärt über den Sachverhalt auf: Der Account ist nicht übertragbar und alle Rechte an der Apple ID oder den Inhalten innerhalb des Accounts enden im Falle des Todes. Das war im Fall der Witwe allerdings nicht das Problem. Das Kennwort zur Apple-ID sorgt dank iOS-Aktivierungssperre unter anderem auch dafür, dass sich das iPad des Mannes nicht neu aufsetzen lässt.

(Bild: Frank Lindecke/CC BY-ND 2.0)

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