Essensorder übers Mobilgerät ist gesünder

(Bild: Übergizmo.com)

Damit ist freilich nicht gemeint, dass es gesund wäre, regelmäßig zuhause sitzend Essen zu bestellen. Wer jedoch in einem Restaurant seine Mahlzeit mit einem Tablet oder Smartphone aussucht, entscheidet sich im Schnitt für die gesündere Alternative. Das ist das Ergebnis einer Studie in den USA.

In der Vergangenheit wurden bereits Forschungen dazu angestellt, wie sich Lebensmittelbestellungen im Internet auf unsere Entscheidungen auswirken. Manchmal, so das damalige Ergebnis, führe dies zur ungesünderen Wahl. Der Grund dafür liege in der sozialen Erwünschtheit, beziehungsweise deren Abwesenheit. Da man beim Bestellen über das Internet nämlich keiner Person gegenübersteht oder -sitzt, fühlt man sich weniger schlecht, wenn man eine vermeintlich ungesunde Wahl trifft.

Mittlerweile gibt es auch einige Restaurants, die Tablets montieren, über die die Kunden ihre Bestellungen direkt vor Ort abgeben können. Dort tritt aber offenbar der gegenteilige Effekt auf, wie es in der Studie „Der Effekt von Modalitäten zum Ausdruck der eigenen Präferenz auf die Selbstkontrolle“ heißt.

Konkret steht in der Studie, die im American Journal of Consumer Research veröffentlicht wurde: „Alle Experimente zeigten, dass bei einer mündlich getroffenen Entscheidung diejenige, welche einer lustvollen Versuchung entsprach, bevorzugt wurde (zum Beispiel ein Snack oder Desert mit besonders vielen Kalorien [sic]). Mussten die Personen ihre Wahl manuell treffen, so entschied man sich für die gesündere Alternative.“

Darauf basierend wurde vorgeschlagen, dass Unternehmen dieses Wissen gezielt nutzen könnten, um die Entscheidungen ihrer Kunden zu beeinflussen. Doch ob das genügt? Zu einer gesunden Ernährung gehört schließlich weitaus mehr als nur die Berücksichtigung der Kalorien. Außerdem ist der Einfluss verschiedener Lebensmittel auf den Körper häufig stark vom Subjekt abhängig und es sollte neben dem Konsum respektive Verzehr auch auf die Produktion der Lebensmittel geachtet werden – sei es ökologisch, sozial oder hygienisch. Um den in den USA festgestellten Effekt also zu erweitern, wäre es vermutlich eine gute Idee, die eben genannten Faktoren über die mediale Darstellung der Mahlzeiten auf einem Tablet zu erweitern.

Tags :Via:Tyler Lee, Übergizmo.com

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