Computer sollen lernen, Sarkasmus zu erkennen

(Foto: Shutterstock)

Im echten Leben erkennt nicht jeder, wenn sein Gesprächspartner sarkastisch ist. Dabei gibt es deutliche Hinweise wie Tonfall, Gesichtsausdruck oder Körpersprache. Online ist Sarkasmus schwerer zu erkennen, trotz entsprechender Emoticons. Forscher wollen das jetzt ändern.

Schon vor einigen Jahren forderte der US-Geheimdienst Programme, die Sarkasmus in Twitter-Nachrichten erkennen. Jetzt könnte dieser Wunsch wahr werden: Forscher arbeiten an einem Programm, das in sozialen Netzwerken Sarkasmus aufspüren soll. “Contextualized Sarcasm Detection on Twitter” nennt sich ihr Forschungspapier; Ziel ist es, Computer für Schlagworte zu sensibilisieren, die auf Sarkasmus hindeuten.

Zu diesen Schlagworten gehören „clearly“, „shocked“, „gasp“ und „really“. Auch Hashtags wie „#lol“ und – natürlich – „#sarcams“. Das Programm soll auch andere Faktoren mit einbeziehen, wie den Aufenthaltsort des Nutzers, sein Alter, sein Geschlecht und was er in der Vergangenheit bereits gepostet hat. Mit einer Genauigkeit von 85 Prozent soll das Programm Sarkasmus bereits erkennen können.

Was genau das Ganze soll, ist noch nicht klar. Eine Anwendungsmöglichkeit wäre aber die Geheimdienstarbeit. So könnte erkannt werden, ob ein strafrechtlich relevanter Post bei Facebook oder Twitter ernst gemeint ist oder nur ein Witz.

Tags :Quellen:The Next WebVia:ubergizmo.com

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